Quotencheck

«Die Kanzlei»

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Die Nachfolgeserie von «Der Dicke» konnte im Rahmen der ersten Staffel an die Einschaltquoten der Dieter-Pfaff-Jahre anschließen.

Als Dieter Pfaff im März 2013 an Krebs verstarb, verlor das deutsche Fernsehen einer seiner renommiertesten Darsteller – und Das Erste den Protagonisten seiner Serie «Der Dicke», die der Schauspieler regelmäßig über die Marke von fünf Millionen Zuschauern führte. Statt das Format zu beenden, entschieden sich die Verantwortlichen, eine neue Hauptperson einzuführen und den Titel zu ändern: So begrüßte ab dem 8. September dieses Jahres Herbert Knaup als Rechtsanwalt Markus Gellert die Zuschauer in «Die Kanzlei».

Wie bereits bei «Der Dicke» ließ Das Erste dreizehn Folgen für die Staffel produzieren und diese zur besten Sendezeit ausstrahlen. Als Sendeplatz wurde der Dienstagabend auserkoren, auf dem bis zu Beginn der Weihnachtsfeiertage eine Programmierung im wöchentlichen Rhythmus erfolgte.

Die Premiere schalteten 4,75 Millionen aus dem Gesamtpublikum ein, die 16,0 Prozent Marktanteil ausmachten. Bei den Jungen wurden 6,0 Prozent gemessen, generiert von 0,63 Millionen. Ein geringerer Zuschaueranteil bei den 14- bis 49-Jährigen wurde im weiteren Staffelverlauf nicht mehr gemessen. Weniger junge Fernsehende in absoluten Zahlen lockte «Die Kanzlei» nur mit Folge zwei an, als 0,62 Millionen der Altersgruppe einschalteten, was 6,2 Prozent entsprach. Die Fernsehenden ab drei Jahren verfolgten die Serie an diesem Tag mit 4,98 Millionen und 17,1 Prozent.

Im Verlauf des Oktobers blieben die Zuschauerzahlen stabil über fünf Millionen – so sahen am dreizehnten des Monats 5,34 Millionen und 16,9 Prozent insgesamt zu, insbesondere bemerkenswert war aber das Ergebnis bei den 14- bis 49-Jährigen, wo der öffentlich-rechtliche Sender 0,88 Millionen und 8,0 Prozent verbuchen durfte – und damit klar über dem Senderschnitt lag. Unter fünf Millionen aus dem Gesamtpublikum rutschte «Die Kanzlei» erstmals wieder am 17. November, als der bis dahin schwächste Marktanteil von 14,8 Prozent gemessen wurde, ausgehend von 4,95 Millionen. Bei den Jungen befand sich die Serie mit 0,79 Millionen und 6,6 Prozent im Soll.

Den Verantwortlichen der ARD blieb wenig Zeit, den eher schwachen Auftritt im Programm zu betrauern, erreichte die Produktion doch schon in der Folgewoche ein starkes Staffelhoch: 5,84 Millionen verhalfen dem Kanal zu beeindruckenden 18,2 Prozent, auch bei den jüngeren Zuschauern gelangen mit 1,00 Millionen und 8,9 Prozent ausgezeichnete Werte. Im Rahmen der drei verbleibenden Episoden konnte dieses Ergebnis nicht ganz wiederholt werden, dennoch musste sich «Die Kanzlei» nicht vor der Primetime-Konkurrenz verstecken: So schalteten am 8. Dezember 5,29 Millionen und 16,9 Prozent insgesamt ein, für die 14 bis 49 Jahre alten Fernsehenden wurden 0,73 Millionen und 7,0 Prozent ausgewiesen. Die schwächste Ausgabe bei allen Fernsehenden bildete ausgerechnet das Staffelfinale, das über 4,14 Millionen und 13,1 Prozent nicht hinaus kam. Aus den Reihen der Jungen wurden an diesem 22. Dezember 0,70 Millionen und 6,6 Prozent angelockt.

Unterm Strich kam die erste Staffel von «Die Kanzlei» auf 5,10 Millionen und 16,4 Prozent bei den Fernsehenden ab drei Jahren. Bei den Jungen wurden im Durchschnitt 0,75 Millionen und 6,9 Prozent gemessen. Damit überwand das Format in beiden untersuchten Zuschauergruppen den Senderschnitt, der im vergangenen TV-Jahr bei 11,6 (ab drei Jahren) bzw. 6,6 Prozent (14 bis 49 Jahre) gelegen hatte.

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