Sonntagsfragen

Oliver Geissen: „Die «DSDS»-Parkplatz-Kritik war böswillig“

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Kritikerschelte von Oliver Geissen, der bald wieder für «DSDS» vor der Kamera steht. Er sah die eigentlichen Event-Shows in Vergessenheit der Journalisten geraten. Mit uns spricht er auch über James Bond und seine «Chart Show».

Zur Person: Oliver Geissen

Seit 1999 moderiert Oliver Geissen für RTL, wo er zehn Jahre die tägliche Talksendung «Die Oliver Geissen Show» präsentierte. Neben zahlreichen weiteren RTL-Shows ist der Hamburger seit 2003 regelmäßig Gastgeber der Ranking-Show «Die Ultimative Chart Show». Musikalisch wird es auch am 4. November, wenn der 46-Jährige «Die beliebtesten James-Bond-Songs aller Zeiten» bei RTL vorstellt.
Oliver Geissen, wie steht´s um Ihre aktuellen TV-Projekte?
Es geht zunächst weiter mit neuen Folgen von «Duell der Jahrzehnte». «Deutschland sucht den Superstar» geht Anfang des neuen Jahres auch weiter und dann machen wir noch eine neue «James Bond»-Sendung zu den beliebtesten James Bond Songs aller Zeiten. Darüber hinaus gibt es zwei, drei neue Projekte bei RTL, zu denen ich noch nicht so viel verraten kann.

Auf den RTL-Dauerbrenner «Die Ultimative Chartshow» ist aber weiterhin Verlass?
Ja, das macht ja auch sehr viel Spaß! Es gibt nicht mehr viele Musiksendungen im deutschen Fernsehen. Die «Chart-Show» ist einer der wenigen Shows, wo man mit Musik arbeiten kann. Ich komme vom Radio und deswegen mag ich diese Sendung unglaublich gerne.

Die Sendungstitel gehen also nicht aus?
Ach, da sind wir bald bei kroatischen Trucker-Hits! (lacht) Aber nein, die Themen gehen uns bei der Sendung nicht aus. Solange die Zuschauer da mitgehen, wird es die Show weiterhin geben. Wir arbeiten gerade an sechs neuen Ausgaben von der «Ultimaten Chart Show».

Als Musik-affiner Moderator bleiben Sie auch «DSDS» treu. Können Sie zur neuen Staffel schon mehr verraten?
Ja, ich bin wieder dabei. Ich glaube, dass sich der Erfolg von «Deutschland sucht den Superstar» über so viele Jahre auf dem Niveau nur halten kann, da man sich ständig modernisiert und verändert – wie in diesem Jahr mit den Event-Shows. Das sind manchmal kleinere Schrauben, mal größere Schrauben. Wir haben ganz gute Erfahrungen gemacht mit den Event-Shows in diesem Jahr. Deswegen kann ich mir das gut im nächsten Jahr wieder vorstellen. Wie die neue Staffel genau aussieht, kann ich noch nicht sagen. Das ist nicht meine Gehaltsklasse, das zu entscheiden (lacht). Die genauen Planungen für die nächste Staffel laufen ja noch. Wir drehen Ende des Jahres auf jeden Fall wieder im Ausland und strahlen die ersten Folgen dann Anfang 2016 aus.

Nachdem die «DSDS»-Liveshow zuletzt nicht mehr in den sondern vor den Kölner MMC-Studios auf dem Parkplatz stattfand, gab es auch Kritik – zu Recht?
Nein, es war schon böswillig, dass man die 120 Minuten der Show vorher, wo wir ohne Ende Material in 2.500 Meter Höhe nach Ischgl verfrachtet haben, einfach weglässt und sagt, wir hätten die Sendung schlicht vor einem Parkplatz gemacht. Die Idee ist einfach, dass wir in unserem Tour-Bus unterwegs gewesen sind und den konnten wir natürlich nicht in das Studio fahren. Der musste einfach vor die Tür. So haben wir von dort die letzten 20 Minuten live gesendet – auf dem Parkplatz. Die Kritik finde ich deswegen schlecht vorbereitet, da die aufwändige Event-Show davor schlicht vergessen wurde.

Es war schon böswillig, dass man die 120 Minuten der Show vorher, wo wir ohne Ende Material in 2.500 Meter Höhe nach Ischgl verfrachtet haben, einfach weglässt und sagt, wir hätten die Sendung schlicht vor einem Parkplatz gemacht. Die Idee ist einfach, dass wir in unserem Tour-Bus unterwegs gewesen sind und den konnten wir natürlich nicht in das Studio fahren. Der musste einfach vor die Tür.
Moderator Oliver Geissen zur geäußerten Kritik an den Parkplatz-Entscheidungsshows bei «DSDS» 2015
Dem aufmerksamen Zuschauer sollte der zeitliche und örtliche Sprung aufgefallen sein, oder?
Ja, für den Zuschauer haben wir das auch so moderiert und aufgegriffen. Somit weiß jeder Zuschauer ganz unmissverständlich, dass das vorher eine Aufzeichnung war! Wir mussten im Anschluss wegen der Call-Ins ja live senden, damit der Zuschauer entscheiden kann. So entscheidet das Publikum weiterhin, ob sie vorher den Gewinner gesehen haben oder ob der lieber direkt nach Hause fahren soll. Deswegen war das live.

Man könnte das Gefühl haben, dass Sie vor «DSDS» oder «Duell der Jahrzehnte» – mal abgesehen von der «Chart-Show» - im Fernsehen zuletzt etwas kürzer getreten sind und Daniel Hartwich den Vortritt ließen, der zuletzt immer mehr RTL-Shows moderierte…
Ja, das stimmt. Aber so wie Daniel Hartwich das macht, so kann ich das ja gar nicht machen. Das ist eher Comedy als klassisches Moderieren, was der macht.

Vielen Dank für das Gespräch, Oliver Geissen!

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