Los Angeles bleibt Filmwelt-Spitze

Der neue FilmLA-Report zeigt: Während die globale Produktion schrumpft, hält Los Angeles seine Führungsrolle – und kämpft dennoch mit deutlichen Einbußen.

Los Angeles behauptet auch 2024 seine Position als wichtigste Produktionsregion der Welt. Laut dem aktuellen Scripted-Content-Report von FilmLA wurden 18,3 Prozent aller veröffentlichten Filme und Serien im Großraum von Los Angeles gedreht – nahezu unverändert gegenüber 18,5 Prozent im Vorjahr. Insgesamt analysierte FilmLA 857 englischsprachige Produktionen von US-Unternehmen, deutlich weniger als in den beiden Jahren zuvor. Grund für den Rückgang sind sowohl die Doppelstreiks 2023 als auch die anhaltenden Sparmaßnahmen der Streamingbranche.

Hinter Kalifornien bleibt Georgia mit 9,8 Prozent Marktanteil stärkster Konkurrent. Deutlich aufgeholt hat jedoch das Vereinigte Königreich, das seinen Anteil dank zahlreicher hochbudgetierter Streaming- und Pay-TV-Produktionen von 6,6 auf 8,8 Prozent steigern konnte. Zu den Verlierern gehören dagegen British Columbia sowie New York, während Ontario und New Jersey leicht zulegen.

Der Report zeigt, wie stark sich das Produktionsprofil in Los Angeles verschoben hat: Die Zahl der veröffentlichten Pay-TV-Serien brach 2024 massiv ein – von 26 auf nur noch 11 Titel. Auch Streamingserien gingen zurück, von 49 auf 37 Veröffentlichungen. Aufwärts ging es hingegen bei Streamingfilmen, deren Zahl von 17 auf 29 stieg. Auch das klassische Kino legte leicht zu: 25 statt 21 Filme feierten 2024 Release, die in L.A. entstanden sind.
29.11.2025 13:41 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/166683