Hintergrund

Die fünf größten Neustart-Hits Amerikas

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Dick Wolf konnte mit einer neuen Krimiserie auch bei CBS überzeugen. NBC blieb auf gewohnten Wegen, während FOX ein lang geplantes Projekt endlich startete. Bei ABC verlief ein neues Comedy-Drama-Format überzeugend.

Die TV-Saison neigt sich so langsam dem Ende entgegen, bei manchen Serien sind bereits die Staffelfinals ausgestrahlt worden. Zeit also, auf die größten Neustart-Hits jenseits des Atlantiks zu blicken. Anders als in der vergangenen Periode, in der «Young Sheldon» und «The Good Doctor» grandios starteten, gab es diesmal keine Sensationen.

«FBI»


Dick Wolf bleibt ein Erfolgsgarant. Das sah CBS wohl ähnlich und schnappte sich den Macher der Volltreffer-Formate wie «Law & Order» und «Chicago Fire». Beim neuen Sender darf sich Wolf weiterhin über großen Erfolg freuen. Der Start der neuen Crime-Serie «FBI» verlief äußerst gut und erreichte im linearen Programm über zehn Millionen Zuschauer. Insgesamt waren 10,09 Millionen Zuschauer bei der Pilotausgabe im September 2018 dabei. Dies bedeutete einen Anteil bei den 18- bis 49-Jährigen von fünf Prozent. Dieses Niveau wurde im Verlaufe der Staffel nicht ganz gehalten und rutschte etwas ab, verblieb aber weiterhin auf einem starken Niveau. Durchschnittlich schauten sich 9,17 Millionen Zuschauer die bislang 16 erschienen Episoden an. Der Marktanteil lag stets bei vier bis fünf Prozent bei den jungen Zuschauern.

Zu der starken Reichweite im Fernsehen kamen zu jeder Folge noch durchschnittlich 3,60 Millionen Krimifans hinzu, die sich die Serie per Digital Video Recorder (DVR) aufnahmen und zeitversetzt ansahen, im Schnitt kam CBS somit auf 12,77 Millionen Zuschauer, die sich von den Ermittlungen des Federal Bureau of Investigation in einem New Yorker Standort unterhalten ließen. Im März wird es noch eine weitere Ausgabe geben, ehe am 2. April das Staffelfinale über die Bildschirme flimmert. CBS kündigte aber bereits im Januar an, dass es eine zweite Staffel geben wird.

«Manifest»


Dass übernatürliche Drama-Serien gut ankommen, sieht man seit Jahren an der Sendung «Supernatural», die im kommenden Jahr in die 15. Staffel geht. Seit September vergangenen Jahres greift sich NBC ebenfalls ein Stück vom Erfolgskuchen ab. Das Debüt von «Manifest» startete mit 10,40 Millionen Zuschauern und einem tollen Zielgruppenanteil von neun Prozent. Im Oktober rutschte die Reichweite der Sendung in vier Folgen auf durchschnittlich 7,66 Millionen Anhänger ab. Im November ging es dann nochmals ein wenig nach unten. Die Reichweite sank in den November-Ausgaben auf durchschnittlich 5,98 Millionen. Im neuen Jahr hat sich das Publikum bei 5,54 Millionen eingependelt. Auch der Marktanteil lag seit November konstant bei fünf Prozent.

Wovon die Koproduktion von Compari Entertainment und Warner Bros. Television vor allem aber profitiert, ist die gigantische Zuschauerschaft, die sich die 45-minütigen Episoden per DVR zu Gemüte führt. Allein die Erstausgabe kam dadurch auf insgesamt 18,40 Millionen Zuschauer. Durchschnittlich kamen so noch 6,12 Millionen Fans pro Episode hinzu. Insgesamt erreichte der New Yorker Sender mit «Manifest» – bis auf drei Ausnahmen – über elf Millionen Zuschauer. Die Serie handelt von den Passagieren eines Flugzeugs, das nach Turbulenzen erst sechs Jahre nach dem Start landet. Die für tot erklärten Fluggäste merken bei der Integration zurück in den Alltag, dass nichts mehr so ist wie es einmal war.

«New Amsterdam»


Ein weiterer Erfolg für NBC wurde das Mediziner-Drama «New Amsterdam», welches ebenfalls im September anlief. Durchschnittlich 6,25 Millionen Zuschauer schauten Dr. Max Goodwin (Ryan Eggold) über die Schulter, wie er Direktor des altehrwürdigen Krankenhauses wird und mit unkonventionellen Methoden außerordentliche Betreuung der Patienten gewährleisten will. Der Auftakt der Drama-Serie markierte bereits vielversprechende Werte. 8,39 Millionen Zuschauer verfolgten die von David Schulner kreierte Sendung. Der Marktanteil belief sich um 22 Uhr auf starke neun Prozent.

Im Laufe der Staffel konnte das sehr hohe Zuschaueraufkommen nicht gehalten werden und pendelte sich ab der Hälfte bei knapp unter sechs Millionen Anhängern ein. Der Marktanteil betrug ab November durchschnittlich fünf Prozent. Was aber sehr konstant blieb, war die Reichweite, die per Versetztem-Sehen verzeichnet wurde. Der DVR-Durchschnitt war mit 5,33 Millionen Zuschauern sehr ordentlich. Somit kam NBC meist über elf Millionen erreichte Fans, was das Network im Februar dazu veranlasste, die Serie um eine weitere Staffel zu verlängern.

«The Rookie»


Bei ABC lief es am Dienstagabend zuletzt eher wechselhaft, einmal rauf, einmal runter bei der Reichweite. Die einzige Konstante schien da noch der Sendeplatz um 22 Uhr zu sein, den seit 16. Oktober «The Rookie» für sich beansprucht. Die erste Folge verfolgten immerhin 5,43 Millionen Zuschauer vor ihrem Fernsehgerät. Bis das Jahr 2018 endete schalteten durchschnittlich 4,29 Millionen Zuschauer das Programm ein. Erst im neuen Jahr gab es stärkeren Publikumsschwund zu verzeichnen. So lag die Serie bis März konstant unter der Vier-Millionen-Marke. Durchschnittlich 3,78 Millionen Anhänger wollten 2019 das Comedy-Drama mit Nathan Fillion in der Hauptrolle sehen. Außer bei der Premiere (5%) lag der Marktanteil in der Zielgruppe bei drei Prozent.

Zuletzt ging es aber wieder bergauf. Die erste Ausgabe im März verzeichnete 4,51 Millionen Fans, die sich für die Herausforderungen des ältesten Absolventen der Police Academy John Nolan (Nathan Fillion) begeisterten, der nach seiner Scheidung nach Los Angeles zog und dort beim LAPD anheuerte. Auch der Marktanteil stieg auf vier Prozent. Neben dem linearen Erfolg am späten Abend stehen zusätzlich noch durchschnittlich 4,15 Millionen Zuschauer auf dem Zettel, die sich die Sendung aufgenommen haben und zu einem späteren Zeitpunkt anschauen. Die Sehbeteiligung lag insgesamt also bei einem Durchschnittspublikum von guten 8,31 Millionen. Bislang strahlten 15 Ausgaben der Krimi-Serie über die Bildschirme, im November vergangenen Jahres wurde die Staffel auf 20 Episoden verlängert. Ob die Serie eine Fortsetzung in Form einer zweiten Staffel erhält, ist bislang noch nicht bekannt.

«The Passage»


FOX versuchte sich ab Januar an einer neuen Thriller-Serie am Montagabend. «The Passage» wusste auf dem Sendeplatz um 21 Uhr durchaus zu überzeugen. Die Serie basiert auf der gleichnamigen Roman-Trilogie von Justin Cronin. Bereits 2007 kaufte die Produktionsfirma „Fox 2000“ die Filmrechte an den Büchern, stellte dann jedoch fest, dass sich das Drehbuch besser für eine Serie eignen würde. Executive Producer der Serie ist unter anderem Ridley Scott («Alien», «Blade Runner», «Gladiator» und «Der Marsianer»). Die zehnteilige Serie dreht sich um eine geheime medizinische Einrichtung namens Project Noah, in der Experimente mit gefährlichen Viren durchgeführt werden. Die zehnjährige Amy Bellafonte (Saniyya Sidney) soll als Versuchsperson dienen, doch der Federal Agent Brad Wolgast (Mark-Paul Gosselaar), der das Mädchen eigentlich in die Institution bringen soll, versucht sie so gut es geht zu beschützen und wird dabei eine Art Ersatzvater für Amy.

Die Premiere verfolgten am 14. Januar 5,23 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei sehr guten sechs Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als der Lead-In «The Resident» um 20 Uhr. Im Schnitt schauten sich die zehn Episoden 3,72 Millionen Thriller-Fans an, der Marktanteil in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen lag bei vier Prozent. Auch die Werte beim nachträglichen Schauen konnten überzeugen. Die Reichweite hier lag im Durchschnitt nur knapp unter drei Millionen bei 2,93 Millionen registrierten Zuschauern. Die drei Episoden aus dem März sind dabei aber noch nicht mit eingerechnet. Ob es mit der Serie im kommenden Jahr weitergeht, ist bislang noch nicht bekannt. Aber die Werte der Serie dürften FOX eigentlich gefallen und so darf man durchaus von einer Fortsetzung ausgehen.

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