Guter, aber nicht perfekter Start für die Europa League bei Nitro

Von Zielwerten um die zwei Millionen Zuschauer war die Übertragung noch entfernt. Vielleicht muss Fußball bei Nitro noch entdeckt werden.

Ich bin unheimlich stolz, dass mir RTL und Nitro die Möglichkeit geben, weiter dem europäischen Spitzenfußball verbunden zu bleiben. Ich freue mich darauf, an der Seite des eingespielten Duos Laura Wontorra und Steffen Freund meine ersten TV-Erfahrungen als Experte machen zu dürfen.
Roman Weidenfeller, früher Torwart beim BVB, jetzt TV-Experte
Wo läuft denn jetzt welches Fußballspiel? Einfacher ist es seit dieser Woche nicht geworden. In der Champions League ist das ZDF raus, DAZN und Sky teilen sich die Spiele auf. In der Europa League ist Sky raus, DAZN zeigt alles und Nitro das Topspiel (also das, was bis dato bei Sport1 zu sehen war). Offenbar aber haben noch nicht alle Fans des runden Leders mitbekommen, wo der Ball jetzt rollt. Das durchaus spannende Spiel der Red-Bull-Klubs Salzburg und Leipzig verfehlte am ersten Spieltag das grobe Ziel auf um die zwei Millionen Fans zu kommen.

Während der zweiten Halbzeit (22 bis 22.50 Uhr) schauten im Schnitt 1,46 Millionen Menschen zu. Für Nitro war das dennoch ein Erfolg. Die durchschnittliche Quote wurde deutlich übertroffen – insgesamt kam der Männersender nämlich auf 6,7 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen sorgten 0,42 Millionen Zuschauer für gute 5,9 Prozent. In zwei Wochen zeigt Nitro das Spiel der Frankfurter Eintracht; und erwartet dann sicherlich noch einmal eine Zunahme des Interesses. Am Donnerstag kam der Sender in beiden wichtigen Gruppen auf je 2,8 Prozent Tagesmarktanteil.

RTL hat derweil um 20.15 Uhr eine neue «Alarm für Cobra 11»-Folge ausgepackt und damit 2,48 Millionen Menschen in seinen Bann gezogen. Die Autobahnpolizei sicherte sich bei den Umworbenen mit 16,1 Prozent die klare Marktführung. Eine Wiederholung ab 21.15 Uhr landete dann bei 14,1 Prozent (gesamt 2,23 Millionen), ehe weitere Abenteuer von Semir und Co. nach 22.15 Uhr dann Federn ließen und noch auf Quoten in Höhe von 11,9 und 10,0 Prozent kamen.
21.09.2018 09:11 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/103935