Quotencheck

«Ich bin ein Star – Holt mich hier raus»

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Jenny Frankhauser ist Dschungelkönigin 2018 geworden. Aber waren sie und ihre Kollegen auch in diesem Jahr Quotenkönige?

Wir sind absolut zufrieden mit den Quoten. Einen Marktanteil von über 30 Prozent in der Zielgruppe (14 bis 59 Jahre) erreicht in Deutschland keine andere Show Die Zuschauerreichweiten liegen zwar unter dem Vorjahr, das ist aber ein allgemeiner Trend und betrifft nicht nur die Dschungelshow.
Markus Küttner, RTL, gegenüber Quotenmeter.de zu den Dschungel-Quoten
Es ist die inzwischen zwölfte Staffel – und eigentlich ist die allabendlich aus Australien kommende Reality-Show «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» inzwischen Kult im Januar. Doch in diesem Jahr, so sagen es zumindest die vorläufig vorliegenden Quoten der AGF, war einigen Fans die Lust vergangen. Das Promi-Gespann rund um «Bachelor»-Kandidatin Kattia Vides, Daniele Negroni, Natascha Ochsenknecht und Tina York begeisterte deutlich weniger Menschen als im Vorjahr. Das machte sich schon direkt beim Auftakt am 19. Januar bemerkbar. 6,49 Millionen Menschen schalteten die fast drei Stunden lange Live-Sendung ein – für RTL sprang ein immer noch unfassbar guter Marktanteil in Höhe von 39,1 Prozent heraus. Ein noch unfassbarer Wert, den kaum eine andere Show generiert.

Nichts desto trotz fiel schon damals die um etwa eine Million geringere Reichweite gegenüber dem 2017er Opening auf. Das sollte sich fortsetzen. Die zweite Folge kam auf knapp 6,3 Millionen Zuschauer statt rund 7,3 Millionen ein Jahr zuvor. Der erste Sonntag erreichte noch 5,20 Millionen Zuschauer, nachdem 2017 6,29 Millionen die dritte Folge der damaligen Staffel sahen. Während die Gesamtreichweiten deutlich nachgaben, veränderte sich der Marktanteil in der Zielgruppe nicht ganz so deutlich. Die dritte Folge etwa fiel 2018 auf 32,4 Prozent (2017: rund 38%)

In die erste Arbeitswoche ging es wieder mit den gewohnt längeren Episoden. Montags und dienstags blieb man, wie im Jahr zuvor erstmals, an beiden Tagen bis kurz nach Mitternacht On Air. Auch das drückte natürlich die Zuschauerzahlen. 5,14 und 4,98 Millionen Menschen sahen zu – zugleich waren das die schwächsten Reichweiten dieses Jahrzehnts. Erst der Mittwoch, als nach 70 Minuten Sendezeit gegen 23.25 Uhr der Abspann über die Bildschirme flimmerte, gingen die Werte wieder deutlich nach oben. Die von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich präsentierte Sendung kam auf 5,91 Millionen Fans und somit den drittbesten Wert der Staffel. Mit 25,6 Prozent insgesamt und 38,7 Prozent war alles in Butter. Ein Jahr zuvor holte man am ersten Mittwoch der Staffel übrigens 6,6 Millionen Zuschauer – also 0,7 Millionen mehr – die Quote lag bei 44 Prozent.

Dschungel goes XXL

  • 2012: 19 Stunden 46 Minuten
  • 2013: 19 Stunden 48 Minuten
  • 2014: 20 Stunden 30 Minuten
  • 2015: 18 Stunden 31 Minuten
  • 2016: 19 Stunden 34 Minuten
  • 2017: 21 Stunden 06 Minuten
  • 2018: 21 Stunden 55 Minuten
Netto-Sendezeit einer ganzen Staffel (jeweils 16 Folgen)
Werte über 40 Prozent – auch hier nochmal gesagt: keine andere Show im deutschen Fernsehen erreicht das – kamen 2018 erst wieder am Donnerstag, 25. Januar, zu Stande. Mit 41,8 Prozent Marktanteil lief es für das Format aus Australien ganz fantastisch. 5,36 Millionen Menschen sahen die an diesem Tag eineinhalbstündige Folge.

Die Halbzeit-Show am 26. Januar lief dann wieder fast zwei Stunden lang – aber Deutschland musste am Morgen danach nicht flächendeckend früh aufstehen. Entsprechend stiegen die Reichweiten am Freitag- und Samstagabend deutlich an; auf 5,60 und 5,90 Millionen Zuschauer. 37,9 und 39,3 Prozent Marktanteil wurden durchschnittlich ermittelt. Dafür folgte der Dämpfer wieder am Sonntagabend. Zwar fiel die Reichweite der rund 75 Minuten langen Ausgabe diesmal nicht unter die Fünf-Millionen-Marke, mit noch 33,9 Prozent bei den Umworbenen und gesamt 5,33 Millionen Fans vor den einheimischen Bildschirmen war man ein gutes Stück von den Ergebnissen des Vortags entfernt.

RTL zeigte öffentlich Zufriedenheit, verlängerte die Ausgabe des zweiten Montags um eine halbe Stunde und sendete wieder bis nach Mitternacht. 5,08 Millionen Zuschauer waren die Folge. Die zweite Dienstags-Ausgabe (mit der zweiten Essensprüfung der Staffel) erreichte im gleichen Zeitraum dann sogar nur noch 4,82 Millionen Zuschauer – Tiefstwert der Staffel. 36,9 Prozent Marktanteil wurden im Schnitt ermittelt. Auch hier wieder der Blick auf das Vorjahr: 2017 kam der zweite Dienstag auf deutlich bessere 43 Prozent Marktanteil und gesamt auf eine Reichweite in Höhe von 6,12 Millionen. Nicht viel anders sah es am Mittwoch und Donnerstag der vergangenen Woche aus, als man mit 5,21 und 5,34 Millionen Zuschauern wieder steigende Reichweiten bei kürzerer Sendedauer (bis 23.25 und 23.40 Uhr) verbuchte. Am Donnerstag kratzte die Australien-Show mit 39,2 Prozent sogar wieder an der Marke von 40 Prozent bei den klassisch Umworbenen. Davon war man letztlich bei der rund 75 Minuten langen vorletzten Sendung ein weites Stück entfernt. Die Live-Sendung aus Australien fiel am Samstag nach «DSDS» auf nur noch gut 30 Prozent – die Gesamtreichweite lag bei 5,23 Millionen.

Immerhin: Im Finale, in dem Jenny Frankhauser zur neuen Dschungel-Königin erwählt wurde, stiegen die Werte wieder. Auch hier: Die Show hatte deutlich mehr Sendezeit als ganz früher. Exakt wie im Vorjahr, verabschiedeten sich Sonja und Daniel um 0.35 Uhr. Mit 6,72 Millionen Zuschauern wurde eine Staffel-Bestmarke gemessen, bei den 14- bis 49-Jährigen kam die finale Ausgabe auf tolle 44,2 Prozent Marktanteil. Entsprechend zögerte RTL nicht lange und verkündete noch am Wochenende selbst, dass eine weitere Staffel in einem Jahr schon abgemachte Sache ist.

Die Bilanz: Mit im Schnitt 38,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen war der Dschungel auch in diesem Jahr ein absoluter Renner. Gegenüber 2017 gab er in der Zielgruppe rund drei Prozentpunkte ab.3,04 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren, die die rund zwei Wochen im Schnitt zusahen, stehen über 3,6 Millionen aus dem Vorjahr gegenüber. Insgesamt verabschiedete sich das Format von knapp einer Million Fans: Aus 6,6 Millionen wurden 5,62 Millionen.

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