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Jugendschutz erteilt «Germany's Next Topmodel» seinen Segen

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Bei ProSieben darf man sich nun in Selbstgefälligkeit üben: Die Kommission für Jugendmedienschutz stimmt dem Münchener Sender zu, dass «GNTM» keine Magersucht-Propagandashow sei.

Verhallt sind sie ja nie. Aber im Frühjahr 2015 wurden sie wieder lauter: Die Vorwürfe, «Germany's Next Topmodel» könne Essstörungen verursachen. Losgetreten wurde die erneut an Nachhall gewinnende Debatte durch eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen. Im Boulevardblatt 'Bild' reagierte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer mit Unverständnis und feierte die Modelsuche als wertvolles Format im Kampf gegen Übergewicht: „Jeder dritte Jugendliche in Deutschland ist übergewichtig“, ließ sich Körfer zitieren. „Da ist «Germany's Next Topmodel» ein klarer Appell, sich gesund zu ernähren und Sport zu machen.“

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg ließ sich von Körfers Argumentation nicht beeindrucken, weshalb sie die Castingshow durch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) prüfen ließ. Rund sechs Monate nach Beginn der Prüfung gibt diese ihre Einschätzung bekannt – und stimmt ProSieben zu, dass «Germany's Next Topmodel», zumindest nach den Regularien des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, als „nicht entwicklungsbeeinträchtigend“ einzuschätzen sei.

Unter die Lupe genommen wurden mehrere Ausgaben der zehnten «Germany's Next Topmodel»-Staffel. In diesen werde zwar laut KJM ein berufsbedingtes Schönheitsideal dargestellt, das kritikwürdig wäre, die mediale Darstellung an sich sei aber angesichts des gegebenen Rahmens der Modewelt unproblematisch. Zudem stellt das Gremium heraus, dass Moderatorin Heidi Klum im Lauf der Staffel den Kandidatinnen gegenüber wiederholt verdeutlicht, dass sie ihre Wunschmaße nicht durch Hungern erreichen sollten.

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