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Immer noch kein Partner: Droht ein Fast-Blackout zur Handball-WM?

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Etliche deutsche Sender sind aus dem Poker um die Rechte am im Januar stattfindenden Turnier ausgestiegen. DAZN bringt sich aber in Stellung und wittert und einen Coup.

Wo bitte?

Die Haltung des Deutschen Handball Bundes (DHB) ist klar: Möglichst viele sollen Zugang zur Handball-WM 2017 erhalten. Doch genau das wird wieder nicht passieren. ARD und ZDF sind aus den Verhandlungen längst raus und weil auch Sky angeblich das Interesse verloren hat, ist DAZN eigentlich die letzte Option geblieben. Sollte (was aber möglich ist) keine Einigung über Sublizenzen an Sport1 erzielt werden, dann findet das Turnier, das einst an über zehn Millionen Menschen fesselte, diesmal in brutal kleiner Nische statt. DAZN ist noch im Aufbau befindlich; etliche Bürger dürften von der Firma noch nie etwas gehört haben. Die Vermarktung der Rechte an die Scheichs hinter BeInSports zu geben war monetär ein guter Griff, dem Sport und den Fans hat das geschadet. Die obersten Funktionäre sollten das begreifen und für 2019 im Sinne der Fans handeln. Das heißt nicht, dass eine WM unbedingt bei ARD/ZDF laufen muss, aber ein etablierter (linearer) Sender darf's dann schon sein...
Kurz kommentiert von Manuel Weis
Der Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft für die WM 2017, die in rund einem Monat beginnt, steht - allerdings nur auf der Platte. Rundherum gibt es weiterhin ein großes Rätselraten. Auch aktuell gibt es in Deutschland noch keinen TV-Partner. Die Situation von vor zwei Jahren, als Sky nur zwei Wochen vor Turnier-Start quasi in die Presche sprang, scheint sich zu wiederholen. Auch damals hatten ARD und ZDF, die die Weltmeisterschaft zuvor regelmäßig zeigten, keine Chance. Der Rechteinhaber BeInSports stört sich an einer unverschlüsselten Übertragung via Satellit - eine verschlüsselte hingegen würde für ARD und ZDF keinen Sinn machen, da man dafür einen extra Satelliten bräuchte. Trotz intensiver Bemühungen und Gespräche sind beide Sender also raus aus den Verhandlungen.

Auch Sky scheint dem Vernehmen nach nicht mehr allzu großes Interesse zu haben, was letztlich an den sich schwierig gestalteten Verhandlungen mit dem wankelmütigen Rechteinhaber liegen soll. Auch wenn nach Quotenmeter.de-Infos das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, scheint die Wahrscheinlichkeit, dass Sky Sport neben der Champions League und (ab Sommer) der Handball-Bundesliga auch noch die Nationalmannschaft begleitet, eher gering zu sein.

Das passt dem Streaming-Dienst DAZN ganz gut. Das zur Perform Group gehörende Unternehmen war zuletzt bei großen Ausschreibungen wie Fußball- und Handball-Bundesliga leer ausgegangen und kommuniziert nun recht offen das Interesse an der Handball-WM. Der Dienst ist vor vier Monaten gestartet und kostet weniger als zehn Euro pro Monat. Allerdings klagen Nutzer bis heute über ruckelnde Streams und teils über Einwahlprobleme, wenngleich sich die Situation bei DAZN in diesem Punkt zu bessern scheint.

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