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«Popstars»...und dann? Was aus den ehemaligen Kandidaten wurde

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Kommenden Montag startet die neue Staffel von «Popstars». Die Casting-Show hat des Öfteren als Sprungbrett für Karrieren in den Medien fungiert. Was ehemalige Teilnehmer heute machen...

«Popstars» bei Quotenmeter.de

Am 17. August startet die 11. Staffel Popstars bei RTL II. Zum Start der neuen Runde gibt es bei Quotenmeter.de schon ab Donnerstag einen Vorbericht darüber, was Zuschauer von der neuen Staffel erwarten können - Sidney Schering hat sich vor Ort ein Bild gemacht. Zudem befasst sich eine TV-Kritik inhaltlich mit den Neuerungen und Entwicklungen der Sendung und Stefanie Heinzmann hat sich den Quotenmeter.de-Fragen im Interview gestellt.
Castingshows bleiben ein Phänomen. Noch immer halten sich zahlreiche solcher Formate hartnäckig im Fernsehen und schöpfen weiterhin Quote aus den klassischen Zutaten solcher Sendungen: Emotionalisierung, Skandalisierung, Personalisierung und Intimisierung. Teilweise wird tief ins Privatleben der Kandidaten eingetaucht, doch der Traum vom großen Ruhm ist oft größer als das Bedürfnis nach Privatsphäre. Tatsächlich scheinen Castingshows eine vielversprechende Anlaufstelle zu sein, um mittelfristig weiterhin Teil des öffentlichen Geschehens zu bleiben – ob im Musik-Business oder anderswo. Zu diesem Schluss kamen viele Teilnehmer von «Popstars», das als weiterer Genrevertreter von Casting-Shows auch nach drei Jahren Sendepause nicht totzukriegen ist. Das Format, das einst bei RTL II startete, dann zu ProSieben wechselte und nun wieder bei erstgenanntem Sender zurückkehrt, brachte einige Persönlichkeiten vor, die sich hartnäckig in der Öffentlichkeit hielten.

Dabei gingen die ehemaligen Gesangs- und Tanztalente ganz unterschiedliche Wege. Im Rahmen der ersten Staffel formierte sich die Girlgroup „No Angels“ bereits im Jahr 2000 und avancierte zum heute noch immer erfolgreichsten Castingshow-Produkt Deutschlands. Schon 2003 folgte die vorläufige Trennung, auch ein Comeback sicherte keinen längeren Fortbestand der Gruppierung. Neben diversen Soloversuchen der Bandmitglieder blieb ein Teil der Band den Medien weiterhin enthalten.

Besonders Lucy Diakovska erblickten Fernsehzuschauer des Öfteren auch nach dem vorläufigen Aus der Girlgroup. So nahm sie mehrmals bei den «TV Total»-Events im Turmspringen und Wokrodeln sowie bei der Stock Car Crash Challenge teil. Zwischenzeitlich war sie unter anderem häufiger bei VIVAs «Shibuya» sowie im bulgarischen Fernsehen und auch im ORF als Jurorin von Castingshows zu sehen. Nach einer Teilnahme bei der Talent-Gameshow «The Winner is...» auf Sat.1 im Jahre 2012, kehrte sie zu «Popstars» zurück und bekleidete zusammen mit Ross Antony und Senna Guemmour die Jury des Formats. Ab September 2013 zählte sie auch zum Cast von Sat.1‘ «Promi Big Brother», der Musik blieb sie aber nie lange fern. Noch immer spielt sie in diversen Musicals auf und tourt herum, das nächste Fernseh-Engagement erwartet Diakovska im Herbst 2015, wenn sie Jury-Mitglied des bulgarischen «X-Factor» wird. Auch Diakosvkas ehemalige Band-Kollegin Sandy Mölling wirkte vor einigen Jahren bei verschiedenen Fernseh-Formaten bei VIVA, Das Vierte oder Sat.1 mit. Ab Juni 2015 ging sie jedoch unter die Autoren und veröffentlichte ihr erstes Kinderbuch.

Keine «Popstars»-Band hatte je wieder größeren Erfolg als die «No Angels», doch auch für „Bro’Sis“, die Gewinner der zweiten Staffel auf RTL II, lief es musikalisch noch ziemlich gut. Besonders Ross Antony blieb nach der Auflösung der Band im Jahr 2006 weiter präsent. Im Jahr 2007 folgte zunächst seine Autobiografie, danach war er immer öfter Teil diverser TV-Formate, sei es in Doku-Soaps wie der «V.I.P. Hundeprofi», Musikshows wie «Die ultimative Chartshow», Quiz-Shows wie «Es kann nur E1NEN geben» oder Talk-Shows wie «Markus Lanz». Auch eigene Formate erhielt Antony bereits, vor allem bei RTL II, wo er ab Mai 2011 «Bingo! Bingo!» oder zwischen 2011 und 2013 «Ross – Der Kindergartenboss» präsentierte. Mittlerweile moderiert er im MDR seine eigene Schlagersendung «Meine Schlagerwelt».

Alle «Popstars»-Bands im Überblick

  • 1. Staffel (2000): No Angels
  • 2. Staffel (2001): Bro'Sis
  • 3. Staffel (2003): Overground & Preluders
  • 4. Staffel (2004): Nu Pagadi
  • 5. Staffel (2006): Monrose
  • 6. Staffel (2007): Room2012
  • 7. Staffel (2008): Queensberry
  • 8. Staffel (2009): Some & Any
  • 9. Staffel (2010): LaVive
  • 10. Staffel (2012): Melouria
Auch die Karriere von Antonys Kollege Giovanni Zarrella ähnelte der des Briten lange. Der Deutsch-Italiener tingelte nach dem Aus von Bro’Sis von Fernseh-Show zu Fernehshow und nahm unter anderem auch an den Raab-Events wie der Stockcar Crash Challenge oder den Autoball-Turnieren teil. Im Vergleich zu Antony erhielt Zarrella jedoch etwas früher eigene Formate. So stand er in den ProSieben-Celebrity-Dokus «Jana Ina & Giovanni – Wir sind schwanger» und später in «Jana Ina & Giovanni – Pizza, Pasta & Amore» jeweils neben seiner Frau im Mittelpunkt. Heutzutage arbeitet Zarrella zu großen Teilen auch nur mit seiner Stimme, unter anderem beim Radiosender RPR1, wo er seit 2013 die Morning-Show des Senders verstärkt oder als Synchronsprecher von Animationsfilmen wie «Manolo und das Buch des Lebens». Den wohl größten Coup aller «Popstars»-Kandidaten landete Zarrella mit seinem Engagement für die Live-Übertragungen der UEFA Europa League auf Sport1. Diese moderiert er ab dieser Saison neben Oliver Schwesinger. Zuvor trat er als Champion League-Kenner regelmäßig im «Mobilat Fantalk» des Sportsenders auf.

Nicht ganz so viel Glück hatten die Sieger der dritten Staffel, die sich aus dem öffentlichen Geschehen mittlerweile wieder weitestgehend zurückgezogen haben Einen interessanten Werdegang hat dafür wieder „Nu Pagadi“-Sänger Markus Grimm vorzuweisen. Der Gewinner der vierten Staffel versuchte sich noch lange Zeit als Musiker, aber auch als Moderator und Schriftsteller, woraus zusammen mit «Star Search»-Gewinner Martin Kesici beispielsweise das Buch „Sex, Drugs & Castingshows. Die Wahrheit über DSDS, Popstars & Co.“ entstand. Mittlerweile arbeitet er als Sprecher für Hörspiele und Apps sowie als Live-Moderator. Musik veröffentlicht Grimm jedoch weiterhin.

Ein Jahr später startete die Girlgroup „Monrose“ durch. Senna Gammour saß 2012 in der Jury von «Popstars», seitdem trat sie im Fernsehen bei «Promi Shopping Queen» oder «Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika» (Foto) auf. Auf der Internet-Plattform Facebook hat sie sich mit regelmäßigen Videos, die meistens von typischen Frauen-Themen handeln, eine große Anhängerschaft aufgebaut. Noch bis heute verfolgt Mandy Capristo ihre Musikkarierre, bald soll ihr zweites Studioalbum erscheinen. In der Öffentlichkeit war Capristo unter anderem lange durch ihre Beziehung mit dem Fußballer Mesut Özil ein Thema, zuletzt fungierte sie zudem als Jurorin der 12. Staffel von «Deutschland sucht den Superstar». Bahar Kizil bewarb sich 2015 erfolglos beim NDR mit zwei Titeln für «Unser Song für Österreich».

Die Mitglieder der Band «Room 2012», die aus der sechsten Staffel hervorging, hatten im Medien-Geschäft nach ihrer kurzen Musik-Karriere wenig Erfolg. Einzig Tialda van Slogteren hatte mehrere Fernsehauftritte, unter anderem bei «taff» oder 2012 bei «The Winner is…», wo auch ihr ehemaliger Kollege Cristóbal Moreno antrat. Van Slogteren war 2013 zudem Teil von «Reality Queens auf Safari». Gabriella De Almeida Rinne, gerufen ‚Gabby‘, feierte im Rahmen der siebten «Popstars»-Staffel Erfolge. Sie brachte Anfang 2013 unter anderem eine Kinder- und Babykollektion auf Markt und mischte danach im Reality-Fernsehen mit, nämlich in «Reality Queens auf Safari», «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» und zuletzt auch in «Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!». Kollegin Leonore Bartsch versucht ihr Glück weiterhin in der Musik als Teil des Duos „Resaid“, zusammen mit Chris Thompson sang sie im Februar 2015 auch den Titelsong zum ARD-Spielfilm «Der Kotzbrocken».

Noch drei Staffeln folgten bis 2012. Kaum einer der Gewinner hielt sich weiter im Mediengeschehen. Eine Ausnahme stellt Vanessa Meisinger dar, die nach Staffel acht eine Hälfte des Gewinner-Duos „Some & Any“ bildete. Super RTL entdeckte Meisinger im Jahre 2013 für sich. Seitdem moderiert sie dort «WOW Die Entdeckerzone» als Ablösung von Nina Moghaddam, weitere Moderationen beim Jugendsender folgten. Als Reporterin bei einem großen Sender trat Meisinger erstmals im Juni 2015 auf. Dort führte sie durch Beiträge von ProSiebens «Galileo» und gastierte auch im Studio.

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