«Schwarz und deutsch»: Doku im Ersten geht am späten Abend völlig unter

Die Diskussionsrunde von «Hart aber fair» verzeichnet einen Jahrestiefstwert.

Am Sonntag fanden in Sachsen-Anhalt die mit Spannung erwarteten Landtagswahlen statt, aus denen vor allem die CDU als großer Sieger hervorging. Häufig war zu lesen, dass die Wahlen als erster Stimmungstest für die anstehende Bundestagswahl im September gelte – aus Grünen-Sicht sollte sich dies lieber nicht bewahrheiten. Die Partei von Annalena Baerbock kommt nur auf etwa 5,9 Prozent – ein enttäuschendes Ergebnis für eine Partei, die bald Regierungsverantwortung übernehmen möchte. Aber wie aussagekräftig ist das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt für den Herbst? Diese Frage stellte am Montagabend Frank Plasberg der Diskussionsrunde von «Hart aber fair».

Der Talk-Sendung, die mit Ricarda Lang, Markus Blume, Robin Alexander, Dirk Neubauer und Sascha Lobo besetzt war, folgten ab 21:00 Uhr nur 1,99 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. 0,28 Millionen davon waren Interessierte im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Die Marktanteile fielen mit 6,9 Prozent insgesamt und 3,6 Prozent bei den Jüngeren mies aus. Keine Plasberg-Sendung holte in diesem Jahr niedrigere Werte. Die «Tagesthemen» im Anschluss informierten dann 1,98 Millionen, die Quoten stiegen auf weiterhin mäßige 8,6 und 4,9 Prozent.

Am späten Abend strahlte die blaue Eins dann «Schwarz und deutsch» aus. Im Film von Brigitte Kleine erzählen Frauen und Männer aus vier Generationen ihre Geschichten, wodurch sie zu einer Geschichte von Rassismus, Überleben und Selbstbehauptung verbunden werden. Ab 23:35 Uhr verharrten jedoch nur noch 0,58 Millionen beim öffentlich-rechtlichen Sender, davon nur 60.000 aus der jungen Zuseherschaft. Es wurden Marktanteile von schlechten 5,6 Prozent insgesamt und katastrophalen 2,3 Prozent bei den Jungen ausgewiesen.
08.06.2021 09:16 Uhr  •  Veit-Luca Roth Kurz-URL: qmde.de/127280