Quotencheck

«Newtopia»

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Wie schlecht waren die Zahlen für das Sat.1-Vorabendformat wirklich?

«Newtopia» ist Geschichte – das TV-Experiment, in dem sogenannte Pioniere eine neue Gesellschaft aufbauen sollten und das für ein Jahr Sendezeit ausgelegt war, wurde vorzeitig beendet. Grund dafür sind – neben all den inhaltlichen Problemen – vor allem die schlechten Einschaltquoten gewesen. Dabei verlief der Start am 23. Februar sehr ordentlich. 2,83 Millionen neugierige Zuschauer schalteten ein, 1,62 Millionen von ihnen waren zwischen 14 und 49 Jahre alt. Das führte zu stolzen 10,1 Prozent beim Gesamt- und 17,2 Prozent beim Zielpublikum. Bis zum Freitag blieb die Gesamtreichweite oberhalb der Zwei-Millionenmarke. Dennoch ging es kontinuierlich bergab: 2,62 Millionen wurden am Dienstag ermittelt, 2,49 Millionen und 2,15 Millionen waren es am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag. Am Freitag belief sich die Reichweite auf 1,92 Millionen.

Am Ende der ersten Woche betrug der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen 11,7 Prozent. Zwischen 11,0 und 13,2 Prozent wurden in der Folgewoche ausgewiesen – ebenfalls noch gute Werte. Es zeichnete sich aber hier schon ein Abwärtstrend ab. Betrachtet man die Wochen-Mittelwerte, so verringerte sich der durchschnittliche Marktanteil bei den Umworbenen von anfangs 13,9 in Woche eins auf 8,7 Prozent in Woche fünf. Letztere war im Übrigen auch die erste, in der ausschließlich einstellige Zielgruppen-Quoten generiert wurden. 8,9 Prozent waren am Montag (23. März) beziehungsweise Mittwoch (25. März) das höchste der Gefühle.

Beim Gesamtpublikum ab drei Jahren schrumpfte die Zuschauerzahl im Mittel von 2,40 Millionen auf 1,64 Millionen. Mit 10,0 und 10,9 Prozent bei den Umworbenen gelang es in Woche sechs, wieder die Zweistelligkeit zu erreichen. Der Wochenschnitt verbesserte sich demnach auf 9,6 Prozent. Die Gesamt-Sehbeteiligung dagegen befand sich weiter im freien Fall. Sie betrug in dieser Sendewoche nur noch 1,58 Millionen, wiederrum sieben Tage später standen 1,44 Millionen auf der Uhr. Auf diesem Niveau verharrte «Newtopia» dann auch erstmal.

Zwischen 1,38 und 1,44 Millionen wurden im Mittel erzielt. Bei den Werberelevanten standen zumeist Ergebnisse um acht oder neun Prozent zu Buche – viel zu wenig für eine solch kostspielige Produktion. Mitte Mai ging die Wochen-Reichweite weiter zurück. Sie fiel von 1,44 auf 1,30 Millionen. Bei den Jungen wurden in der Sendewoche weiter maue 9,4 Prozent gemessen. Vom 18. bis 22. Mai konnten sich im Schnitt nur noch 1,23 Millionen für «Newtopia» begeistern. 7,4 Prozent kamen in der Zielgruppe zustande. 0,49 Millionen Umworbene sahen sich im Mittel die Folgen von Montag bis Freitag an. 1,17 beziehungsweise 1,13 Millionen waren es in den beiden Wochen danach, womit der Abwärtstrend weiterging.

Vom 8. Juni bis 13. Juli schwankte die durchschnittliche Wochenreichweite von «Newtopia» zwischen 1,09 und 1,29 Millionen. In der vorletzten Sendewoche war dann endgültig die Luft raus. Der Marktanteil bei den Umworbenen betrug nur noch 6,7 Prozent, da zweimal Werte im Bereich von gerade mal fünf Prozent eingefahren wurden. 0,90 Millionen sahen am Freitag, den 17. Juli zu – so wenige wie noch nie. Die letzte Sendewoche kam zwar durchweg auf über eine Million Zuschauer; 1,14 Millionen wurden beispielsweise für das Finale am 24. Juli ausgewiesen. Doch der Zielgruppen-Marktanteil blieb bei schlechten 6,0 bis 9,3 Prozent hängen.

Sat.1 hat «Newtopia» nun begraben. Das kann man dem Münchner Privatsender angesichts der ziemlich mageren Durchschnittswerte auch nicht verübeln. Im Mittel kamen die 106 gesendeten Ausgaben auf 1,43 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, 0,63 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahre alt. In Marktanteilen ausgedrückt führte dies zu 6,4 respektive 9,1 Prozent.

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