Kiosk: Cicero

Das Magazin für politische Kultur in Deutschland.

Cicero ist ein konservatives Polit-Magazin, das monatlich erscheint und mit einer Auflage von rund 40.000 Exemplaren zu den kleineren Veröffentlichungen zählt.

Das relativ junge Polit-Magazin wurde 2004 von dem damaligen Chef-Redakteur Wolfgang Weimer gegründet. Übernommen wurde das Magazin im Jahr 2010 von Michael Naumann und schließlich 2016 von Christoph Schwennicke. Seit 2020 ist Schwennicke nicht mehr in der Verantwortung. In die Kritik geriet das Magazin immer wieder aufgrund grenzwertiger Kritik an aktuellen politischen Vorgängen. Einen handfesten Skandal erlebte das Blatt im Jahr 2005 als die Redaktionsräume durchsucht wurden. Anlass war die Veröffentlichung von der Geheimhaltung unterliegenden Dokumenten des Bundeskriminalamtes. Die Durchsuchung wurde 2007 für rechtswidrig erklärt, da sie einen unzureichend begründeten Eingriff in die Pressfreiheit dargestellt habe.

Cicero bietet einen fundierten und journalistisch solide aufgearbeiteten Blick auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse. Die Ausrichtung des Magazins ist als konservativ zu bezeichnen. Das konservative Etikett lehnten die Redakteure des Cicero zwar immer wieder ab, sind aber bezüglich ihrer Äußerungen und thematischen Schwerpunkte durchaus zurecht diesem Spektrum zuzuordnen. Besonders im Zuge der krisenhaften Ereignisse ab dem Jahr 2015 waren ihre kritischen Stimmen bezüglich der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kaum zu überhören. Gleichzeitig bietet Cicero aber auch ökologischen, liberalen und sozialen Themen eine Plattform. Man könnte das Magazin also als breit gefächert mit einem Hang zum Liberal-Konservatismus bezeichnen. Die Mitarbeiter und Ressortleiter sind allesamt erfahrene Journalisten, die sich ihre Sporen teilweise bei renommierten Blättern wie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verdient haben. Die journalistische Qualität ist dementsprechend hoch.

Die Aufmachung des Magazins ist von besonderer Qualität. Bei der Covergestaltung wird viel Wert auf künstlerische Gestaltung und ein ausgewogenes Erscheinungsbild gelegt. Die Karikaturen und Fotografien genügen höchsten Ansprüchen und geben dem Magazin eine wertige Anmutung.

Der Cicero erscheint monatlich für 11,80 EUR. Das ePaper ist mit 9,80 EUR ein wenig günstiger und kann auf allen gängigen Endgeräten gelesen werden.
26.06.2021 12:00 Uhr  •  Sebastian Schmitt Kurz-URL: qmde.de/127625