Wirtschaft

ESPN kriselt, lässt Disney an hohen Erwartungen scheitern

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Die sinkenden Abozahlen des Sportsenders ESPN lassen Anleger auf hohem Niveau klagen, während die Vergnügungsparks an Wirtschaftskraft zulegen.

Vor einem Jahr vermeldete die Walt Disney Company dank der herausragenden Kinoeinnahmen von «Star Wars: Das Erwachen der Macht» und den beachtlichen Merchandising-Verkaufszahlen des Weltallabenteuers Quartalszahlen in Rekordhöhe. Und wie die Gesetze des Marktes nun einmal lauten: Wer Rekorde aufstellt, steht bei den Börsenanlegern unter Druck, an diese Zahlen anzuschließen. Börsenexperten rechneten daher für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 15,26 Milliarden Dollar, stattdessen brachte es der Unterhaltungskonzern auf 14,8 Milliarden.

Der Aktienmarkt reagierte prompt auf die auf hohem Niveau erfolgte Enttäuschung: Obwohl der Gewinn je Aktie sogar über den Erwartungen lag und sich auf 1,55 Dollar statt 1,49 Dollar je Wertpapier beziffert, fiel der Wert der Disney-Aktie im nachbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um zwei Prozent.

Die Filmsparte Disneys kam 2016 auf sieben Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr, was jedoch noch im Bereich der Erwartungen lag, da selbst die stets nach Mehr strebenden Finanzexperten nicht damit gerechnet hatten, dass «Rogue One: A Star Wars Story» die Zahlen des Sensationserfolges «Star Wars: Das Erwachen der Macht» wiederholen wird. Hauptgrund dafür, dass Disney unterhalb der Prognosen abschnitt, ist indes der Sportsender ESPN, der bereits seit einiger Zeit kriselt und nun noch stärker ins Trudeln geraten ist. So gingen trotz eines 1,47 Milliarden Dollar teuren NBA-Lizenzdeals die Abonnentenzahlen weiter abwärts und somit auch die Werbeeinnahmen.

Insgesamt verlor Disneys Fernsehsparte im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozent, weshalb sich erneut die Gerüchte verhärten, dass Disney zur Stärkung seines TV-Sektors den VoD-Giganten Netflix übernehmen könnte. Die Themenparks des Konzerns hingegen erwiesen sich einmal mehr als verlässliches Rettungsnetz: In diesem Sektor stiegen die Umsätze auf 4,5 Milliarden Dollar – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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