Der ZDF-Krimiabend gewinnt die Gesamtreichweite

Blickt man alleinig auf die Gesamtzuschauerzahl der gestrigen Formate, gibt es einen klaren Sieger: Die ZDF-Krimis.

Das Zweite zieht aktuell und bereits seit längerer Zeit bei seinen Krimi-Formaten einsame Kreise am Quoten-Olymp, so einfach muss man das schlicht anerkennen. Ein nächstes Beispiel für die Erfolgsstory ist der gestern gelaufene Primetime-Krimi «Helen Dorn - Wer Gewalt sät». Den 90-Minüter verfolgten grandiose 7,98 Millionen Zuschauer und man belegte beim ZDF kurzerhand 23,9 Prozent des Marktes. Bei den Jüngeren war man obendrein mit 0,76 Millionen Zuschauern und 9,2 Prozent Marktanteil auch nicht schlecht. Mit den erreichten 7,98 Millionen Zuschauer war man um fast eine Million Zuschauer besser Platz zwei, die «Tagesschau» um 20 Uhr (7,01 Millionen Zuschauer). Was bleibt dazu noch anzufügen?

Ach ja, Platz drei der meistgesehenen Sendungen ging gestern, richtig, ebenfalls an das ZDF. Wie sollte es auch anders sein, wieder an einen Krimi. Direkt im Anschluss an Helen Dorn lief beim Zweiten «Die Chefin» und die Folge zwei aus Staffel sechs aus dem Jahre 2016 verfolgten noch 5,61 Millionen Menschen. Der Marktanteil sank im ZDF daher auf 18,4 Prozent. Bei den Jüngeren landete man bei 0,62 Millionen und 7,8 Prozent.

Erst auf Platz konnte sich knapp hinter dem Treppchen ein Format positionieren, welches kein Krimi (oder die «Tagesschau») war. Mit 5,59 Millionen Zuschauern ab 3 Jahren resultierte hier «Frag doch mal die Maus» aus dem Ersten. Zur Primetime konnte man 18,6 Prozent des Marktes belegen, doch der wahre Sieg vom Maus-Jubiläum versteckt sich in der Zielgruppe. Denn hier landet Helen Dorn und das ZDF weit hinter vielen anderen Formaten (auch der «Tagesschau»). Für den Tagessieg hat es für die Maus in der Zielgruppe nicht ganz gereicht, doch mit 1,41 Millionen jüngeren Zuschauern und einem Marktanteil von 18,2 Prozent kann man sicherlich von einem erfolgreichen Jubiläum sprechen. Platz eins ging hier an die «Tagesschau» mit 1,48 Millionen Zuschauern und 18,7 Prozent Anteil.
07.03.2021 09:31 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/125344