Zum Auftakt der von Hunziker und Pilawa präsentierten Neuauflage hätte sich Sat.1 sicher mehr gewünscht - Zweistelligkeit und Marktführung wurde klar verpasst.

Gestern startete bei Sat.1 eine Show, in der Senderchef Rasmus eines der heißesten Eisen der Saison sieht. Konkret handelt es sich um die Neuauflage
«Guinness World Records – Die große Show der Weltrekorde». Das Potenzial soll vor allem darin liegen, als Zuschauender Live-Rekorde mitverfolgen zu können. Damit unterscheidet sich die aktuelle Version von den aufgezeichneten Vorgänger-Varianten früherer Jahre. Den letzten Versuch unternahm derart RTLZWEI vor über zehn Jahren mit Sonja Zietlow, der aber mit um die vier Prozent kein Hit war. Bis 2008 präsentierte auch schon Oliver Geissen eine vergleichbare Show bei RTL.
Lässt sich nun im Pilawa/Hunziker-Re-Start der Auftakt einer neuen erfolgreicheren Ära erkennen? Die Daten weisen Resonanzen in akzeptablen aber nicht berauschenden Größenordnungen von 0,28 Millionen jungen Zuschauenden aus, die einen Anteil von mäßigen 8,5 Prozent an ihrem Markt mit sich führten - kein Flop, aber auch kein wirklicher Aufschlag. Man lag noch hinter einem ebenfalls geschwächten RTL. Für eine große Live-Produktion hat man sich sicher zweistellige Werte erhofft. Ob diese vielleicht doch noch erreicht werden können, wird sich schon Samstag zeigen. Die Älteren waren übrigens nur in mittelmäßiger Anzahl vertreten: Sie schalteten zu 5,2 Prozent (0,97 Millionen) ein, womit ebenfalls etwas enttäuschender Weise die Millionen-Marke verfehlt wurde.
Im Nachklapp ab 23.10 Uhr gab es noch
«Die spektakulärsten Rekorde der Welt» als Clip-Show zu sehen. Gehalten werden konnten damit nur noch 0,13 Millionen aus der werberelevanten Zielgruppe, die durchwachsene 7,0 Prozent brachten - kein dolles Ergebnis. Über 50-jährige ließen sich bloß 0,50 Millionen blicken, welche zu einem Anteil in Höhe blasser 4,9 Prozent führten.