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«Empire» + Comedy = Ganz schwacher ProSieben-Abend

von   |  1 Kommentar

Das könnten harte Wochen werden: Die in den USA überaus erfolgreiche Hip-Hop-Dramaserie vermasselte auch den Auftakt in ihre zweite Staffel. Prall waren die Quoten aber auch schon zuvor nicht: «Circus HalliGalli» entging nur knapp neuen Allzeit-Negativrekorden, selbst «Die Simpsons» blieben durchweg einstellig.

«Empire»-Quotenbilanz in Staffel 1

  • W. 1: 0,91 Mio. (3,4% / 7,2%)
  • W. 2: 0,74 Mio. (3,3% / 7,4%)
  • W. 3: 0,85 Mio. (3,2% / 6,9%)
  • W. 4: 0,69 Mio. (2,9% / 6,0%)
Durchschnittliche Werte der jeweils drei Folgen jeder Woche im Juni und Juli 2015.
Nicht immer kommt das, was den US-amerikanischen Serienmarkt aufmischt, auch in Deutschland gut an. ProSieben musste diese schmerzliche Erfahrung im Sommer 2015 machen, als man sich daran wagte, die ungewöhnliche Fox-Dramaserie «Empire»  vier Wochen lang zur besten Sendezeit auszustrahlen - und von Beginn an keinerlei Chance mit diesem stark auf die angloamerikanische Hip-Hop-Kultur ausgerichteten Format hatte. Da jedoch die Quoten immerhin recht konstant waren (siehe Infobox), gibt man der Serie zu deutlich späterer Stunde nun noch eine Chance - doch auch die scheint nicht genutzt zu werden.

So sahen ab 23:15 Uhr gerade einmal 0,42 Millionen Menschen die erste von insgesamt 18 neuen Folgen, was einem schwachen Marktanteil von 3,2 Prozent entsprach. Auch in der besonders wichtigen werberelevanten Zielgruppe verfing die Serie überhaupt nicht, mit gerade einmal 7,7 Prozent bei 0,35 Millionen war man zum Auftakt weit von der Zweistelligkeit entfernt. Die spätere Ausstrahlung nach Mitternacht steigerte sich dann leicht auf 4,4 und 9,1 Prozent bei 0,36 Millionen, kam damit aber noch immer nicht einmal auf Höhe der Sendernorm. Es könnten also lange neun Wochen werden, sollte ProSieben an seiner Ausstrahlungspolitik festhalten.


«HalliGalli» beinahe mit Allzeit-Tiefs, «Simpsons» bedenklich


Zur Ehrenrettung von «Empire»  sei aber darauf verwiesen, dass die Rahmenbedingungen für ein gutes Abschneiden auch durchaus besser hätten sein können: «Circus HalliGalli»  kam zuvor nämlich auch nur auf reichlich triste 7,3 Prozent bei 0,52 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern, womit Joko und Klaas bereits zum vierten Mal in Folge im roten Bereich lagen: Bereits Mitte März war die wöchentliche Latenight-Show nicht über 8,8 und 9,1 Prozent hinaus gekommen, «Das Duell um die Geld»  entpuppte sich vor Wochenfrist erstmals überhaupt mit 7,4 Prozent gar als völliger Ladenhüter. Und beim Gesamtpublikum? Da hatten die Herren Winterscheidt und Heufer-Umlauf mit nur 0,64 Millionen und 3,0 Prozent traditionell wenig zu melden. Übrigens: In seiner gut vierjährigen Geschichte hatte es zuvor nur ein einziges Mal noch schlechter für die "Manege des Wahnsinns" ausgesehen: Für die allerletzte Montagsfolge Mitte Dezember.

Diskutabel ist aber auch längst die Ausstrahlungspolitik, den «Simpsons» gleich vier Folgen zur besten Sendezeit zu spendieren - wohlgemerkt inklusive gleich dreier Wiederholungen. Die Reruns präsentierten sich ab 20:45 Uhr mit nur 8,2 bis 9,5 Prozent nämlich in dieser Woche wieder reichlich behäbig, wobei sich die Free-TV-Premiere zuvor mit ihren 8,9 Prozent bei 0,86 Millionen umworbenen Zuschauern davon keineswegs positiv abhob. Insgesamt lockte sie 1,11 Millionen bzw. 3,6 Prozent aller zu dieser Zeit Fernsehenden vor die TV-Geräte, bevor das Rerun-Festival danach zwischen 0,99 und 1,17 Millionen verzeichnete.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/92271
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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
Nr27
05.04.2017 18:05 Uhr 1
Angesichts des quotenmäßig ziemlich miserablen Vorprogramms finde ich die "Empire"-Werte sogar fast schon wieder löblich - ich persönlich bin allerdings raus, ich hätte mir die 2. Staffel nur noch angeschaut, wenn Lucious im ersten Staffelfinale umgebracht worden wäre ...

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