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«Familien Duell»

von   |  1 Kommentar

Während die zweite Staffel des «Familien Duells» beim Gesamtpublikum etwas zulegen konnte, verlor der Gameshow-Klassiker bei RTLplus einen beträchtlichen Teil der jungen Zuschauer.

Mit dem Revival alter Gameshows erregte RTLplus im vergangenen Jahr viel Aufmerksamkeit. Und bis heute sind die Shows einer der Unique Selling Points des noch jungen Senders, der ansonsten nur mit der Wiederholung alter Formate aus den 2000ern aufwarten kann. Noch in diesem Jahr soll mit «Der Preis ist heiß» eine weitere Gameshow wiedererweckt werden. Doch der kleine Hype um die Retro-Sendungen bei RTLplus scheint so langsam abzuebben, darauf deuten zumindest die Einschaltquoten der zweiten Staffel «Familien Duell» hin.

Der Show muss man an dieser Stelle jedoch zugutehalten, dass sie die beiden lukrativeren Slots vor der Primetime an das «Glücksrad» abtreten musste und dafür nun ab 18.35 Uhr an den Start ging. Zumindest beim Gesamtpublikum hatte diese Sendeplatz-Rotation keine negativen Auswirkungen: im März verharrte die Reichweite der Show ungefähr auf dem Niveau der ersten Staffel. Im schlechtesten Falle kamen 90.000 zusammen, im besten Falle sogar knapp 300.000. Somit stellte der 6. März für das «Familien Duell» einen goldenen Abend dar, da man mit beiden Folgen die Bestwerte des Monats verzeichnete.

Es waren auch jene beide Ausgaben, die im März als einzige die Ein-Prozent-Marke bei Jung und Alt überschreiten konnten. Beim Gesamtpublikum verbuchte das «Familien Duell» an diesem Abend jeweils 1,1 Prozent Marktanteil und lag damit knapp über dem Senderschnitt. In der werberelevanten Zielgruppe standen sogar sehr gute 1,3 und 1,2 Prozent auf dem Papier. Doch solche Werte waren schlicht die Ausnahme für den Gameshow-Klassiker mit Inka Bause. Vielmehr pendelte sie beim Gesamtpublikum im hochstelligen 0,X-Prozentbereich, fiel dafür aber niemals unter 0,5 Prozent. Den halbierten Senderschnitt verzeichnete die Show jedoch ziemlich oft, insgesamt neun Mal im März.

Besonders enttäuschend fiel dieses Mal die Entwicklung beim jungen Publikum aus. So überbot das «Familien Duell» den Senderschnitt im März ein Mal deutlich, doch das andere Extrem wog in der Gesamtbilanz deutlich schwerer. Viel zu oft stolperte die Gameshow bei RTLplus in den kaum noch messbaren Quotenbereich: gleich drei Mal standen 0,1 Prozent Marktanteil zu Buche. Beinahe während der Hälfte aller Folgen im März lockte das «Familien Duell» nicht mehr als 20.000 junge Zuschauer vor die Fernsehgeräte, bestenfalls waren es mal 90.000 14- bis 49-Jährige, die sich für die Show interessierten.

So ergibt sich am Ende ein recht paradoxes Bild für die zweite Staffel «Familien Duell». Während die Gameshow mit durchschnittlich 150.000 Zuschauern das Niveau der ersten Runde hielt, stieg der Gesamtmarktanteil im März auf 0,7 Prozent – 2016 waren es noch 0,5 Prozent. Allerdings konnte RTLplus seitdem seinen Senderschnitt beim Gesamtpublikum ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte ausbauen. Gleichzeitig ließ das Interesse der 14- bis 49-Jährigen an der Show deutlich nach: nur noch 30.000 wollten sich den Klassiker bei RTLplus nicht entgehen lassen. Die Folge: in der werberelevanten Zielgruppe fiel das «Familien Duell» auf durchschnittlich 0,5 Prozent Marktanteil und lag damit klar unter dem Schnitt des Spartensenders, der zuletzt bei 0,8 Prozent lag.

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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
tommy.sträubchen
14.04.2017 09:37 Uhr 1
Da wird eh bald aussortiert... Glaube nicht das man auf Dauer soviele Game Shows produzieren lässt wenn alle Quotenmäßig nicht besser laufen als die xten Wdhlgs der Gerichtsnervshows ...mal abwarten wie sich das entwickelt. Ruck Zuck mag ich ganz gern aber wenn es RTL nicht schafft eine Show bei sich selber im Vormittagsprogramm erfolgreich zusenden wirds auf Dauer wohl zu teuer....
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