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Happy Birthday, ein Sportsender wird 25

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Das 25. Lebensjahr war kein einfaches für Sport1. Umso größer ist aber nun die Freude, zum Jubiläum doch einer gesicherten Zukunft entgegen blicken zu können. Ein Ausblick auf das Sport1-Jahr 2018 und natürlich ein Rückblick auf Zeiten, in denen Sport noch im DSF lief.

Heute leben sie beide ganz gemütlich nebeneinander; die Sender Tele5 und Sport1. Damals in den frühen 90ern aber löste das Deutsche Sport Fernsehen den Sender Tele5 auf dessen Frequenzen ab. Damals, das war auf den Tag genau vor 25 Jahren. Das DSF war zwar offiziell ein reines Sportspartenprogramm, zeigte aber von Beginn an auch viele Sendungen, die mit Sport nichts zu tun haben. Schon in den 90ern wurde das Programm auch mit Ratespielen und Erotik gefüllt. Während sich der Sender später hauptsächlich auf Fußball fokussierte, gab es zu Beginn noch eine Talkshow zu einem ganz breiten Themenspektrum. Man könnte sagen, dass jenes «Offensiv» ein bisschen der Vorgänger des bekanntesten Fußball-Talks unseres Landes ist.



Der «Doppelpass» entstand in der Tat schon recht kurz nach der Etablierung des Senders. Sein Debüt feierte die sonntägliche Plauderrunde am 3. September 1995 – damals noch mit Rudi Brückner als Moderator. Die Studio-Gäste der ersten Sendung sind Wolfgang Golz (SPORT BILD), Rainer Holzschuh (kicker), Wilfried Wittke (Westfälische Nachrichten) – und als Experte Udo Lattek. Er hatte bis 2003 die Gesprächsleitung inne, wurde von Jörg Wontorra abgelöst, der hingegen 2015 an Thomas Helmer übergab. Die Runde aus dem Hilton Hotel am Münchner Flughafen erreicht auch in dieser Saison sonntäglich rund eine Million Fußballfans und ist somit weiterhin der Hit des Senders schlecht hin. Inzwischen läuft der «Doppelpass» aber nicht mehr beim DSF, sondern bei Sport1. Im Frühjahr 2010 wurde der Sender umbenannt und somit an den Namen der etablierten Internet-Sportnews-Marke sport1.de angepasst. Inzwischen betreibt der Sender neben dem Hauptprogramm auch Pay-Ableger wie Sport1+ oder Sport1US, ein inzwischen eher vor sich hindümpelndes Radioprogramm namens Sport1FM und mehrere Apps.

2017 war wegen interner Querelen kein einfaches Jahr für die Redaktion. Die alte Führungscrew hatte nicht nur wichtige Fußballrechte verloren, sondern setzte auch vermehrt auf Kooperationen. In Sachen Basketball und Eishockey ist Sport1 Abspielstation für Telekom Sport – mit begrenzten Mitspracherecht. Kommenden Sommer wird man mit der Europa League ein weiteres, großes Fußballrecht verlieren. Dafür hat man sich mit einem umfangreichen Boxsport-Paket vom Team Sauerland verstärkt. Genau die Europa League übrigens war es, die Sport1 einst zu seiner größten Sternstunde verhalf. Mit den beiden Viertelfinalspielen in der UEFA Europa League zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool – Jürgen Klopps Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte – stellte Sport1 gleich zwei Mal neue Reichweiten-Bestwerte auf. Das Hinspiel in Dortmund sahen am 7. April 2016 durchschnittlich 5,8 Millionen Fans, das dramatische Last-Minute-Aus der Schwarz-Gelben eine Woche darauf verfolgten sogar 6,3 Millionen Zuschauer. Der vorherige Rekord hatte bei 4,9 Millionen Zuschauern gelegen – aufgestellt ebenfalls mit einem UEFA Cup-Auftritt der Dortmunder, 1993 im Halbfinale gegen AJ Auxerre.

Das neue Jahr wird für Sport1 also zunächst einmal wohl ruhiger als 2017. Herausforderungen stehen aber dennoch an. Durch den Wegfall der Europa League wird es nicht einfach werden, den inzwischen auf 0,8 Prozent gesunkenen Marktanteil zu stablisieren. Heiße Eisen im Feuer sind neben der Darts-WM, die ja fast schon wieder zu Ende ist, DEL-Eishockey und BBL-Basketball sonst sicher auch die wieder im Mai stattfindende Eishockey-WM, bei der der Kanal langjähriger Partner ist.

Zunächst aber soll gefeiert werden – in einer besonderen «Doppelpass»-Folge, die eine Woche vor dem Rückrundenstart der Bundesliga geplant ist. Am 7. Januar wird zur gewohnten Zeit auf die unterhaltsamsten Geschichten, größten Triumphe und vieles mehr zurückgeblickt. Und geht es nach dem Willen der Sport1-PR-Abteilung, dann startet da auch der Hashtag #mittendrin25 voll durch. Denn wie heißt es nun seit genau 25 Jahren so schön? Mittendrin, statt nur dabei.

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