Neuer Tiefpunkt für Klamroths «Hart aber fair»

Weit weniger als zwei Millionen Zuschauer interessierten sich für das Flüchtlingsthema der ARD-Talkshow.

Louis Klamroth übernahm zu Jahresbeginn die Talkshow «Hart aber fair», die seit jeher mit dem Namen Frank Plasberg verbunden war. Seit dem Moderatorenwechsel tut sich die vom WDR produzierte Sendung aber schwer und schaffte nie den Sprung über die Marke der drei Millionen Zuschauer. Am Montag setzte es nun einen neuen Tiefpunkt in der Ära Klamroth. Lediglich 1,85 Millionen Zuschauer schalteten ein, was einem weit unterdurchschnittlichen Marktanteil von 7,0 Prozent entsprach.

Das Thema „Über eine Million Menschen suchen Zuflucht: Deutschland an der Belastungsgrenze?“, über das Britta Haßelmann (Grüne), Jens Spahn (CDU), Isabel Schayani («Weltspiegel»-Moderatorin), Tareq Alaows (Flüchtlingspolitischer Sprecher der Organisation „Pro Asyl“) und Tanja Schweiger (Freie Wähler) diskutierten, lockte nur 0,30 Millionen 14- bis 49-Jährige an. Der Marktanteil belief sich auf gerade mal 5,0 Prozent. Auch hier bedeutete das Ergebnis einen Negativrekord.

Im Vorlauf sendete Das Erste die Naturdoku «Unsere Meere», was vor allem mit Blick auf das ZDF-Programm keine gute Wahl war. Dort lief bekanntlich die Event-Serie «Der Schwarm», die fast sieben Millionen Zuschauer unterhielt und ebenfalls eindrucksvolle Meeresbilder lieferte. Den ersten Teil der Doku-Reihe von Thomas Behrend sahen 2,50 Millionen Zuschauer, sodass mäßige 8,9 Prozent Marktanteil drin waren. Bei den Jüngeren kam die blaue Eins auf 0,39 Millionen Zuschauer und 6,4 Prozent Marktanteil.
07.03.2023 09:17 Uhr  •  Veit-Luca Roth Kurz-URL: qmde.de/140693