Quotencheck

«Criminal Minds»

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Wirkte sich der Rauswurf von Thomas Gibson auf die Quoten der zwölften Season «Criminal Minds» aus? Wir blicken heute auf die Werte der ersten Staffelhälfte bei Sat.1.

Der Rauswurf von Thomas Gibson aus «Criminal Minds»  sorgte im vergangenen Jahr für einiges Aufsehen. Nachdem der Schauspieler am Set offenbar dem Autor und Co-Produzenten Virgil Williams im Streit einen Tritt gegen das Schienbein verpasst hatte – und das soll nicht der einzige Vorfall gewesen sein – musste Gibson gehen. Ab der dritten Folge der zwölften Staffel «Criminal Minds» verschwand Aaron „Hotch“ Hotchner aus dem Aufgebot der Serie, Emily Prentiss (gespielt von Paget Brewster) kehrte zurück. Hatte das Auswirkungen auf die Quoten der zwölften Season, deren Free TV-Ausstrahlung ab Mitte Januar wie gewohnt donnerstags um 20.15 Uhr bei Sat.1 zu sehen.

Gleich zu Beginn zeigte sich «Criminal Minds» von seiner besten Seite: mit 13,1 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe lag die Krimiserie über dem Mittelwert der vorangegangenen Staffel. Die elfte Season verzeichnete im Schnitt noch 12,2 Prozent, startete aber im Januar 2016 auf demselben Quotenniveau. 2,77 Millionen Zuschauer waren anfangs mit von der Partie, wovon 1,38 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Auch beim Gesamtpublikum lief es mit 8,4 Prozent ziemlich gut.

Aber wie auch im vergangenen Jahr trübte sich das Bild kurz darauf ein: in der Folgewoche standen nur noch 12,3 Prozent auf dem Papier, womit die Serie aber trotzdem noch problemlos den Sat.1-Senderschnitt von derzeit 8,9 Prozent überbot. Insgesamt gingen während der letzten Folge mit Thomas Gibson 210.000 Zuschauer verloren (2,56 Mio.), etwa die Hälfte war im werberelevanten Alter (1,29 Mio.). Die erste Episode ohne „Hotch“ steigerte sich sieben Tage später dann jedoch wieder aus das Niveau des Staffelauftakts – aber nur beim Gesamtpublikum. In der werberelevanten Zielgruppe verlor «Criminal Minds» erneut 1,1 Prozentpunkte und landete bei 11,2 Prozent, während die Reichweite bei den Jüngeren ebenfalls sank.

Dafür schlug sich die Serie am 9. Februar ziemlich gut gegen den Start von «Germany’s Next Topmodel» und dem deutschen ESC-Vorentscheid, die beim jüngeren Publikum eine ernsthafte Konkurrenz waren. Diese Formate schadeten vor allem «Der Lehrer»  bei RTL, während «Criminal Minds»  stabile 11,1 Prozent Marktanteil einfuhr. Während der vierten Episode gelang der Serie sogar der bis heute bestehende Reichweiten-Rekord der zwölften Staffel. 2,78 Millionen Zuschauer schalteten insgesamt ein, bei den 14- bis 49-Jährigen verpasste man den Bestwert um 50.000 und erreichte wie auch sieben Tage später 1,33 Millionen.

Der Start von «Germany’s Next Topmodel» machte vor allem deutlich, wie stabil die Fanbasis von «Criminal Minds» in Deutschland ist. Denn auch in den folgenden Wochen rangierte die Serie auf diesem Niveau und fiel im schlechtesten Fall auf 10,3 Prozent bei den Umworbenen (bestenfalls 11,6 Prozent), der Marktanteil beim Gesamtpublikum bewegte sich stets zwischen sieben und acht Prozent. Die Rekord-Reichweite konnte man in den Folgewochen zwar nicht halten und fiel teilweise auf bis zu 2,42 Millionen Zuschauer, jedoch berappelt sich «Criminal Minds» nach solch kleinen Rückschlägen immer wieder.

Dennoch muss man festhalten, dass die erste Staffelhälfte bisher nicht das Niveau der vorangegangenen Runden beibehalten konnte, für Sat.1 bleibt die Serie aber weiterhin ein starkes Zugpferd. Verglichen mit der elften Season verlor «Criminal Minds» 0,7 Punkte und verbuchte im Schnitt 11,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Auch im Vergleich zur ersten Staffelhälfte 2016 verzeichnete man einen halben Punkt weniger. Die Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen sank leicht auf 1,28 Millionen. Die gute Nachricht: im Schnitt gewann «Criminal Minds» bisher im Schnitt 130.000 Zuschauer hinzu, allerdings fällt der Zuwachs im Vergleich zur ersten Staffelhälfte 2016 nur minimal aus. Beim Gesamtpublikum erzielte die Serie im Schnitt 7,9 Prozent Marktanteil.

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