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ARD und ZDF: Umfangreiche Programmänderungen nach Kohl-Tod

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Die öffentlich-rechtlichen Sender werden ihr Primetime-Programm am Freitagabend großflächig umbauen. Unter anderem entfallen zwei Krimis.

Deutschland spricht am Freitagabend über den Tod von Alt-Kanzler Helmut Kohl, der am Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben ist. Das Erste und das ZDF hatten schon um 18 Uhr kurze Sondersendungen ins Programm genommen und werden auch abends zahlreiche Specials zeigen. So verlängerte das ZDF «heute»  bis 19.30 Uhr, bis 20.15 Uhr läuft ein «ZDF Spezial» . Anstelle von «Die Chefin» , die die ZDF-Primetime hätte eröffnen sollen, läuft die einstündige Dokumentation «Helmut Kohl, Kanzler der Einheit».

«SOKO Leipzig»  bleibt wie geplant um 21.15 Uhr im Programm. Verlängert wird das um 22 Uhr startende «heute-Journal» , allerdings nur um fünf Minuten. Um 22.35 Uhr kommt anstelle von «Sketch History»  und später anstatt des «Literarischen Quartetts» die Sendung «Der Mann aus der Pfalz».

Das Erste wird seine 20-Uhr-«Tagesschau»  ausführlich dem Leben von Kohl widmen und um 20.15 Uhr ein Special mit dem Namen «Zum Tod von Helmut Kohl» mit Tina Hassel zeigen. Um 21 Uhr schließt sich die Doku «Helmut Kohl - Ein europäischer Patriot»  an. Erst um 21.45 Uhr kommt der eigentlich für 20.15 Uhr geplante Spielfilm «Die Konfirmation» . Der Krimi, der ab 22 Uhr geplant war, entfällt ganz.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Helmut Kohl ist schon zu Lebzeiten als der Kanzler der Wiedervereinigung in die Geschichtsbücher eingegangen. Aber nicht nur für Deutschland war seine 16-jährige Kanzlerschaft von enormer Bedeutung. Als unermüdlicher Kämpfer für das europäische Einigungswerk hat er die entscheidenden Weichen für eine moderne, europäische Union gestellt und Deutschland den Weg in eine europäische Zukunft geöffnet. Mit Helmut Kohl ist ein großer Staatsmann des 20. Jahrhunderts gestorben."

Die ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille erklärte am Freitagabend: "Helmut Kohl wird als Kanzler der deutschen Einheit und als großer Europäer nachhaltig in Erinnerung bleiben. Er hat die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks immer befördert und seine Grundlagen und Prinzipien auch auf europäischer Ebene bewahrt. Die ARD trauert um einen stets streitbaren Partner."

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