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Das sind die Pläne für die Drittsendeplätze von RTL

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Nach aktuellem Stand geht «Spiegel TV» auf neuem Sendeplatz weiter. Verlierer der großen Ausschreibung wäre AZ Media, das aktuell am Montagabend für «30 Minuten Deutschland» zuständig ist.

Die Niedersächische Landesmedienanstalt (NLM) hat eine Vorauswahl für die neuen Drittsendeplätze von RTL getroffen. Mitte 2018 werden die Lizenzen frei; und es wird zu deutlichen Änderungen kommen. Die markanteste war schon bekannt: Am späteren Mittwochabend wird es keinen Slot mehr für Drittlizenzen geben - RTL hatte aber schon angekündigt, das Magazin «stern TV» dennoch als Eigenproduktion fortzuführen. Auch der Slot am späten Sonntagabend - nach dem Spielfilm - fällt auf Wunsch von RTL weg. Hier möchten die Kölner künftig Spielfilme im Doppelpack senden.

«Spiegel TV» wird dennoch im Programm bleiben. DIe NLM wird vorschlagen, das Magazin auf den Montagabend um 23.25 Uhr zu verlegen. Somit stünde den Machern aber weniger Sendezeit zur Verfügung - anstatt einer Stunde noch rund 30 Minuten. Im weiteren Verlauf des späten Montags kommt es zu weiteren Änderungen. Den nächtlichen Slot um 0.30 Uhr in der Nacht auf Dienstag könnte das Unternehmen solis TV erhalten, den Sendeplatz nach ein Uhr das Berliner Unternehmen Arriba Media TV. Damit ist auch klar: AZ Media TV, bisher Lieferant von «30 Minuten Deutschland» am späten Montagabend, geht wohl komplett leer aus.

Richtig spannend wird es am Samstagvorabend - hier werden ab Sommer 2018 sowohl Sat.1 («Grenzenlos») als auch RTL Drittsendelizenz-Formate zeigen. Für Privatsender ist dieser Slot jüngst nicht so attraktiv gewesen, da er in direkter Konkurrenz zur Bundesliga-«Sportschau» läuft. Für RTL wird hier sagamedia ein Format liefern. Sagamedia macht für RTL II Formate wie «Teenie-Mütter» oder «Babys!», für RTL aber auch die ebenfalls als Drittsendelizenz laufenden «Fakten-Checker» am Samstagvormittag. Die sollen auch weitergehen.

In diesem Zuge bekommt auch «Explosiv weekend», das bisher samstags um 19.05 Uhr lief, einen neuen Ausstrahlungstermin. Ab kommenden Sommer möchte RTL am Sonntagnachmittag eine neue Magazin-Strecke etablieren. Die Wochenendausgabe von «Explosiv» gäbe es dann sonntags ab 16.45 Uhr, «Exklusiv Weekend» würde sich um 17.45 Uhr anschließen, ehe um 18.45 Uhr «RTL Aktuell» zu sehen ist. Alle Drittsendelizenzen werden bis Mitte 2023, also für fünf Jahre vergeben. RTL ist zur Ausstrahlung verpflichtet, weil die Mediengruppe RTL Deutschland insgesamt mehr als 20 Prozent Marktanteil erreicht. Dann muss der größte Sender Flächen (in diesem Fall wöchentlich 180 Minuten) für unabhängige Anbieter freiräumen.

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