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«Gefragt – Gejagt»-Moderator Alexander Bommes: „Schnell, abwechslungsreich und am Ende gewinnen die Bayern“

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Vom NDR auf die große Bühne im Ersten. Ab Montag übernimmt Bommes mit seinem «Gefragt – Gejagt» den «Quizduell»-Sendeplatz.

Zur Person: Alexander Bommes

1976 in Kiel geboren, erreichte Bommes zunächst als Handball Profi Berühmtheit. Für Dormagen und Gummersbach lief er in der ersten Bundesliga auf. Nach seiner Profi-Karriere wechselte er zum NDR, wo er ab 2008 über Wahlen berichtete und das «Hamburg Journal» präsentierte. Es folgte der Sprung in die Moderatoren-Riege der «Sportschau» (u.a. Boxen und Fußball). Während er seit 2012 «Gefragt - Gejagt» moderiert, gab er die «NDR Quizshow» kürzlich an Jörg Pilawa ab. Dafür macht er nun den NDR-Talk «Tietjen & Bommes» und ist seit zwei Jahren Gastgeber des «Sportschau Clubs».
Alexander Bommes, vom NDR geht es ab 18. Mai werktäglich um 18 Uhr auf die große ARD-Bühne. Was ist das für ein Gefühl?
Ein super Gefühl! (lacht) Das ist ein Format, das ich seit nun vier Jahren wahnsinnig gerne habe. Und viele Zuschauer offensichtlich auch. Das gibt uns jetzt die Möglichkeit, auf einen neuen Sendeplatz zu wechseln. Es ist ja kein neues Format oder eine neue Sendung. Es ist einfach für das ganze Team eine Belohnung für die vergangenen Jahre. Wir genießen jede Minute dieser 35 Sendungen.

Der Quizshow-Hype lässt scheinbar nicht nach?
Ist es ein Hype? Ich weiß nicht. Dass das internationale Format «Gefragt – Gejagt» seit Jahren ein Hype ist, das kann ich jedenfalls sehr gut verstehen. Ansonsten hat sich auch «Das Quizduell» mittlerweile mehr als etabliert. Ich glaube, die Idee einer Quizshow ist zwar relativ simpel, aber unheimlich gut. Was machen wir denn abends, wenn wir gemeinsam auf der Coach sitzen und zusammen etwas trinken? Da kommt es auch im privaten Bereich vor, dass Fragen in den Raum geworfen werden. Wenn man dann auch noch etwas gewinnen kann, ist das eine ganz nachvollziehbare Form von guter Fernsehunterhaltung. «Gefragt – Gejagt» hat alles, was ein modernes Fußballspiel ausmacht: Es ist schnell, abwechslungsreich, spannend und am Ende gewinnen meistens die Bayern. Unser FC Bayern heißt der Jäger!

Das Format geht jetzt fünfmal pro Woche on-air. Keine Angst vor einer Übersättigung?
Nein, da wären wir schlecht beraten, wenn wir Angst davor hätten. Wir freuen uns erst mal, dass wir auf die länger andauernde und größere Bühne gehen. Die Leute gucken seit einigen Wochen offensichtlich um diese Uhrzeit wieder gerne Quiz - Warum sollten die Zuschauer dann nicht auch an «Gefragt – Gejagt» Gefallen finden? Wenn es Quiz pur gibt, ist das «Gefragt – Gejagt»! Nirgendwo werden mehr Fragen gestellt, nichts ist schneller. Hier läuft es nicht wie in anderen Quizshows: Jeder gewinnt mal ein bisschen was und trallala! Nein, wer verliert, geht Heim und wer gewinnt, ist ein richtiger Held! Das hat eine Reputation. Wer allein schon da hinkommt, der traut sich was!

Welche Auswirkung hat die ausgeweitete Produktion auf Ihre Freizeit?
Naja, die ist ja sonst enorm bestückt, meine Freizeit (lacht) Für mich heißt das in erster Linie, dass ich für die Dauer dieser Produktion von 35 Folgen, die wir innerhalb von drei Wochen aufzeichnen, ein bisschen meinen Kopf ausschalten kann. Das ist sehr angenehm. Denn da gibt es keine langen Vorbereitungen für mich. Ich freue mich jeden Tag hier herzukommen und jeder Tag ist neu. Mal gewinnt der Jäger drei Sekunden vor Schluss und ab und zu passiert es mal, dass er verliert. Das ist dann ein ganz besonderer Tag. Ich werde auch jeden Tag schlauer, weil ich mir natürlich vorher ein paar Fragen durchlese, deren Antworten ich bis dahin meistens nicht kannte. Das macht mir einfach Spaß. Das Ganze geht von mittags bis abends um neun, halb zehn. Das ist also nicht anders als sonst auch.

Welche Gäste sind in den neuen Promi-Specials dabei?
Es kommt Matthias Opdenhövel und Steffen Hallaschka. Ansonsten sind noch Mareile Höppner, Sonja Zietlow, Michael Stich und viele andere Promis dabei, die sich der Sache stellen. So auch Lilo Wanders, die ist unglaublich schlau und smart. Es ist immer sehr spannend, wie die Promis so abschneiden. Aber diese psychologische Komponente da zu stehen, A in der Schnellrate-Runde und B vor allem danach gegen den Jäger, ist schon eine, die selbst Leute, die eigentlich sehr schlau sind, an ihre Grenzen bringt. Das haben wir auch in den vergangenen Jahren schon gemerkt.

Sind Sie selbst schon mal in die Kandidaten-Rolle geschlüpft?
Das habe ich noch nicht gemacht, nein! Das hat auch seinen Grund… (lacht) Ich bin bei der Show aber sehr nah an den Kandidaten dran und bekomme die Aufregung sehr stark zu spüren. Ich will jetzt nicht gegen mich reden, aber das ist keine Sendung, wo der Moderator im Mittelpunkt steht. Es geht hier um den Kandidaten gegen den Jäger. Das ist eine Zweikampf-Sendung. Ich bin eher der Psychologe in der Sendung, weil ich während der ganzen Zeit den Kandidaten versuche zu sagen: Das läuft! Alles ist gut! Vergiss, was Du falsch gemacht hast und blicke nach vorne! Ich glaube, dafür sind die Kandidaten manchmal auch ganz dankbar.

In der Sendung geht es auch um „Good Guy, Bad Guy“. Schon mal Mitleid mit dem Kandidaten-Jäger gehabt, der meist alle Antworten kennt und dennoch der „Bad Guy“ der Sendung ist…?
Die Promis haben natürlich viel mehr Angst vor einer Blamage. Ich sage ihnen dann immer: Ihr könnt Euch nicht blamieren! Wenn Du zwei plus zwei ist vier nicht weißt, dann bist Du eh nicht in unserer Sendung, denn so eine leichte Frage, wird bei uns erst gar nicht gestellt.
Alexander Bommes über die Promi-Ausgaben seiner Show «Gefragt - Gejagt»
Bei «Gefragt – Gejagt» geht es absolut um Good Guy gegen Bad Guy, ja. Aber Mitleid braucht kein Jäger! Ganz im Gegenteil. Ich wüsste im Moment nicht, ob es überhaupt schon mal einen Fall gab, wo ich dachte: Och, der arme Jäger! Ich bin da empathisch schon bei den Kandidaten. Es ist etwas Großes, wenn die gewinnen. Das ist nicht der Normalfall! Das sage ich den Kandidaten auch immer vor der Sendung. Und ich sage es auf keinen Fall, um sie zu demotivieren, ganz im Gegenteil: Es geht eher darum, ihnen die Angst zu nehmen. Gerade bei Promi-Kandidaten ist das so. Die Promis haben natürlich viel mehr Angst vor einer Blamage. Ich sage ihnen dann immer: Ihr könnt Euch nicht blamieren! Wenn Du zwei plus zwei ist vier nicht weißt, dann bist Du eh nicht in unserer Sendung, denn so eine leichte Frage wird bei uns erst gar nicht gestellt. Die Fragen sind alle schwer, daher sagt man nicht: Ach, guck mal, ist der doof! Die Motivation entsteht dadurch, ein Duell gegen den Jäger zu gewinnen und ins Finale zu kommen. Derjenige, der das schafft, hat eine wirklich gute Sendung gehabt. Ganz egal, was hinten raus passiert. Da kann man sich schon freuen.

Gibt es durch den Sendeplatz und Senderwechsel irgendwelche Veränderungen an der Sendung?
Nein, es gibt überhaupt keine Änderungen. Ich glaube, das ist auch das Geheimnis des Formats, das von der ersten Ausstrahlung bis heute nichts verändert wurde. Einzig diese sogenannten „Cash Builder“ in der Schnellrate-Runde wurden von 200 auf 500 Euro erhöht. Dann hast Du noch ein bisschen mehr Spielgeld, das Du als Kandidat nachher eh wieder verlierst (lacht).

Sie sind Ex-Handball-Profi. Wie halten Sie sich für die neue Staffel fit?
Ich bin aufgrund der Wetterlage etwas umgeschwenkt von jeden Morgen Joggen auf morgens Golfspielen. Ich habe auf dem Golfplatz in den letzten Wochen allerdings so viel Demut gelernt, dass ich nicht weiß, ob mein Ziel des guten Golfers erstens erreichbar und zweitens gut für mich ist. Vielleicht steige ich doch wieder um auf laufen. (lacht) Ich habe mir jetzt schon ein Golf-Verbot erteilt, um mich die nächsten Wochen komplett auf diese Sendung hier zu konzentrieren und mich nicht über mein aktuelles Handicap zu ärgern. (lacht)

Aktuell sind 35 Folgen angesetzt. Wie geht es danach weiter?
Ich bin ja nicht der Trainer, ich bin der Spieler. Gott sei Dank bin ich auch nicht der Programmplaner. Dementsprechend kann ich nicht sagen, ob es danach weitergeht. Ich weiß nur, dass es dieses Jahr weder Olympia und noch eine Fußballmeisterschaft geben wird. Daher hoffe ich auf einen vergleichsweise ruhigen Sommer – mit viel Golf (lacht).

Gibt es denn Quotenvorgaben der ARD?
Ich habe mir in den vergangenen Jahren abgewöhnt, jeden Morgen um 8.30 Uhr einen Wecker zu stellen, um auf die Quoten zu schauen. Meistens wird das Wecken jetzt sowieso durch meine Kinder erledigt. Wenn ich dann aufstehe, sind die Quoten noch gar nicht da. Anschließend vergesse ich es dann hoffentlich. Ich kann nur sagen, dass wir alle sehr positiv gestimmt sind, eine gute Sendung zu machen. Und ich bin mir sicher: Wenn keiner guckt, dann liegt es nicht an der Sendung. Aber ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass die Zuschauer, die Quiz mögen, ausgerechnet bei «Gefragt – Gejagt» umschalten - Zumal sie es in Scharen in den letzten Jahren im Dritten Programm geguckt haben. Warum sollten sie es dann im Ersten nicht auch schauen?

Wie sehr beobachteten Sie im Vorfeld die Quoten vom «Quizduell», dessen Sendeplatz Sie erben?
Vielleicht bin ich da zwei Schritte neben diesem Geschäft, aber ich gucke da nicht so hin. Ich weiß nur, dass die sehr gut sind. Das freut mich wirklich, weil das zeigt, dass sich die Zuschauer an diesen Quiz-Platz gewöhnt haben. Das ist der größte Verdienst von Jörg Pilawa. Es wird sich zeigen, ob wir mit «Gefragt – Gejagt» an diesen Erfolg anknüpfen können. Das wäre natürlich ein schönes Zusammenspiel, wenn wir uns den Staffelstab übergeben.

Vielen Dank für das Gespräch, Alexander Bommes.

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