Sky One startet die nächste Staffel der Kochshow, die einst ihren Ursprung vor über 30 Jahren nahm. Helfen die prominenten Teilnehmer der Sendung?
Die Suche nach Deutschlands Meisterkoch läuft wieder – zum inzwischen vierten Mal bei Sky und schon zum sechsten Mal in der Bundesrepublik. Es ist schon ein kleines Phänomen, das Format «MasterChef», das von der Endemol-Shine-Group weltweit vertrieben wird: Den Anfang nahm das Konzept ausgerechnet in Großbritannien, also einer Nation, die eher für Fisch und Chips als für deliziöse Köstlichkeiten steht. Aber Vorurteile gibt es eben, damit diese widerlegt werden und war es in der Tat der britische Filmemacher Francis Roddam, der die Kochshow entwarf, die manche als härteste und beste der Welt beschreiben.
Damit konterkariert man zwar möglicherweise einen Grundsatz – nämlich, dass wirklich nur ganz außergewöhnlich talentierte Hobbyköche den Einzug in die Masterclass schaffen, erhöht aber die Bindung zum Zuschauer, weil in der Tat mit dem ein oder anderen Celebrity mehr mitgefiebert wird als mit einem Otto-Normal-Verbraucher. Am Aufbau der Sendung hat sich derweil nicht viel geändert. Ins Auge fällt auch diesmal die bis ins kleinste Detail gestaltete Kulisse, die edel, modern und bodenständig zugleich wirkt.
Die größten Schwächen mögen manche arg konstruiert wirkenden Sequenzen von Small Talk unter den Promis sein – also Plaudereien a la „Kochst du eigentlich sonst viel?“ Alles in allem sorgen aber insbesondere die prominenten Kandidaten für einen recht hohen Unterhaltungswert – insbesondere bei denjenigen, die selbst in der Küche gerne aufwändig und experimentell kochen. Und so ist es mit dem Kochformat «Masterchef Celebrity» wohl so wie mit den entstehenden Gerichten selbst: Wer’s mag, der mag’s eben. Wer mit Kreationen in dieser Richtung aber grundsätzlich nichts anfangen kann, der wird auch «Masterchef Celebrity» wohl auf dem Teller liegen lassen.