In der «Nations League» der Frauen hieß es am gestrigen Freitagabend «Deutschland - Spanien». Ersetzt der Fußball-Krimi den gewohnten Freitags-Krimi im Zweiten adäquat?

Die Damen des DFB stehen im Finale der
«Nations League» gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien. Am gestrigen Freitagabend stand am Abend das Hinspiel der Finalserie an, das Zweite übertrug aus Kaiserslautern live. Neben 40.159 Zuschauern im altehrwürdigen Fritz-Walter-Stadion wollten bereits 2,74 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die Vorberichte ab 20:15 Uhr verfolgen, der Marktanteil der Übertragung lag damit vor dem Anpfiff bei 13,5 Prozent. Der Altersklasse der 14- bis 49-Jährigen konnten 0,41 Millionen und damit eine Quote von 11,9 Prozent zugesprochen werden. Auf den ersten Blick hatten die DFB-Damen daher noch Nachbesserungsbedarf - der Freitags-Krimi, zuletzt «Jenseits der Spree», ist sonst Reichweiten bis zu 4,80 Millionen Zuschauer gewohnt.
Doch wendete sich das Blatt mit Anpfiff um 20:30 Uhr. Die Gesamtreichweite steigerte sich auf sehenswerte 3,92 Millionen Zuschauer, womit auch der prozentuale Marktanteil auf 18,3 steigen sollte. Nur gewinnen konnte der Mainz-Sender im Bereich der jüngeren Zuschauer, hier spielt das reguläre Freitags-Primetime-Programm eine eher untergeordnete Rolle. Ganz anders sah das gestern bei den DFB-Damen aus - insgesamt konnten während der Partie stolze 0,54 Millionen 14- bis 49-Jährige definiert werden, damit war eine exzellente Quote von 14,8 Prozent zu erreichen. Der Fußball-Abend bringt dem ZDF jedoch damit nicht in beiden Kategorien die jeweils beste Reichweite des gesamten Tages - im jungen Sektor schlug sich Mainz selbst. Sportlich verlief der Abend eher ernüchternd - Deutschland scheitert an der eigenen Chancenverwertung und geht mit einem torlosen 0:0 in das Rückspiel am Dienstag.
Im direkten Anschluss an die Partie schaltete der Mainz-Sender in Richtung Satire-Shows. Oliver Welke hielt mit der
«heute-show» ab 22:40 die Gesamtreichweite bei guten 3,14 Millionen Zuschauern und damit die Quote bei 18,2 Prozent. In Sachen junger Reichweite explodierte das Interesse auf 0,82 Millionen Fernsehende und damit grandiose 24,5 Prozent am Markt. Ab 23:13ging es rüber zu Jan Böhmermann und dem
«ZDF Magazin Royale». Das wollten noch insgesamt 1,54 Millionen Zuschauer sehen, die junge Reichweite ging auf 0,57 Millionen runter. Die späten Marktanteile lagen damit dennoch bei starken 11,3 und 20,9 Prozent.