Dokufilm über Eltern von Serienmörder Niels Högel

Die Produktion ist zunächst im ZDF-Streaming aufzurufen und kurz darauf am späten linearen Abend.

Der Dokumentarfilm «Jenseits von Schuld» (2024) von Katharina Köster und Katrin Nemec erzählt die Geschichte eines Elternpaares, dessen Sohn zum Mörder wurde: Niels Högel, verurteilt in 85 Fällen. Können die Eltern ihren Sohn noch lieben, trotz dieser unverzeihlichen Schuld? Wie gelingt es ihnen, ihr Leben als Paar und Familie weiterzuführen? Zu sehen ist der prämierte Dokumentarfilm in der Reihe Das kleine Fernsehspiel im ZDF-Streaming ab Mittwoch, 17. September 2025, 10 Uhr, sowie am Montag, 22. September 2025, 23.55 Uhr im ZDF.

Ulla und Didi Högel haben sich bemüht, ihren Sohn mit Liebe und Vernunft zu erziehen. Nichts in seiner Kindheit und ihrem Familienleben deutete darauf hin, dass er eines Tages zu einem Serienmörder werden würde. Niels Högel hat als Krankenpfleger vermutlich mehr als hundert Menschen umgebracht, verurteilt wurde er für 85 Morde. Ein in der deutschen Kriminalgeschichte beispielloser Fall.

Von einem auf den anderen Tag ist die Schuld ihres Sohnes über Ulla und Didi Högel hereingebrochen und hat ihr Leben seither unweigerlich mit seinen Taten verknüpft. Auch nach Jahren rotieren immer wieder dieselben Fragen in ihren Köpfen, denn keine Antwort reicht aus, um Ruhe zu finden. Der Film entstand über einen Zeitraum von sechs Jahren und zeigt die Perspektive der Eltern, nicht den Täter. Denn auch sie sind durch seine Verbrechen zu Opfern geworden.
29.08.2025 13:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/164192