Soap-Check

«Alles was zählt» verliert auf lange Sicht

von   |  2 Kommentare

Die vermeintlich guten Quoten von «Alles was zählt» zeigen auf den zweiten Blick, dass der langfristige Abwärtstrend der RTL-Soap sich fortsetzt. Außerdem im Soap-Check: Die Jubiläums-Quoten der 5.555. Folge «Unter uns».

«Alles was zählt» (RTL)

  • 2013: 2,46 Mio. / 14,7%
  • 2014: 2,24 Mio. / 13,1%
  • 2015: 2,14 Mio. / 13,6%
  • 2016: 2,08 Mio. / 12,8%
Reichweite ab 3 / Quote 14-49 (montags bis freitags, 19.05 Uhr)
«Alles was zählt»  gehörte zu einem der Verlierer des Jahres 2016. Im Vergleich zum Vorjahr verlor die RTL-Soap 0,8 Prozentpunkte in der werberelevanten Zielgruppe, nachdem ihr 2015 sogar noch ein kleiner Quotensprung gelungen war. Die Zuschauerzahlen sind seit Jahren schon rückläufig und an die glorreichen Zeiten, in denen regelmäßig mehr als drei Millionen einschalteten, erinnert man sich nur noch dunkel. Und so dürfte man bei RTL erleichtert sein, dass zumindest der Start ins neue Jahr recht erfolgreich verlief. Mit 2,34 Millionen Zuschauern im Schnitt lockte «Alles was zählt» bisher deutlich mehr Menschen an als 2016 insgesamt. Ende Januar standen im Wochenmittel sogar mal 2,46 Millionen Interessierte zu Buche – einen solchen Wert hatte die Soap schon seit einem Jahr nicht mehr erreicht.

Auch in der werberelevanten Zielgruppe konnte sich «Alles was zählt» leicht auf durchschnittlich 13,1 Prozent verbessern und übersprang zwei Mal die 14 Prozent-Marke im Wochenschnitt. In der starken letzten Januarwoche erzielte die Serie sogar mal wieder 15,8 Prozent Marktanteil – ein solch hoher Wert war ihr schon seit drei Monaten nicht mehr gelungen. Die vergangene Woche schloss «Alles was zählt» mit 15,5 Prozent ab, womit die Soap gemeinsam mit dem 10. Februar den bisher zweithöchsten Wert des Jahres einfuhr.

Aber so erfolgreich die Werte auf den ersten Blick scheinen mögen: bei genauerem Hinsehen muss man der Soap sogar einen langfristigen Abwärtstrend attestieren. Im selben Zeitraum 2016 kam «Alles was zählt»  noch auf 13,3 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen, 2015 waren es 13,6 Prozent, 2014 13,8 Prozent. Diese Liste ließe sich lange fortsetzen, schließlich sinken die Jahresanfangs-Quoten der Soap seit mittlerweile 2011 – und beinahe jedes Mal ließ sich dann auch eine ähnliche Entwicklung am Ende des Jahres beobachten.

Seit Jahren sind die Werte der RTL-Soap in den ersten zwei Monaten des Jahres rückläufig – und die traditionell quotenschwache Sommerpause steht erst noch bevor. In dieser Zeit schalten in der Regel weniger als zwei Millionen Zuschauer ein – im vergangenen Jahr führte das zwischen Juni und August in der Zielgruppe zu einem Marktanteil von circa 12 Prozent. Der einzige Lichtblick: zumindest mit einer Fußball-Europameisterschaft muss sich die Soap in diesem Jahr nicht herumschlagen.

Und so geht es weiter:


Obwohl Thomas keine Nachricht von Leo hat, klammert er sich an die Hoffnung, dass es ihm gut geht. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die auf Leos Beschreibung passt. Thomas ist geschockt. Als er in der Pathologie sitzt, um den Toten zu identifizieren, wird Thomas von seiner Angst überrollt. Ronny ist geschockt, als er erfährt, dass eine Leiche gefunden wurde, deren Beschreibung auf Leo passt. Während alle das Schlimmste befürchten, will Ronny einfach nicht wahrhaben, dass sein Freund tot sein könnte. Verzweifelt sucht er nach einem Beweis, dass Leo überlebt hat. Getroffen von Richards vermeintlicher Affäre mit Carmen beschließt Simone, sich auf einen Abend mit Vincent einzulassen. Während Richard wütend erfährt, dass Simone sich gerade hinter seinem Rücken mit seinem Konkurrenten trifft, sind Vincents charmante Avancen Balsam für Simones verletzte Gefühle und es kommt zu einem nahen Moment zwischen den beiden.

Was sonst noch war:


Stellen Sie sich vor es ist Jubiläum und keinen interessiert es. So geschehen am vergangenen Dienstag, als die 5.555. Folge «Unter uns»  von RTL ausgestrahlt wurde. Nachdem am Montag noch 1,53 Millionen Zuschauer die abendliche Folge der Soap verfolgten, waren zum Jubiläum der mittlerweile über 22 Jahre laufenden Serie nur noch 1,20 Millionen mit von der Partie. Nach drei Ausstrahlungen über dem Senderschnitt fiel «Unter uns» auf durchwachsene 11,2 Prozent Marktanteil und unterbot damit den eigenen Schnitt um knapp zwei Prozentpunkte.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
Esel
07.03.2017 23:24 Uhr 1
Ist es nicht eher so, dass der Sommer nur was die Gesamtzuschauerzahl angeht quotenschwach ist und nicht unbedingt bei den Prozenten, weil automatisch alle Sendungen weniger Zuschauer kriegen? Es sei denn, man verliert überdurchschnittlich viele Zuschauer im gleich zu den anderen Sendungen.



Letztes Jahr lief halt, wie im Artikel schon ganz richtig geschrieben, eine Fußball EM und dazu noch Olympische Spiele. Das gibt es in der Zusammenstellung im Sommer so nur alle vier Jahre und kann man nicht automatisch hochrechnen.
P-Joker
07.03.2017 23:30 Uhr 2


Das stimmt in jedem Fall!




Außerdem befinden sich im Sommer viele Menschen irgendwo im Urlaub.

Andere sitzen um die Zeit lieber in einem Biergarten oder liegen im Schwimmbad.

usw. usw.

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