Quotencheck

«Yolo»

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Das Drittanbieter-Programm, das seit drei Jahren zum Samstagmorgen von RTL gehört, wird durch einen Nachfolger ersetzt.

Unter der Dachmarke «Yolo» werden seit 2013 im wöchentlichen Rhythmus verschiedene Formate bei RTL programmiert, die sich in erster Linie an ein jugendliches Publikum widmen. Damit kommt der Sender seiner im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebenen Pflicht nach, externen Produzenten Sendeplätze einzuräumen. Zu den bekanntesten Namen der Branche gehören AZ und dctp («stern TV»), erstere zeigen sich auch hauptverantwortlich für «Yolo». Dass der Samstagmorgen nicht unbedingt der ideale Zeitraum ist, um feierwütige Jugendliche zu erreichen, schlägt sich deutlich in den Einschaltquoten nieder.

In der Regel zeigte RTL je zwei halbstündige Ausgaben von «Yolo» ab 9:15 Uhr. Der Folgende Quotencheck untersucht alle gezeigten Sendungen zwischen dem 5. März und dem 11. Juni.

Mit der ersten Ausstrahlung im März sprach RTL 0,32 Millionen und 4,4 Prozent aller Fernsehenden an, eine halbe Stunde später wurden 0,27 Millionen und 3,5 Prozent gemessen – womit «Yolo» den Senderschnitt deutlich mehr als halbierte.

Auch bei den Jungen war kein Interesse an der Produktion vorhanden, über 0,17 Millionen und 5,8 Prozent kam der Sender ab 9:15 Uhr nicht hinaus. Dreißíg Minuten später folgte gar ein Absturz auf 0,14 Millionen und 4,4 Prozent in dieser Zuschauergruppe. Sieben Tage später zeigten sich die Fernsehenden etwas wohlgesinnter: 0,25 Millionen und 8,1 Prozent aus der Zielgruppe schalteten ein, wenig später waren es 0,25 Millionen und 8,0 Prozent. Auch bei allen Fernsehenden ging es etwas bergauf, hier wurden 0,46 bzw. 0,39 Millionen gemessen, die 6,5 bzw. 5,3 Prozent entsprachen.

Dass das Quotental mit den Werten von Anfang März noch lange nicht durchschritten war, bewies «Yolo» am 26. des Monats, als beide Ausgaben am Samstagmorgen von nur 0,06 Millionen und 2,4 Prozent der 14- bis 49-Jähigen konsumiert wurden. Aus dem Gesamtpublikum schalteten zunächst 0,15 Millionen und 2,3 Prozent ein, ab 9:45 Uhr fanden sich 0,14 Millionen und 2,2 Prozent der Publikumsgruppe ein. In beiden Alterskategorien entsprachen diese Zahlen den schwächsten im untersuchten Zeitraum.

Dass das Format durchaus auch anders kann, bewies es im Mai. Am 7. Mai lockte «Yolo» immerhin 11,1 bzw. 10,6 Prozent aus der Zielgruppe zu RTL, vierzehn Tage später war dann gar der Senderschnitt in Sicht: 0,32 Millionen und 12,9 Prozent schalteten ab 9:15 Uhr ein, insgesamt wurden gleichsam rekordverdächtige 0,46 Millionen und 7,7 Prozent ausgewiesen. Auch die zweite Ausstrahlung des Tages gehörte mit 0,38 Millionen und 6,5 Prozent insgesamt sowie 0,27 Millionen und 10,9 Prozent bei den Jungen zu den stärkeren im analysierten Zeitraum.

Im Durchschnitt sahen zwischen dem 5. März und 11. Juni 0,35 Millionen und 5,7 Prozent aller Fernsehenden am Samstagmorgen «Yolo» auf RTL. Aus den Reihen der 14- bis 49-Jährigen wurden 0,19 Millionen und 7,5 Prozent angesprochen. Damit unterschritt das Programm den Senderschnitt in beiden Zuschauergruppen deutlich – im Bereich des Gesamtpublikums lag dieser in der vergangenen TV-Saison bei 10,2 Prozent, für die Werberelevanten wurden 13,4 Prozent gemessen. Der Nachfolger auf dem Sendeplatz, «Die Fakten-Checker», wird es schwer haben, bessere Zahlen vorzulegen – ab dem 25. Juni übernimmt die Produktion den «Yolo»-Sendeplatz.

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