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Doppeltes Mittelmaß: Martin Schulz euphorisiert kaum

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Das ZDF versuchte sich mit «Klartext» im Talk, Das Erste beschwor noch einmal «Das Duell» mit Angela Merkel herauf - doch das Publikum hatte nur bedingt Lust auf politische Meinungsbildung.

Die Bundestagswahl rückt unaufhaltsam näher und zumindest, wer zu abendlicher Stunde eines der beiden öffentlich-rechtlichen Hauptprogramme konsultiert, kann der politischen Berichterstattung kaum entfliehen. Am Dienstag etwa versuchte sich das Zweite Deutsche Fernsehen zur besten Sendezeit mit «Klartext, Herr Schulz!», in dem der SPD-Kanzlerkandidat die Fragen von gut 150 im Studio geladenen Gästen beantworten musste. Angesichts von 3,44 Millionen Zuschauern und 11,6 Prozent Marktanteil lag das Format beim Gesamtpublikum leicht unterhalb des Senderschnitts, bei den 14- bis 49-Jährigen sah es dagegen mit 0,74 Millionen und 7,6 Prozent recht zufriedenstellend aus. Erst am Abend zuvor hatte Das Erste mit der «Wahlarena»  ein sehr ähnliches Format ausgestrahlt, in dem Bürger Angela Merkel ausfragen konnten - und etwas stärkere Werte erzielt.

Bedingt überzeugend lief aber auch um 22:50 Uhr eine Dokumentation namens «Das Duell - Merkel gegen Schulz»  im Ersten, für die Journalist Stephan Lamby beide Spitzenkandidaten monatelang begleitet hatte. Das kam bei 1,53 Millionen Menschen an, die damit verbundenen Marktanteile betrugen mäßige 10,5 Prozent des Gesamtpublikums sowie gute 7,5 Prozent der Jüngeren. Übrigens: Parallel hierzu setzte auch das ZDF auf Doku und zeigte die zweite neue Folge von «Make Love» , die mit nur 8,8 und 5,5 Prozent bei 1,36 Millionen allerdings nicht zu überzeugen wusste.

Allmählich einmal Neues hätte das deutsche Publikum offensichtlich auch gerne zur Dienstags-Primetime, wo Das Erste schon seit Wochen Reruns seiner Familienserie «Um Himmels Willen»  ausstrahlt. Mit 3,76 Millionen und 12,9 Prozent lief eine weitere Folge aus der 2015 produzierten 14. Staffel zwar alles andere als schlecht, aber mit neuen Einsätzen kann die Serie eigentlich viel mehr. Im Anschluss steigerte sich eine neue Ausgabe von «In aller Freundschaft»  dann auch erheblich auf tolle 4,78 Millionen und 15,9 Millionen, beim jungen Publikum ging es von schwachen 4,7 Prozent auf solide 6,6 Prozent hinauf.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/95774
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