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Sat.1: Kern-Genres klarer zur Geltung bringen

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Dem Privatsender fehlt zur Zeit die Konstanz, sagt dessen Chef Bartl. Dieser will künftig neben Fiction auch auf Information und Reality setzen.

Seit Anfang 2010 kümmert sich der Fernsehmanager Andreas Bartl (Foto) nicht nur als Vorstand der German Free TV Group um seine frei empfangbaren Sender, sondern ganz speziell als Sat.1-Geschäftsführer auch um den Bällchensender. Er übernahm das Amt vom glücklosen Guido Bolten. Den Quoten hat das bislang noch wenig gebracht, Sat.1 startete denkbar schlecht ins neue Jahr. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sprach er nun über die Probleme seines Senders. „Uns fehlt hin und wieder die Konstanz“, sagte Bartl in der Montagsausgabe.

Im Grunde genommen möchte Bartl mit dem neuausgerichteten Sat.1 wieder dahin wo der Kanal in den 90ern oder Anfang des neuen Jahrtausends war. Unter Martin Hoffmann, der den Sender dann schnell verlassen musste, sah er den Kanal gut aufgestellt. Der Sender sei damals gut positioniert und erfolgreich gewesen. „Nun machen wir die moderne Variante“.

Bartl will die Kern-Genres klarer zur Geltung bringen. Dazu zählt auch die Information, die bei Sat.1 aber anders definiert wird als von manchen Politikern. Bartl zählt dazu auch Formate wie «ErmittlungsAkte». „Verbraucherinformation ist auch Information. Ich glaube, dass die Lebenswirklichkeit der Zuschauer den Informationsbegriff weiter fasst als nur politische Information," so der Sat.1-Chef zur „SZ“. Auch Harald Schmidt soll in diesem Bereich helfen. Immer mehr deutet darauf hin, dass der Late Night-Talker ab September dienstags und mittwochs auf Sendung geht. Bartl möchte nämlich von Montag bis Donnerstag am späten Abend eine Informations-Schiene bauen. Montags läuft «Eins gegen Eins» (Foto), donnerstags «Kerner».

"Harald Schmidt ist ein großer Kommentator des aktuellen Geschehens und wenn seine Show als Informationssendung eine größere Rolle spielt, habe ich nichts dagegen“, so Bartl. Neben dem Thema Information ist auch Reality und Fiktion wichtig für den Sender. Unklar ist hingegen die Zukunft von Oliver Pocher, dessen Late Night Show kommende Woche zum letzten Mal laufen wird. Bartl schloss auch einen Weggang von Sat.1 nicht aus. „Ich kann mir ein Engagement bei einem anderen Sender in unserer Gruppe vorstellen“, so der Sat.1-Boss.

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