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Die Wikinger machen Quote

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Während deutsche Fans gerade erst in den Genuss der ersten Staffel kommen, beendete «Vikings» in Übersee jüngst seine zweite Runde – und das mit beachtlichem Erfolg. Quotenmeter hat den Blick auf die Zahlen.

«Vikings»  gilt, abgesehen von einigen Miniserien, als erste fiktionale Serie, die beim eigentlich auf Dokumentationen spezialisierten Sender History seit Anfang 2013 auf Quotenfang geht. Der Mann hinter der Serie ist Michael Hirst, der bereits mit «The Tudors»  bewies, wie man gekonnt geschichtliche Stoffe zu einer Serie zusammenfügt. «Vikings» erzählt die Geschichte des Wikingers Ragnar Lodbrok, dessen Figur an den wahren Ragnar Lodbrok angelehnt ist, ohne dabei aber zu hohen Anspruch auf historische Genauigkeit zu legen. In der Serie sind Ragnar und seine Frau unzufrieden mit der Leitung ihres Stammes, insbesondere was die jährlichen Sommerraubzüge angeht. Während der Anführer stets Ziele anpeilt, bei denen es nach Ansicht von Ragnar nichts mehr zu holen gibt, hat er andere Pläne im Kopf und beginnt diese zu verfolgen.

«Vikings» in Deutschland

ProSieben zeigt derzeit die neun Folgen umfassende erste Staffel am Freitagabend. Die Episoden wurden dabei zu Dreierblocks zusammengepackt, sodass die Ausstrahlung schon am kommenden Freitag zu Ende geht. Mit den bisher erzielten Quoten kann der Sender aber zufrieden sein. Die ersten drei Ausgaben verfolgten im Schnitt 1,91 Millionen Menschen, was einem soliden Zielgruppenmarktanteil von 11,1 Prozent entsprach. Am zurückliegenden Freitag steigerte man sich auf 12,3 Prozent bei insgesamt 2,16 Millionen Zuschauern.
Premiere feierte «Vikings» am 3. März 2013 und bescherte dem ausstrahlenden Sender History hervorragende Quoten. 6,21 Millionen Menschen verfolgten damals den Start der Wikinger-Serie. Damit übertrumpfte der Sender wohl auch seine eigenen Erwartungen. Zum Vergleich: Die Miniserie «The Kennedys» mit Katie Holmes lief ebenfalls bei History und schaffte es in der Spitze „nur“ auf 1,9 Millionen Zuschauer. Zwar konnte «Vikings» die guten Auftaktwerte nicht halten und fiel mit der zweiten Episode auf 4,62 Millionen Zuschauer, womit man aber immer noch voll und ganz im grünen Bereich lag. Die dritte Ausgabe konnte sogar wieder rund 200.000 Zuschauer hinzugewinnen. Auch Folge vier und fünf hielten sich über der Vier-Millionenmarke, sodass es kaum verwundert, dass die Serie bereits einen Monat nach Ausstrahlungsbeginn um eine weitere Staffel verlängert wurde. Kurz nach dem Okay für die zweite Runde fiel «Vikings» zwar erstmals unter die Vier-Millionenmarke, schloss die erste Staffel aber mit zufriedenstellenden 3,58 Millionen Zuschauern ab.

Die zweite Staffel von «Vikings»  umfasst eine Folge mehr und kommt auf insgesamt zehn Episoden. Der Staffelauftakt flimmerte Ende Februar 2014 über die Bildschirme. Aus Quotensicht setzte man bei dem Wert an, mit dem die erste Runde zu Ende ging. 3,56 Millionen Menschen verfolgten die Rückkehr der Wikinger-Serie. Mit der zweiten Ausgabe gingen rund 300.000 Fans verloren und man landete bei einer Reichweite von 3,20 Millionen Zuschauern. Auch die nachfolgenden Episoden pendelten sich zunächst auf diesem Level ein. Damit lief es zwar nicht ganz so gut, wie während der ersten Staffel, dennoch reichten die bis dato erzielten Quoten aus, um die Serie auch diesmal vorzeitig zu verlängern. Bereits nach vier gesendeten Folgen gab der Sender am 25. März 2014 grünes Licht für eine dritte Staffel.

Nun mag es Zufall sein, aber ähnlich wie während der ersten Staffel verlor «Vikings» kurz nach der Verlängerung Zuschauer. Anfang April fiel die Serie erstmals unter die Drei-Millionenmarke und generierte 2,96 Millionen Zuseher. Ein Wert, der schon zwei Woche später ein weiteres Mal knapp unterboten werden sollte. Die achte Folge der zweiten Runde verfolgten 2,91 Millionen Menschen. Kurz vorm Staffelfinale ging es aber wieder bergauf. Am 24. April standen 3,11 Millionen Zuschauer zu Buche, ehe sich die finale Episode am 2. Mai 3,40 Millionen Fans nicht entgehen ließen. Damit steigerte man sich noch einmal spürbar und erzielte den zweitbesten Wert der abgelaufenen Staffel. Nur der Season-Auftakt verzeichnete mehr Zuschauer.

In Deutschland geht am kommenden Freitag erst einmal die erste Staffel zu Ende. Ob und wann ProSieben die zweite Runde hinterher schickt, ist noch nicht bekannt. Am Freitag nach dem Staffelfinale der ersten Runde laufen jedenfalls erst einmal wieder Spielfilme. Auch Fans in Übersee müssen sich derzeit wieder in Geduld üben. Die dritte Staffel, die erneut zehn Folgen umfassen wird, ist zwar bestellt, wird aber vermutlich wie seine Vorgänger im Frühjahr (sprich ab 2015) ausgestrahlt werden.

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