Mit Quiz und Model-Casting wollten die Unterföhringer Sender gestern ihr Publikum versorgen - doch wollte sich dieses auch versorgen lassen?
Bereits seit dem 13. Februar ist die aktuelle Runde von «Germany's Next Topmodel» auf Sendung. Da müsste es langsam aber sicher doch nun endlich mal zur Entscheidung kommen, haben auch Sie sich vielleicht schon gedacht. Tatsächlich handelt es sich bei der Veranstaltung aber inzwischen um einen derart aufgeblähten Casting-Wal, der dafür sorgt, dass nach 15 Wochen noch nicht mal das Halbfinale auf dem Plan steht. Und so war es diese Woche letztlich eine weitere normale Ausgabe - die inzwischen 22. - die über den Äther lief, ehe es nächste Woche dann wirklich die Finalisten ermittelt werden.
Die Models also trotz allem vor Schwestersender Sat.1, wo Jörg Pilawa zurückkehrte und zwar mit «Das große Allgemeinwissensquiz». Bei jenem handelt es sich bekanntlich um weitere Neuauflage, die mit ihrer ersten Staffel vor etwa einem Jahr passable bis mäßige Quoten zwischen 8,3 und 6,7 Prozent generieren konnte. Zum Auftakt des zweiten Durchlaufs befand man sich nun am oberen Rand dieser Zahlen - grundsolide 8,7 Prozent zu 0,32 Millionen Werberelevanten wurden erhoben - sicher nicht berauschend, aber vollkommen akzeptabel. Von den Älteren ließen sich immerhin 1,35 Millionen aufbringen, welche die Prozente auf recht vernünftige 6,7 Prozent brachten. Tagsüber dümpelte der Bällchensender mit feiertagsbedingten Spielfilm-Konserven eher vor sich hin: Bevor die 2019er Heldenkomödie «Shazam!» ab 17.30 Uhr Dimensionen um schlechte 5,4 Prozent (Zielgruppe) sprich 3,9 Prozent (gesamt) bei maximal 0,53 Millionen Gesamtzuschauenden einfuhr, versammelte «Enders Game» 0,49 Millionen gesamt (5,3 Prozent) wie ebenfalls 0,10 Millionen aus der Zielgruppe zu immerhin mittelprächtigen 7,4 Prozent.