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«Glee»: Vom Erfolg zur großen Enttäuschung

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Bereut man es bei FOX inzwischen, die High-School-Serie früh bis zu einer sechsten Staffel verlängert zu haben?

«Glee»-Quoten-Quickie

  • Staffel 1: 9,28 Millionen
  • Staffel 2: 11,64 Millionen
  • Staffel 3: 7,31 Millionen
  • Staffel 4: 5,86 Millionen
  • Staffel 5: 3,27 Millionen
Reichweiten ab zwei Jahren
Am 19. April 2013 verkündete der US-Amerikanische Fernsehsender FOX eine Verlängerung der Erfolgsserie «Glee» , einer musikalischen Komödie, die in der fiktiven William McKinley High School in Lima, Ohio spielt. Die Serie wurde vor nicht allzu langer Zeit um zwei weitere Staffeln verlängert, doch schon damals knüpfte die ehemalige Erfolgsserie nicht mehr an die fantastischen Quoten vergangener Staffeln an. Thematisch dreht sich das Format um den „Glee-Club“, einem modernen Chor, der mit den Jahren Glanz und Glamour verlor und nun von Lehrer Will Schuester erneuert wird, um die vergangene Anerkennung zurückzuerlangen. Nach fünf Staffeln stellen sich Fans und Sender die Frage: War eine Verlängerung um eine fünfte/sechste Staffel eine Fehlentscheidung?

Die Pilotfolge ist am 19. Mai 2009 auf FOX ausgestrahlt worden und weckte das Interesse von 9,62 Million Zuschauern. Schon damals wurde dem Format eine „große“ Zukunft prophezeit.. Einige Monate später, am 9. September 2009, folgte die Fortsetzung der Serie. Die Episode „Showmance“ knüpfte zwar nicht an die starken Zuschauerzahlen an (7,50 Millionen), fuhr aber weiterhin eine gute Einschaltquote ein. Die nächsten Staffeln entwickelten sich zu einem Zuschauermagnet und «Glee» wurde als „Erfolgsserie“ gefeiert, die durchschnittliche Zuschauerzahl der zweiten Staffel von 11,64 Millionen Menschen erfreute Darsteller, sowie Sender. Die dritte Staffel, die mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl 7,31 Millionen Menschen deutlich an Zuspruch verlor, sorgte innerhalb des Senders weiterhin für Zufriedenheit.

Die vierte Staffel deutete allerdings weiterhin einen kontinuierlichen Abwärtstrend an, die Erfolge der ersten und zweiten Staffel rückten stetig in weite Ferne: Folge zwei bildete mit 7,46 Millionen Zuschauern die höchsten Einschaltquoten, Episode sieben fuhr mit 4,62 Millionen Zusehern den niedrigsten Wert ein. Die ersten 18 Folgen der vierten Staffel fanden vor der offiziellen Bekanntgabe der zwei weiteren Staffel den Weg ins Fernsehen, die niedrigen Einschaltquoten ließen sich auch schon in Staffel drei beobachten, weshalb die Frage gestellt werden sollte: Warum entschied sich FOX, die Serie gleich um zwei weitere Staffeln zu verlängern, obwohl das Zuschauerinteresse stetig abnahm? Gründe können zum aktuellen Zeitpunkt nur vermutet werden, doch das mediale Interesse der Serie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einnahmen könnten Einfluss auf die Entscheidungen gehabt haben, die Serie als Produkt weiterhin zu vermarkten. Neben der eigentlichen Serie haben die Fernsehauftritte, Konzerte, CD-Veröffentlichungen und allgemeine Merchandise-Artikel Geld eingespielt, sie waren in den vergangenen Jahren unglaublich gefragt. Trotz des medialen Echos, werden die Einschaltquoten das FOX-Management keineswegs zufriedenstellen, die Quoten liegen weit unter den Senderniveau.

Schmerzlich dürften auch die Quoten von Season fünf aufgenommen worden sein, denn «Glee»  erlebte nach einigen Episoden einen erneuten Einbruch. FOX hatte «Glee» vor der Ausstrahlung auf den Donnerstag (21.00 Uhr) verlegt, damit die Serie von den Sendungen wie «The X-Factor» und «American Idol» profitiere, doch auch dieser Sendeplatzwechsel sorgte erneut für einen dramatischen Quotenfall. Die erste Folge der fünften Staffel, ausgestrahlt am 26. September 2013, knüpfte zwar an den bisherigen Werten an und verbuchte 5,06 Millionen Zuschauer, doch schon nach Folge sechs kam es zum besagten Fall: Die Ausstrahlung am 28. November lockte lediglich 2,84 Millionen Fans an die Geräte, die restlichen Episoden der Staffel überboten den Wert von über drei Millionen lediglich einmal, ansonsten stagnierten die Quoten stetig im Zwei-Millionen-Bereich. Vergleicht man die aktuellen Werte mit denen der ersten Staffel, ist von einer Marktumorientierung zu sprechen, da die bisherigen Zuschauer sich auf Dauer nicht mehr für die Serie begeistern ließen. Das Staffelfinale, welches am 13. Mai 2014 ausgestrahlt wurde, fuhr desaströse 1,87 Millionen Zuseher ein, so dass mit der letzten Episode ein neuer Negativrekord aufgestellt wurde, sie fiel erstmals unter zwei Millionen Zuschauer. Die durchschnittliche Anzahl an Zuschauern beträgt bei Staffel fünf nur noch zirka 3,27 Millionen, so dass man im Vergleich zur vorherigen Staffel weitere 2,59 Millionen Zuschauer verlor.

Zur Erinnerung: Während der Season zwei hielt man sich größtenteils konstant über der Zehn-Millionen-Marke, die Zuschauerzahlen waren ein fantastischer Erfolg und die Fanbase schien stetig zu wachsen. Die Episode „The Sue Sylvester Shuffle“, ausgestrahlt am 6. Februar 2011, lief nach dem «Super Bowl», dem meistgesehenen Fernsehevent des Landes, und generierte 26,80 Millionen Zuschauer, was logischerweise ein neuer Rekord für den Sender und eine der besten Einschaltquoten der Jahre zwischen 2008 und 2011 bedeutete. «Glee» verbuchte einen Zuschaueranstieg von 15,73 Millionen Menschen. Allgemein war zweite Staffel ein voller Erfolg, mit einer durchschnittlichen Quote von ungefähr 11,64 Millionen Fans war sie an ihrem Höhepunkt angekommen.

Wie geht es mit «Glee» weiter? Schon im Oktober 2013 verkündete Produzent Ryan Murphy, dass die sechste Staffel den Abschluss bilden wird. Laut Murphy plane man mit 24 Episoden, doch die genaue Anzahl sei mit dem Sender bisher nicht endgültig geklärt. Die sechste Staffel wird vermutlich erst im Jahre 2015 anlaufen.

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