Primetime-Check

Dienstag, 27. März 2018

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So müde der Kick gegen Brasilien auch gewesen sein mag, ihn sahen doch immerhin noch über zwölf Millionen Menschen. Für die meisten anderen Sender bedeutete das: Gürtel enger schnallen und nehmen, was zu kriegen war.

Tagesmarktanteile der großen Acht

  • ab 3: 57,8%
  • 14-49: 62,4%
Als fußballerischer Gourmet dürfte man wohl kaum ins Schwärmen gekommen sein ob der müden 0:1-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Brasilien, doch die ZDF-Liveübertragung aus Berlin begeisterte ab 20:50 Uhr nichtsdestotrotz wieder einmal spektakuläre 12,08 Millionen Menschen, was letztlich mit einem grandiosen Marktanteil von 38,0 Prozent einherging. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden kaum minder großartige 34,4 Prozent bei 3,61 Millionen verzeichnet, selbstredend langte es damit für den Mainzer Sender zum klaren Tagessieg gegen ein kaum konkurrenzfähiges Heer an Mitbewerbern. Die Moderation des Spiels wurde ab 20:15 Uhr ferner bereits von 7,79 Millionen Menschen verfolgt, auch das langte bereits für tolle 27,2 und 25,1 Prozent.

Und auch Rang zwei war am Dienstag klar vergeben: Das Erste setzte die Ausstrahlung seiner Erfolgsserien «Um Himmels Willen»  und «In aller Freundschaft»  nahtlos fort und bekam dafür immerhin den Zuspruch von 4,61 bzw. 4,33 Millionen Menschen. Die Folge waren für die Verhältnisse beider Serien ziemlich dürftige, gemessen an der Markt-Situation aber beeindruckende 14,2 sowie 12,7 Prozent. Selbst beim jungen Publikum lief es mit 6,1 und 6,8 Prozent bei maximal 0,75 Millionen noch einigermaßen rund - und das ganz ohne Leder.

Beim jungen Publikum gab es indes noch genau einen Sender, der zumindest temporär für zweistellige Werte gut war: RTL mit seinem Rerun-Quadrupel von «Doctor's Diary» , wobei Folge zwei mit 9,0 Prozent am schwächsten, Folge vier hintenraus mit 14,2 Prozent am spektakulärsten und die Episoden eins und drei mit 10,6 und 10,7 Prozent am mittelmäßigsten performten. Insgesamt schwankten die Reichweiten zwischen 1,43 und 1,57 Millionen, was im Normalfall miesen 4,4 bis 5,5 Prozent entsprach - erst hintenraus ging es dann auf respektable 9,1 Prozent bergauf. Gar keine Chance hatte dagegen Sat.1 mit der TV-Romanze «Dating Alarm» , die mit 1,05 Millionen nur soeben überhaupt die Millionenmarke knackte und entsprechend desolate 3,2 Prozent aller bzw 5,0 Prozent des werberelevanten Publikums erreichte.

Für eher homöopathisch dosierte Marktanteile stand allerdings auch ProSieben, das zunächst zwei alte «Die Simpsons»-Folgen sowie im Anschluss «The Orville»  ausstrahlte und damit immerhin noch zwischen 6,4 und 7,3 Prozent der 14- bis 49-Jährigen einfuhr. Beim Gesamtpublikum war letztgenannte Serie mit 1,14 Millionen sowie 3,4 Prozent klar stärker unterwegs als die gelbe Familie, die nicht über 0,91 Millionen und 2,9 Prozent hinaus kam. Ganz okay performte VOX mit einer alten «Hot oder Schrott»-Ausgabe, die sich immerhin 4,0 Prozent aller sowie 6,5 Prozent der umworbenen Konsumenten sicherte - bei einer durchschnittlichen Reichweite von immerhin 1,29 Millionen.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht waren hingegen die Performances von RTL II und kabel eins, die sich beide mit Reportage-Formaten versuchten: Hüben liefen noch einmal die beiden Folgen von «Reeperbahn privat!» , drüben ging Peter Giesel in «Achtung Abzocke» erneut der Frage nach der Ehrlichkeit deutscher Handwerker nach. Und während die Reeperbahn-Impressionen bei 1,07 bzw. 0,97 Millionen starke 3,3 und 4,0 Prozent aller respektive 6,2 und 5,8 Prozent der werberelevanten Zuschauer einheimste, musste sich der Kontrahent mit reichlich dürftigen 1,7 und 2,5 Prozent bei gerade einmal 0,56 Millionen Interessenten begnügen. Das war selbst an einem Fußball-Abend etwas arg wenig.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/99962
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