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Interview

Chris Tall: 'Manchmal muss ich mich immer noch kneifen'

von   |  8 Kommentare

Quotenmeter.de sprach mit Comedian und Schauspieler Chris Tall über seine neue RTL-Samstagsshow «Wollen wir wetten?!», seine Beziehung zu Bülent Ceylan und seine Pläne mit Constantin.

Chris Tall, es ist nicht lange her, da bespaßten Sie noch in «NightWash» oder dem «Quatsch Comedy Club» in kürzeren Auftritten Ihr Publikum. In «Wollen wir wetten?! Bülent gegen Chris» bestreiten Sie nun Ihre erste eigene Samstagabendshow zur besten Sendezeit auf RTL. Wie erlebten Sie persönlich die vergangenen Jahre, in denen Sie rasant an Bekanntheit gewannen?

Zur Person:

Chris Tall wurde am 14. Mai 1991 in Hamburg geboren. Seit 2011 ist er als Stand-up-Comedian aktiv und erlangte dabei im Zuge von Auftritten in «NightWash», dem «Quatsch Comedy Club» oder «TV total» Bekanntheit. Sein erstes Soloprogramm trug den Namen "Versetzung gefährdet", 2015 folgte sein Buch "Selfie von Mutti! Wenn Eltern cool sein wollen". Mit dem gleichnamigen Bühnenprogramm befindet er sich seit 2016 auf Tour. 2013 wurde er unter anderem mit dem RTL Comedy Grand Prix ausgezeichnet, 2016 mit dem Deutschen Comedypreis als "bester Newcomer". Seinen ersten Filmauftritt hatte Chris Tall in «Abschussfahrt» (2015), es folgten Produktionen wie «Smaragdgrün» und «Männertag» (beide 2016).
Also ich spiele ja immer noch im Quatsch Comedy Club und bei Nightwash, das wird auch hoffentlich nie aufhören! Im August darf ich z.B. Nightwash in Düsseldorf moderieren und Anfang 2018 spiele ich eine Preview meines neuen Programms im QCC Berlin. Aber ich gebe zu, dass die letzten Jahre ganz schön irre waren. Manchmal muss ich mich immer noch kneifen, ob das alles wirklich passiert. Auf den kommenden Samstag freue ich mich mega, bin aber auch echt nervös. Eine so lange Show zur Primetime und dann noch live...da habe ich großen Respekt vor. Gut, dass Bülent an meiner Seite ist, der ist ja bereits ein TV-Schlachtross!

Haben Sie eine Erklärung für Ihren Aufstieg, aus der andere aufstrebende Comedians ihre Schlüsse ziehen können? Neben Ihrer Fernsehpräsenz kreierten Sie beispielsweise auch mit einigen Ihrer Stand-Up-Auftritte virale Hits. Was braucht es denn heutzutage, um als Comedian so richtig durchzustarten?
Ich glaube, es gibt kein planbares Erfolgsrezept, außer auftreten, auftreten, aufreten. Dadurch wird man auf der Bühne freier und natürlich besser, schärft sein Timing und seine Texte. Bei mir kam natürlich noch eine gehörige Portion Glück dazu, dass ich den scheinbar richtigen Standup zur richtigen Zeit in der richtigen Show gespielt habe. Mein Ansinnen war es, das Publikum bestmöglich zu unterhalten. Dass #darferdas? zu solch einem viralen Hit wurde, damit konnte niemand rechnen.

Es kommen keine hübschen Schauspielerinnnen in tollen Kleidern auf die Couch, der Zuschauer kriegt zwei verrückte Standupper in schlabbrigen Sportklamotten...
Chris Tall über «Wollen wir wetten?!»
Mit «Wollen wir wetten?!» versuchen Bülent Ceylan und Sie, Wetten im deutschen Fernsehen wieder großzumachen. Wie viel «Wetten, dass…?» steckt in Ihrer neuen Show?
Natürlich ist der Wett-Charakter der Show nicht neu und auch wir suchen und finden „normale“ Menschen, die einfach Großartiges können und leisten. Der Unterschied besteht darin, dass Bülent und ich uns mit unseren Teams gemein machen, sie anfeuern und uns auch gegenseitig batteln. Also es kommen keine hübschen Schauspielerinnnen in tollen Kleidern auf die Couch, der Zuschauer kriegt zwei verrückte Standupper in schlabbrigen Sportklamotten...obwohl, bei mir schlabbert nix (lacht).

Sonja Zietlow moderiert, Bülent Ceylan und Sie führen je ein Team aus Wett-Kandidaten an, die pro Sendung in fünf Wett-Kategorien gegeneinander antreten. Wie genau werden Herr Ceylan und Sie in Erscheinung treten und Ihren Humor einbringen?
Keine Ahnung! Die Sendung ist live, ich weiß selbst noch nicht, was genau passiert. Und auch die Duelle die wir gegeneinander spielen, kennen wir nicht. Da Bülent und ich es aber lieben, Quatsch zu machen, wird das sicherlich 'ne Gaudi!

Ich war so schlecht und hatte dazu einen hochroten Kopf. Mein bester Kumpel ist sogar rausgegangen, weil er sich so für mich geschämt hat.
Chris Tall über seine erste Begegnung mit Bülent Ceylan bei einem Auftritt
Seit Anfang dieses Jahres sind Sie bereits für «Die Bülent Ceylan Show» in Einspielern als Reporter im Einsatz, nun treten Sie in «Wollen wir wetten?!» im wortwörtlichen Wettstreit gegeneinander an. Wann haben Sie und Herr Ceylan sich kennengelernt und wie würden Sie Ihr Verhältnis zueinander beschreiben?
Ich war mal bei einer Comedyshow in Köln auf einer offenen Bühne. Da waren sehr wenig Leute, aber Bülent Ceylan war zu Gast. Ich kannte ihn zu der Zeit noch nicht persönlich und er war für mich voll der Megastar und ich entsprechend nervös. Da bin ich einfach komplett abgestürzt, die Leute haben nicht gelacht. Ich war so schlecht und hatte dazu einen hochroten Kopf. Mein bester Kumpel ist sogar rausgegangen, weil er sich so für mich geschämt hat. Das war einfach ein sehr, sehr peinliches Erlebnis und unsere erste Begegnung. Heute bin ich mit Bülent befreundet. Und eins ist klar: er hat den Abend auf jeden Fall besser überstanden als ich, haha!

Warum sind Sie und Herr Ceylan die perfekten Widersacher für ein Format wie «Wollen wir wetten?!»?
Wir mögen uns sehr, nehmen aber auch den Wettkampf ernst. Also jeder will schon gewinnen mit seinem Team! Somit entsteht eine Mischung aus viel Spaß und Ernsthaftigkeit, die hoffentlich sehr gut zusammenpasst.

Die CENT hat mir schon sehr früh das Gefühl gegeben, dass sie an mich und meine Komik glaubt. Da entstand schon über die Jahre ein Team, das sich vertraut und kreativ miteinander arbeitet.
Chris Tall über seine Zusammenarbeit mit Constantin
«Wollen wir wetten?!» ist eine Constantin Entertainment-Produktion. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Constantin Sie für eine dreijährige exklusive Zusammenarbeit gewinnen konnte, in deren Rahmen nicht nur TV-Formate wie Serien oder Shows, sondern auch Kinofilme entstehen sollen. Können Sie uns die Hintergründe der Zusammenarbeit schildern? Wie kam es dazu?
Die CENT hat mir schon sehr früh das Gefühl gegeben, dass sie an mich und meine Komik glaubt. Da entstand schon über die Jahre ein Team, das sich vertraut und kreativ miteinander arbeitet. Da ich aber auch das Schauspielern hoch spannend finde und unglaublich gerne mal eine tragende Rolle in einem Kinofilm besetzen möchte, war das Angebot der Zusammenarbeit einfach zu verlockend.

Gibt es bereits konkretere Pläne zu kommenden Constantin-Produktionen mit Ihnen, zu denen Sie uns etwas verraten können?
Ja, es gibt Pläne, aber die will ich erst verraten, wenn wirklich alles unter Dach und Fach ist. Sie wissen ja, wie Fernsehen ist (grinst).

Das schöne auf der Bühne ist, dass ich dort mein eigener Chef bin und alles machen kann, was ich möchte. Da redet mir keiner in die Inhalte ein, da sagt keiner, wie ich mit meinem Publikum interagiere
Chris Tall
Wie bei so vielen Comedians fingen Sie mit Stand-Up an, zuletzt tourten Sie mit Ihrem Programm „Selfie von Mutti!“ durch das Land. Wie viel Zeit bleibt Ihnen künftig im Rahmen Ihrer Zusammenarbeit mit Constantin noch für Stand-Up-Auftritte und womit haben Sie selbst am meisten Spaß? Mit Stand-Up, Kinofilmen, Shows?
Also die Bühne ist mein Zuhause und deswegen werde ich auf jeden Fall weitermachen mit Standup. Mein neues Solo ist für 2018 bereits in Planung, im September starten dazu die Vorverkäufe. Könnten Sie bitte ein wenig Werbemusik anmachen? (lacht) Das schöne auf der Bühne ist, dass ich dort mein eigener Chef bin und alles machen kann, was ich möchte. Da redet mir keiner in die Inhalte ein, da sagt keiner, wie ich mit meinem Publikum interagiere: das ist meine Show, das ist live und ich spüre sofort, ob es die Leute die Show mögen oder nicht – das ist einfach eine echte Geschichte. Fernsehen und Kino hingegen sind in dieser Hinsicht anders, aber eben auch eine so tolle, bunte Welt, so dass ich mich diesen Herausforderungen stellen möchte.

Bisher lassen sich die TV,- & Kino-Produktionen auch gut mit meiner Live-Tour verbinden, das muss nur gut geplant werden. Aber dafür habe ich ja mein weltbestes Agenten-Team. Beim Schauspiel muss ich mich nur erst daran gewöhnen, dass es nach der gespielten Szene keinen Applaus gibt, sondern einen Anschiss des Regisseurs! (lacht)

Vielen Dank für das Gespräch!

«Wollen wir wetten?! Bülent gegen Chris» läuft erstmals am Samstag, 17. Juni, ab 20.15 Uhr auf RTL.

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Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
Mr. Cutty
16.06.2017 01:28 Uhr 1
Der hat doch Mario Barth als großes Vorbild. Da ist dann schon alles gesagt.
Kingsdale
16.06.2017 07:31 Uhr 2
Hab sein Bühnenprogramm im Fernsehn gesehen. Der Typ ist einfach nicht lustig! Hab nach der Hälfte umgeschaltet, weil da garnix rüber kam.
kauai
16.06.2017 08:05 Uhr 3
Wer ist das denn eigentlich? Ich hab den noch nie gesehen^^
Vittel
16.06.2017 11:29 Uhr 4
Kenne ich auch nicht. Ami?
Sentinel2003
17.06.2017 11:05 Uhr 5




Geht mir genauso...ich kann bei dem einfach Null Lachen!



....neee, keen Ami, Deutscher....
Kunstbanause
17.06.2017 11:45 Uhr 6
Comedian? Schauspieler?



*tränenlachsmiley such*
SatNichtKabel
15.06.2018 20:05 Uhr 7
Kristall?
Sentinel2003
15.06.2018 21:12 Uhr 8
Der war auch letzten Sonnabend bei von der Lippe's 70igstem Geburtstags Nachfeier völlig unlustig! Kurioserweise habe aber ich immer das Gefühl, daß er echt denkt, daß die breite Masse der Deutschen voll auf seine Witze abfährt!

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