Anabelle Münstermann schaut auf Tourette

Für den neuen Dokumentationsfilm hat die Reporterin sich mit dem 23-jährigen Felix getroffen.

Im Rahmen der Reihe «Echtes Leben» zeigt Das Erste am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, um 23:50 Uhr den Film «Tics und Träume – Mit Tourette ins Abenteuer» von Anabelle Münstermann. Die Reportage begleitet den 23-jährigen Felix, der mit dem Tourette-Syndrom lebt und den mutigen Schritt wagt, für ein Auslandssemester nach Lettland zu gehen.

Felix’ Alltag ist geprägt von unkontrollierbaren Zuckungen, lauten Schreien und ständigen Blicken anderer. Er hat früh gelernt, offen über seine Erkrankung zu sprechen, um Missverständnisse und Vorurteile abzubauen. Doch auf seiner großen Reise nach Riga lässt er sein vertrautes Umfeld, seine Familie, seine Freundin und seine Freunde hinter sich – Menschen, die ihm bisher Halt und Sicherheit gegeben haben. Für Felix bedeutet die Zeit in Lettland einen echten Neuanfang: neue Sprache, neue Kultur, neue Kommilitonen – und die Frage, ob er mit seinen Tics auch in einem fremden Land Akzeptanz finden wird.

Mit Humor, Mut und bemerkenswerter Offenheit nimmt Felix die Herausforderung an. Um mögliche Begegnungen zu erleichtern, trägt er Zettel in lettischer Sprache bei sich, auf denen er erklärt, was Tourette ist und warum er manchmal schreit oder zuckt. Die Kamera begleitet ihn auf seiner Reise zwischen Selbstzweifeln und Erfolgsmomenten, zwischen Fremdheit und Selbstbestimmung.
30.11.2025 12:01 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/166778