Dokumentarfilmer beklagen Ende der Doppelauszeichnung

Künftig werden Dokumentarfilme nicht mehr für einen Emmy und einen Oscar nominiert.

Die Dokumentarfilme «Boys State», «Dick Johnson Is Dead», «The Social Dilemma» und «76 Days» wurden am vergangenen Wochenende im Rahmen der Creative Arts-Zeremonie mit Emmys ausgezeichnet, aber sie haben noch eine weitere Besonderheit: Sie sind die letzten Dokumentarfilme, die von der Television Academy eine Statuette für denselben Sachfilm erhalten haben, der auch für den Oscar in Frage kommt.

Die Television Academy hat die umstrittene Praxis des Double-Dippings Anfang des Jahres beendet und verfügt, dass ab 2022 jeder Dokumentarfilm, der auf der Plattform der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die Oscar-Shortlist in Betracht gezogen wird, als Kinofilm gilt und somit nicht mehr für den Emmy-Wettbewerb in Frage kommt.

"Es bedeutet mir wirklich sehr viel, als beste Regisseurin ausgezeichnet zu werden, und nur die Emmys bieten diese Kategorie für Dokumentarfilme an", so Emmy-Gewinnerin Kirsten Johnson gegenüber „Variety“.
19.09.2021 12:00 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/129501