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zdf.kultur: Zwischen Wiederholtem und Bewährtem

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Der neue digitale Spartensender der Mainzer hat ab Mai Inhalte von ZDF, 3sat und Theaterkanal im Programm und baut Wiederholungsstrecken.

Wenn am 7. Mai 2011 aus dem digitalen ZDF-Theaterkanal der neue Sender zdf.kultur wird, wollen die Macher einen inhaltlichen Neuanfang des Spartensenders starten. Jetzt gibt es auch erstmals eine Vorschau auf das Programm von zdf.kultur – dabei setzt man auch auf Wiederholungen und übernimmt Programminhalte. So wird das Abendprogramm laut der aktuellen Programmvorschau mit dem BBC-Format «Later With Jools Holland» um 18 Uhr eröffnet. Die Sendung, in der britische Künstler wie „Adele“ oder „Kings of Leon“ akustische Versionen ihrer Erfolgsnummer erklingen lassen, lief bereits beim ZDF-Theaterkanal. Es folgt im Anschluss die Sendung «Über den Dächern», die deutsche Künstler auf Hochhäuser und Fabrikhallen schickt. Bei dem zehnminütigen Gig in den Lüften – wie einst die „Beatles“ bei ihrem legendären Dachkonzert 1969 – kooperiert man mit dem Internet-Sender tape.tv.

Weiterhin sollen bei zdf.kultur vornehmlich Dokumentationen zu Themen wie Popkultur und Musikgeschichte den Vorabend füllen. Im Magazin «Marker» berichten die Moderatoren Rainer Maria Jilg, Lukas Koch, Jo Schück und Nina Sonnenberg in 15 Minuten aus der „analogen und digitalen Alltagswelt“. Die Primetime wird bei zdf.kultur täglich mit wechselnden Themenschwerpunkten bestückt. Dazu gehören Reportagen, Theater, Kabarett, Musik oder der Kopf der Woche. Eine Wiederholung des 3sat-Formats «Kulturzeit» schließt sich an, ehe die sechsstündige Strecke des Vor- und Hauptabends im Nachtprogramm wiederholt werden soll.

Am Morgen setzt zdf.kultur jedoch auf Wiederverwertung. Zwischen 7 und 13 Uhr wird eine neue Wiederholungsstrecke gebaut. In der Zeit von 13 bis 15.30 Uhr werden die Kultnächte aus dem ZDF-Programm mit einem etwas veränderten Konzept mit dem Sendungstitel «ZDFkult» fortgesetzt. Dabei sollen auch Showklassikern wie «Disco» oder «Dalli, Dalli» gleichermaßen berücksichtigt werden wie Serien-Evergreens – beispielsweise «Tegtmeiers Reisen» oder «Der Bastian» mit Horst Janson, wie das Magazin DWDL berichtete. Am Nachmittag gibt es bei zdf.kultur dann Themenblöcke mit den Schwerpunkten Jazz (Montag), Sprechtheater und Tanz (Dienstag), Literatur (Mittwoch), Oper/Klassik (Donnerstag) und Dokumentationen (Freitag).

Am Wochenende will zdf.kultur die sonst dreimal tägliche Wiederholung der Sechs-Stunden-Strecken aber ergänzen. Mit den Titeln «Coffeepop» (Samstag) und «Frühstückspop» (Sonntag) platziert man dort zwischen 8.30 und 13.30 Uhr die werktäglichen Popkultur-Sendungen der 19-Uhr-Schiene am Stück. Doch neue Formate gibt es auch: Der britische Podcast «From the Basement» wird samstags um 19 Uhr gezeigt werden. Musikproduzent Nigel Godrich spielt hier mit wechselnden Musikern live. Das Kulturmagazin «Aspekte» erhält seinen Sendeplatz am Sonntag um 19 Uhr. Die 3-Sat-Sendung «Bauerfeind» zeigt zdf.kultur sonntags um 19.30 Uhr. In der Primetime am Samstag warten Konzertmitschnitte, am Sonntag setzt man auf Inhalte aus dem ZDF-Programm. «Das kleine Fernsehspiel» und die «heute-Show» gehören dazu.

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