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RTL zeigt 'kontroversen' «Die Eiskönigin»-Kurzfilm

von   |  3 Kommentare

Vor allem in Amerika sorgt «Olaf taut auf» für laute Diskussionen – doch auch in Deutschland spaltet der «Die Eiskönigin»-Kurzfilm die Gemüter. RTL zeigt die taufrische Disney-Produktion bereits kurz vor Weihnachten.

Wer hätte schon damit gerechnet, dass ein 22-minütiger Kurzfilm über «Die Eiskönigin»-Sidekick Olaf für hitzige Diskussionen sorgen könnte? Doch genau so ist es gekommen. Und sämtliche Kinomuffel, die sich einen Eindruck von dem so umstrittenen Animationsfilm verschaffen möchten, haben kurz vor Weihnachten die Gelegenheit dazu: RTL wird «Die Eiskönigin: Olaf taut auf» am Samstag, den 23. Dezember 2017, ab 22.05 Uhr als deutsche Free-TV-Premiere ausstrahlen. Am selben Abend zeigt RTL zur besten Sendezeit den Disney-Kassenschlager «Die Eiskönigin – Völlig unverfroren», der dem Sender vergangenes Jahr am zweiten Weihnachtstag sensationelle Zahlen beschert hat.

Disney entschied sich, den Kurzfilm «Olaf taut auf» weltweit im Doppel mit der neuen Pixar-Produktion «Coco»  auf die große Leinwand zu bringen, doch zahlreiche Kinobesucherinnen und Kinobesucher zeigten sich alles andere als erfreut darüber. In Mexiko, wo Pixars «Coco» nicht nur von der Kritik gefeiert wurde, sondern bereits nach wenigen Wochen zum erfolgreichsten Film der bisherigen Kinogeschichte aufgestiegen ist, wurde der «Die Eiskönigin» weitererzählende Kurzfilm aufgrund großer Publikumsproteste nach kurzer Zeit aus dem «Coco»-Vorprogramm entfernt.

Auch in den USA waren die negativen Reaktionen auf «Olaf taut auf» so lautstark, dass Disney ihn nach etwas mehr als zwei Wochen im Einsatz für sämtliche «Coco»-Aufführungen sperren ließ. In Deutschland wird der Kurzfilm zwar ebenfalls kontrovers aufgenommen, aber nicht mit der Intensität, die auf der anderen Seite des großen Teichs vorherrscht. Daher steht aktuell nicht zu erwarten, dass Disney Deutschland es seinen mexikanischen und US-amerikanischen Schwestervertrieben gleichtut. Auf Quotemeter.de-Anfrage hieß es, dass derzeit nicht geplant ist, den «Die Eiskönigin»-Kurzfilm bald bundesweit aus dem «Coco»-Vorprogramm zu entfernen. Einige deutsche Kinos zeigen jedoch besonders gekennzeichnete Vorführungen ohne den Vorfilm.

Neben der bloßen Laufzeit von «Olaf taut auf», die viele an «Coco»  interessierte Kinogängerinnen und Kinogänger kritisieren, wird teils auch die erzählerische Qualität des ursprünglich als Weihnachtssondersendung für Disneys US-Sender ABC geplanten Kurzfilms bemängelt. Eine laute Minderheit der negativen Stimmen unterstellt dem Kurzfilm darüber hinaus, unbewusst eine der Aussagen von «Coco» zu negieren – während der Pixar-Hit würdevoll alte mexikanische Traditionen ehrt, handelt «Olaf taut auf» davon, dass Olaf von Tür zu Tür geht und fremde Traditionen sammelt, die er kopieren möchte. Dies drücke aus, man bräuchte keine natürlich gewachsene Traditionen und könnte genauso gut einfach fremde Ideen kopieren. Wieder andere Filmfans schütteln über die ganze Kontroverse den Kopf und sehen in «Olaf taut auf» schlicht ein humoriges, kurzes Weihnachtsabenteuer, das den ganzen Tumult nicht verdient hat.

Meine Meinung zu «Die Eiskönigin: Olaf taut auf»:
Der Film ist zu lang, sonst ist er in Ordnung.
7,4%
Die Länge ist okay, aber der Inhalt ist mies.
1,9%
Ich habe ihn noch nicht gesehen ...
48,5%
Einfach alles an ihm ist fehlgeleitet!
2,1%
Alles super, ich verstehe den Trubel nicht!
40,1%


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Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
Blue7
08.12.2017 10:50 Uhr 1
>>>Einige deutsche Kinos zeigen jedoch besonders gekennzeichnete Vorführungen ohne den Vorfilm.

Geil jetzt werden Bonus-Inhalte schon gesondert ausgewiesen :D
Burpie
08.12.2017 16:49 Uhr 2
Ist hier auch so. Die Nachmittagsvorstellung war mit Olaf, die danach ohne. Wir fanden den Olaf mies. Viel zu viel Gesinge, keine Weihnachtsstimmung und einfach nur Müll...
Nr27
08.12.2017 19:04 Uhr 3
Keine Weihnachtsstimmung, ernsthaft? Ich empfand's genau gegenteilig, ein richtig schöner, stimmungsvoller (langer) Kurzfilm. Gefiel mir ehrlich gesagt besser als der Hauptfilm (der aber auch gut war).

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