Am 28. Januar zeigt Das Erste erneut den intensiven FilmMittwoch-Beziehungsfilm «Der neue Freund».

Das Erste holt am Mittwoch, 28. Januar, um 20:15 Uhr den viel gelobten Fernsehfilm
«Der neue Freund» zurück ins Programm. Das Drama von Regisseur Dustin Loose basiert auf einem Drehbuch von Frédéric Hambalek und erzählt eine enge, beklemmende Familiengeschichte, die sich komplett an einem Wochenende entzündet – und langsam eskaliert. Im Zentrum stehen Corinna Harfouch und Karin Hanczewski als Mutter und Tochter, deren Verhältnis seit Jahren von Enttäuschungen, Misstönen und unausgesprochenen Verletzungen geprägt ist.
Johanna (Hanczewski) folgt der Einladung ihrer verwitweten Mutter Henriette (Harfouch), ohne etwas Besonderes zu erwarten. Doch die Situation kippt, als Henriette ihren neuen Partner vorstellt: Philipp, 25 Jahre jünger, höflich, bemüht – und für Johanna sofort verdächtig. Von Beginn an misstraut sie ihm, hält ihn für einen Heiratsschwindler oder opportunistischen Mitläufer. Während Philipp (Louis Nitsche) zaghaft versucht, zwischen den beiden zu vermitteln, drehen sich Henriette und Johanna in immer verletzendere Untertöne hinein. Was als höfliche Wochenendbegegnung beginnt, wird nach und nach zum verbalen Stellungskrieg.
Loose inszeniert dieses Dreiergespann als psychologisches Duell mit vielen Zwischentönen. Die Figuren kennen die empfindlichsten Stellen des jeweils anderen, und der Film zeigt, wie schnell kleine Nadelstiche zu großen Stacheln werden können. Dabei bleibt offen, ob Johanna wirklich die Wahrheit wittert – oder ob ihr Ablehnung aus alten Konflikten gespeist ist. Ebenso stellt der Film die Frage, ob Henriettes vermeintlich neu gefundene Selbstsicherheit auf echten Gefühlen beruht oder auf der Angst vor Einsamkeit. Schon bei der Erstausstrahlung am 25. Oktober 2023 erzielte «Der neue Freund» bemerkenswerte Werte: 4,29 Millionen Zuschauer sorgten für starke 16,7 Prozent Marktanteil, und auch bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Film mit 8,3 Prozent über dem Senderschnitt.