Quotencheck

«Topfgeldjäger»

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Das ZDF-Kochformat sorgte in den vergangenen Wochen so gut wie gar nicht für Quoten über dem Senderschnitt.

Seit 2010 wird im ZDF-Nachmittagsprogramm gekocht. Die «Topfgeldjäger» werden werktags gegen 15.05 Uhr beim öffentlich-rechtlichen Fernsehkanal ausgestrahlt. Seit vergangener Woche legt die Kochshow jedoch zugunsten von «Bares für Rares» eine Pause ein, das den Slot für die nächste Zeit übernehmen wird. Die Trödelshow mit Horst Lichter schlägt sich dabei aus Quotensicht ähnlich wie die «Topfgeldjäger» suboptimal.

Fakt ist, dass es die «Topfgeldjäger» zwischen dem 2. Februar und 15. Mai lediglich bei sechs von insgesamt 67 Ausgaben über die Marke von einer Millionen Zuschauern gekommen waren. Bitter fielen zumeist auch die dazugehörigen Marktanteile aus. Bloß ein einziges Mal wurde die Zweistelligkeit beim Gesamtpublikum ab drei Jahren erreicht. Das war am Donnerstag, den 19. Februar der Fall, als exakt zehn Prozent aller Fernsehenden einschalteten. 1,08 Millionen saßen vor den TV-Geräten, was in dem von uns betrachteten Zeitraum einem Bestwert entsprach.

Bei den anderen fünf Malen, bei denen die Millionenmarke geknackt wurde, bewegte sich die Reichweite zwischen 1,00 und 1,05 Millionen. Am 5. und 9. Februar wurden 1,03 beziehungsweise 1,05 Millionen unterhalten, die dazugehörigen Marktanteile betrugen 8,7 und 8,5 Prozent. Die erfolgreichste Ausstrahlungswoche war vom 16. Februar bis 20. Februar: Gestartet mit Zuschauerzahlen in Höhe von 0,96 und 0,88 Millionen, wusste sich die Produktion auf 1,00, 1,08 und schließlich 1,02 Millionen zu verbessern. Von den jüngeren 14- bis 49-Jährigen sahen 0,12 bis 0,23 Millionen zu, was Marktanteile von 2,8 bis bestenfalls 5,3 Prozent möglich machte.

So weit zu den noch halbwegs erträglichen Werten, obgleich selbst die unter Senderschnitt waren. Denn im zurückliegenden Monat April konnte das ZDF bei allen auf durchschnittlich 12,2 verweisen, beim jüngeren Publikum waren im Mittel 5,5 Prozent zu holen. Ersteres Ergebnis wurde nicht einmal erzielt, geschweige denn übertroffen. Bei den Jungen war das gleiche Trauerspiel zu beobachten. Ausnahme war der 23. März, als mit 5,7 Prozent ein Marktanteil über dem Soll erzielt wurde. Der Tiefpunkt wurde dagegen am 14. April erreicht, als mickrige 0,03 Millionen 14- bis 49-Jährige sowie damit verbundene 1,0 Prozent zu Buche standen. Ähnlich schlecht schnitten die «Topfgeldjäger» beim jungen Publikum erst vor wenigen Wochen ab. Am 11. Mai startete eine neue Ausstrahlungswoche mit nur 0,04 Millionen 14- bis 49-Jährigen, der Marktanteil betrug 1,6 Prozent.

Im Mai schwankte die Produktion zwischen 0,48 und 0,79 Millionen Zusehern, 0,04 bis 0,13 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahre alt. Das Höchste der Gefühle waren zuletzt 8,2 Prozent Gesamtmarktanteil respektive 4,5 Prozent bei den Jüngeren. Vielleicht kam die Pause also nicht ganz ungelegen. Doch ob «Bares für Rares» die Trendwende bringen kann, bleibt fraglich. Schließlich war die erste Woche mit Marktanteilen von bis zu 0,87 Millionen Zusehern ab drei Jahren und dazugehörigen 9,5 Prozent auch nicht gerade der Quotenknaller – immerhin war aber zwischenzeitlich die Zweistelligkeit nicht mehr ganz so weit entfernt.

Im Schnitt unterhielten die von uns 65 betrachteten Ausgaben der «Topfgeldjäger» 0,77 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, 0,11 Millionen davon befanden sich im Alter zwischen 14 und 49. Das führte zu miesen Marktanteilen von 7,3 respektive 3,3 Prozent.

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