Deutscher Comedypreis 2021: Maren Kroymann erhält den Ehrenpreis

Da sie eine "begnadete Sängerin, vielseitige Schauspielerin und wunderbar hintersinnige Kabarettistin" sei, erhält sie am kommenden Freitag den Ehrenpreis.

Wenn am Freitag, 1. Oktober, Sat.1 den «Deutschen Comedypreis 2021» live im Free-TV überträgt, steht eine Gewinnerin bereits fest: Maren Kroymann. Wie der Veranstalter, Cologne Comedy Festival, am Mittwoch mitteilte, wird die Kabarettistin und Schauspielerin mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ist in diesem Jahr der einzige Preis, der nicht vom Publikum bestimmt wird. Dieses hat online die Möglichkeit über die Gewinner der fünf Kategorien abzustimmen.

„Maren Kroymann ist äußerst vielseitig begabt: Sie ist eine begnadete Sängerin, vielseitige Schauspielerin und wunderbar hintersinnige Kabarettistin. Sie ist die Pionierin der feministischen Satire, stets relevant, gesellschaftskritisch und immer höchst unterhaltsam. Ihr Humor kommt oft mit leisen Tönen, ihre Pointen sind aber scharf und präzise. Maren Kroymann ist einzigartig und ein absoluter Glücksfall für die deutsche Humorbranche! Herzlichen Glückwunsch Maren Kroymann!“, so Ralf Günther, Geschäftsführer Cologne Comedy Festival, in der Urteilsbegründung.

Kroymann hatte zwischen 1993 und 1997 mit «Nachtschwester Kroymann» die erste und bislang einzige weibliche Satiresendung in der ARD. Zugleich trat sie in Fernsehserien wie «Oh Gott, Herr Pfarrer» oder «Vera Wesskamp» auf. Für das Kino stand sie bei Produktionen wie «Maria, ihm schmeckt’s nicht» und «Die Welle» vor der Kamera. Zuletzt war sie in der Netflix-Serie «How to Sell Drugs Online (Fast)» und der ZDF-Tragikomödie «Mutter kündigt» zu sehen. Seit 2017 ist sie zudem in der preisgekrönten Satiresendung «Kroymann» im Ersten aktiv.

Neben ihrer medialen Präsenz setzt sich die Schauspielerin als Botschafterin des Vereins Coming Out Day e.V. für mehr Akzeptanz von queeren Schauspielern ein und erhielt dafür 2015 den MANEO-Award für ihr künstlerisches und gesellschaftliches Engagement gegen Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Gewalt.
29.09.2021 10:25 Uhr  •  Veit-Luca Roth Kurz-URL: qmde.de/129780