Quotencheck

«Gefragt - Gejagt»

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Das Hochgeschwindigkeitsquiz mit Alexander Bommes stellte zuletzt sämtliche Werte vorheriger ARD-Vorabendshows in den Schatten. Nur bei den Jüngeren ist immer noch etwas Luft nach oben.

Jäger-Ranking (Das Erste)

  1. Waldenberger - 85,2% (23 von 27 Duellen gewonnen)
  2. Nagorsnik - 75% (21 von 28)
  3. Jacoby - 74,2% (23 von 31)
  4. Klussmann - 65,4% (17 von 26)
Seit knapp zwei Jahren bestückt Das Erste seinen Sendeplatz um 18 Uhr mittlerweile mit Quizshows, was eine der besten Programmentscheidungen war, die der öffentlich-rechtliche Sender in der jüngeren Vergangenheit durchgesetzt hat. Doch dass so schnell eine Zeit anbrechen würde, in welcher der Sender konstant weit mehr als zwei Millionen Zuschauer generiert, war dann doch nicht unbedingt zu erwarten: Das «Quizduell» startete einst mit durchschnittlich 1,27 Millionen und legte zuletzt zwischen August und Oktober mit 1,81 Millionen den bisherigen Bestwert hin - es brauchte also doch immerhin anderthalb Jahre, um rund eine halbe Million Zuschauer hinzu zu gewinnen. Dass es auch weitaus schneller gehen kann, stellt nun allerdings «Gefragt - Gejagt» unter Beweis. Und die Quotenentwicklung innderhalb der 78-teiligen zweiten Staffel im Hauptprogramm zeigt, dass der Quotengipfel noch immer nicht erreicht sein muss.

Doch beginnen wir im November: Gleich am ersten Montag des betreffenden Monats kehrte die Sendung mit beeindruckenden 2,13 Millionen Zuschauern und respektablen 10,9 Prozent Marktanteil zurück. Gleichwohl zeigte sich hier bereits, wo die Herausforderung der kommenden Monate liegen würde: Bei den 14- bis 49-Jährigen, wo nur unbefriedigende 3,6 Prozent bei 0,20 Millionen zu Buche standen. Hier sollte sich erst am Donnerstag etwas in die richtige Richtung entwickeln, wo die erste Promi-Folge der neuen Staffel immerhin 5,7 Prozent bei 0,32 Millionen erzielte. Beim Gesamtpublikum gab es hingegen keinen Sprung nach oben zu verzeichnen. Freitags musste die Sendung nun sogar - ähnlich wie das «Quizduell» zuletzt - in Doppelfolgen ran, was in befriedigendem Maße gelang: Die zweite Folge erreichte mit 2,24 Millionen einen vorläufigen Reichweiten-Rekord, aufgrund der härteren Konkurrenz blieben die Marktanteile allerdings bei etwas schwächeren 9,1 Prozent insgesamt sowie 4,5 Prozent der Jüngeren hängen.

Im weiteren Verlauf des Novembers hielten sich die Entwicklungen hinsichtlich der Einschaltquoten in Grenzen, sodass unterm Strich 2,16 Millionen und 10,6 Prozent des Gesamtpublikums sowie 5,0 Prozent der 14- bis 49-Jährigen auf dem Papier standen. Respektable Werte - doch keine allzu beeindruckenden im Vergleich zu jenen, die noch folgen sollten. So stellte gleich die erste Dezember-Ausgabe mit 7,1 Prozent der jungen Zuschauer einen neuen Rekord auf, während selbiger beim Gesamtpublikum nur zwei Tage später folgen sollte: 2,46 Millionen Fernsehende gingen mit tollen 12,7 Prozent einher. Am zweiten Dezember-Freitag gelang es dann erstmals, auch mit der späteren Freitagsausgabe über zehn Prozent einzufahren - im weiteren Staffelverlauf sollte sich dies als Standard etablieren, lediglich in direkter Konkurrenz zum Handball-EM-Halbfinale ging es Ende Januar doch nochmal deutlich bergab auf 8,3 Prozent.

Somit überraschte es nicht, dass die Sendung im Dezember noch einmal etwas zuzulegen wusste: Die 21 Folgen des Monats verfolgten im Schnitt 2,25 Millionen Menschen, was nun bereits 11,4 Prozent aller und immerhin schon 5,8 Prozent der jüngeren Konsumenten waren. Im neuen Jahr musste dann "Gigant" Holger Waldenberger einmalig am Dienstag um 18:50 Uhr ran, da zuvor Wintersport lief - und die ARD offensichtlich nur wenig vertrauen in ihre Schmunzelkrimis hatte. So richtig gut lief es auf dem ungewohnten Slot aber nicht: 2,25 Millionen sahen am 5. Januar zu, schwache 8,3 und 3,9 Prozent waren die Folge. Dafür steigerten sich aber die drei weiteren Folgen dieser Woche auf neue Top-Reichweiten von 2,63 und 2,67 Millionen.

Die neuen Top-Reichweiten sollten allerdings nicht allzu lange Bestand haben, denn schon eine Woche später verbesserten sich die beiden Folgen vom Freitag auf nun sogar 2,80 und 2,87 Millionen, erstgenannte Episode verbuchte auch bei den 14- bis 49-Jährigen einen neuen Rekord - tolle 8,4 Prozent Marktanteil standen auf dem Papier. Der Drei-Millionenmarke noch näher kam dann eine Dienstags-Folge vom 28. Januar, die 2,94 Millionen verbuchte und auch sonst neue Höchstmarken setzte: 13,5 Prozent Gesamt-Marktanteil, 0,57 Millionen junge Zuschauer und unglaubliche 9,2 Prozent Marktanteil hier waren lange Zeit nicht mehr als surreale Utopien weltfremder Quoten-Idealisten - und nun dann eben Realität. Alles in allem machte die Sendung im Januar vor allem hinsichtlich ihrer Reichweite nochmal einen deutlichen Satz nach vorne: 2,61 Millionen sahen die 22 Folgen des Monats, die Marktanteile betrugen 11,6 Prozent insgesamt und nun auch respektable 6,2 Prozent der Jüngeren.

«Gefragt - Gejagt»-Trend seit November

  • Nov: 2,16 Mio. (10,6% / 5,0%)
  • Dez: 2,25 Mio. (11,4% / 5,8%)
  • Jan: 2,61 Mio. (11,6% / 6,2%)
  • Feb: 2,70 Mio. (12,4% / 6,4%)
Durchschnittliche Werte in den vergangenen vier Monaten.
Anfang Februar legte man dann eine kleine Verschnaufpause ein, was das Entern neuer Bestwerte anbetrifft: Mit 2,47 bis 2,87 Millionen Fernsehenden liefen die sechs Folgen der ersten Woche zwar durchweg respektabel, immerhin gingen damit 11,1 bis 13,0 Prozent Marktanteil einher, neue Höchstwerte gab es allerdings nicht zu vermelden. Dies galt auch bei den Jüngeren, wo viermal sogar nur mäßige 5,3 bis 5,8 Prozent generiert wurden und zwei Ausgaben bei etwa sieben Prozent lagen. Doch zum Start in die zweitletzte Präsentationswoche fiel sie dann, die Drei-Millionenmarke: 3,12 Millionen Menschen sahen zu und bescherten dem Sender einen abermaligen Bestwert von 13,7 Prozent. Da war es fast schon enttäuschend, dass 0,50 Millionen junge Menschen "nur" zu guten 7,3 Prozent führten. Und auch die letzten sechs Folgen performten mit 2,60 bis 2,83 Millionen durchweg stark, sodass unterm Strich auch im Februar wieder klar verbesserte Monatswerte zu Buche standen - die Entwicklung seit November spricht wahrlich Bände (siehe Infobox).

Alles in allem kamen die 78 Folgen der deutschen Adaption von «The Chase» auf eine durchschnittliche Zuschauerzahl in Höhe von 2,40 Millionen, was einem makellosen Marktanteil von 11,4 Prozent entsprach. Damit wurden sämtliche Vergleichswerte am Vorabend übertroffen - und die erste Staffel am ARD-Vorabend ohnehin um Längen, als mit 1,42 Millionen fast eine Million Zuschauer weniger zustande kamen als diesmal und mit 9,7 Prozent auch der Marktanteil noch deutlich geringer ausfiel. Was also die Zahlen beim Gesamtpublikum anbetrifft, steht das «Paarduell» vor einer großen Herausforderung - zumal sich «Gefragt - Gejagt» im Laufe der vergangenen dreieinhalb Monate kontinuierlich zu steigern wusste und der eigentliche Referenz-Marktanteil mittlerweile bei etwa zwölf Prozent liegt.

Nicht ganz so beeindruckend lesen sich die Zahlen bei den 14- bis 49-Jährigen, wo mit 5,8 Prozent bei 0,36 Millionen noch immer ein leicht unterdurchschnittlicher Wert zu Buche stand und man sich auch gegenüber der ersten Staffel (5,1 Prozent) nur moderat zu verbessern wusste. In dieser Hinsicht gelang es auch nicht, die Quiz-Konkurrenz der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Es war allerdings nicht das «Quizduell», das mit 5,9 Prozent den bisher höchsten Durchschnittswert verbucht hatte, sondern das Pflaume-Quiz «Wer weiß denn sowas?». Für Fans des Quiz-Genres dürfte die Sendung von Alexander Bommes aber dennoch höher im Kurs liegen als die beiden genannten Formate - schließlich werden nirgends sonst so viele Quizfragen innerhalb so kurzer Zeit gespielt und es bleibt so wenig Zeit für Plaudereien abseits der Fragen. Wohl auch das dürfte ein Grund dafür sein, dass die Sendung unabhängig davon funktioniert, ob Promis oder Normalos spielen. Pilawa und Pflaume hingegen setzen ganz gezielt verstärkt auf bekannte Gesichter.

Wer in Zukunft nicht gänzlich auf «Gefragt - Gejagt» verzichten möchte, kann ab dem 7. März montags bis freitags Wiederholungen um 10:45 Uhr zu sehen. Auf neue Folgen werden sich Fans jedoch wohl noch lange gedulden müssen: Nach 26 «Paarduell»-Folgen möchte Das Erste gleich 120 Mal am Vorabend auf Pflaume, Hoecker und Elton setzen (wir berichteten).

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