Der Medienkonzern aus Unterföhring konnte zuletzt nicht wirklich wachsen.
Die ProSiebenSat.1 Media SE setzte im zweiten Quartal des Jahres 2022 einen Umsatz von 1,055 Milliarden Euro um. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag das Ergebnis bei 148 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum sorgte man für 1,048 Milliarden Euro Umsatz und einen EBITDA von 151 Millionen Euro. Vor zwei Jahren – als die Corona-Pandemie begann – fielen die Ergebnisse weit schlechter aus. Eines ist aber ebenfalls beachtlich: ProSieben hat zum Stichtag 30.06.2022 das geringste Programmvermögen seit vielen Jahren. Dafür verringerten sich die Schulden auf 1.881 Millionen Euro.
Während andere Konzerne eine digitale Wachstumsstrategie in ihren Quartalszahlen vorweisen, bleibt das Bild bei ProSiebenSat.1 blass. Im Gegensatz zur RTL-Gruppe sind die Werte enttäuschend. CEO der Mediengruppe, Rainer Beaujean, versucht dennoch mit positiven Worten die Perspektivlosigkeit schönzureden: „Unsere Umsatzentwicklung im zweiten Quartal beweist einmal mehr, dass wir dank unserer diversifizierten Aufstellung krisenfester als viele andere Medienunternehmen sind. So konnten wir trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen als Gruppe unser Wachstum fortsetzen. Treiber war hierfür neben unserem Entertainment-Segment auch das Commerce & Ventures-Geschäft. Auf diese Weise hat ProSiebenSat.1 auch erstmals in einem ersten Halbjahr einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erzielt. Gleichzeitig konzentrieren wir uns klar auf Synergien, um langfristig Wert zu schaffen. Der Verkauf des US-Produktionsgeschäfts der Red Arrow Studios war der nächste Meilenstein, um uns als Unternehmen fokussierter und langfristig noch profitabler aufzustellen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in unserem Umfeld beobachten wir genau – wir haben unseren Ausblick hierauf nochmals überprüft sowie um die letzten Portfoliomaßnahmen aktualisiert. Insgesamt blicken wir weiter zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte 2022.“