Vermischtes

Weniger ist mehr: Gemeinsame Plattform für ZDF.de und ZDF-Mediathek

von   |  2 Kommentare

Der neue Online-Auftritt des Zweiten soll mehr auf die individuellen Interessen der Nutzer zugeschnitten sein. Eine wichtige Rolle spielen dabei vermehrt Bewegtbildinhalte.

Der Internet-Auftritt des ZDF wird kompakter: Die aktuelle Homepage ZDF.de und die ZDF-Mediathek, über die Zuschauer des Mainzer Senders Inhalte vergangener Sendungen abrufen können, werden nächste Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag generalüberholt. Von dort an sollen beide Dienste in eine gemeinsame Plattform integriert werden, das berichtete „DWDL“. Mit dieser Entscheidung trägt das ZDF den digitalen Entwicklungen Rechnung, die sich seit dem letzten Online-Relaunch im Jahr 2007 vollzogen haben. Fest steht: Die Nutzer müssen weniger Leseaufwand betreiben, denn verstärkt setzt das ZDF bei seinem erneuerten internet-Auftritt auf Bewegtbildinhalte.

Damit wird das Angebot auch wesentlich App-freundlicher – ein Ziel, das vor knapp zehn Jahren aufgrund der erst späteren rasanten Entwicklung in diesem Bereich noch gar nicht zur Diskussion stand. Ob auf Smartphones oder Tablets, knapp ein Drittel der 45 Millionen monatlichen Besuche auf den Online-Plattformen des ZDF entfallen mittlerweile auf mobile Endgeräte. Nach Genres in zwölf Kategorien unterteilt, erwartet den Nutzer auf der Startseite von nun an zunächst eine visuell ansprechend umgesetzte Auswahl, innerhalb derer er sich entscheiden muss, für welche ZDF-Inhalte er sich bei seinem Besuch interessiert. Im Rahmen des knapp eineinhalb Jahre geplanten Relaunchs trennte sich das ZDF von einigen überflüssigen Funktionen, behielt und verbesserte zugleich jedoch andere. So optimierte man die beliebte „Sendung verpasst?“-Funktion, an die Nutzer der Mediathek sich mittlerweile gewöhnt haben.


Neu ist hingegen der Fokus auf Personalisierung der Website. Nach einer Anmeldung haben Nutzer ab kommender Woche die Möglichkeit, im Bereich „Mein ZDF“ die Mediathek nach ihren Wünschen anzupassen und so die Darstellung von für sie überflüssigen Inhalten zu vermeiden. Insgesamt scheint sich das ZDF damit der Benutzerschnittstelle der großen Streaming- und On-Demand-Plattformen anzunähern.

So gibt die Seite künftig auch auf Basis des Nutzerverhaltens Empfehlungen ab, über die Einrichtung eines Accounts werden diese Nutzer-Informationen über alle Geräte hinweg synchronisiert. Diese Funktion lässt sich darüber hinaus auch für mehrere Personen nutzen, denn der Account lässt sich weiter in verschiedene Profile unterteilen. Diese haben die Möglichkeit, die Inhalte zu abonnieren und über die sozialen Netzwerke zu teilen. Nach Informationen von „DWDL“ war dem ZDF der Relaunch einen siebenstelligen Betrag wert, der als erster und wichtigster Schritt in eine zeitgemäße Plattform gesehen wird. Weitere Neuerungen sollen in einem fortlaufenden Prozess in den kommenden Jahren folgen.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
Sentinel2003
20.10.2016 11:26 Uhr 1
Auf der ZDF Midiathek bin ich viel öfter, als bei ARD.
Lumpenheinz
21.10.2016 11:17 Uhr 2
Wird ja auch Zeit, wann folgt denn die ARD? Nur um es mal an Apps festzumachen, gibt es dort die Kanäle "ARD", "Erste Mediathek", "Sportschau", und die ganzen dritten und teilweise benötigt man alle Apps um verschiedene Inhalte anschauen zu können...

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