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Lisicki-Finale holt Traum-Quoten für Sky

Trotz Niederlage der Berlinerin sahen bei Sky zahlreiche Bundesbürger das Endspiel von Wimbledon. Das dürfte die ARD ärgern.

Die wichtigsten Tennis-Liverechte in Deutschland

  • ProSiebenSat.1: Premier Turniere der WTA-Tour, Davis Cup, Fed Cup
  • Eurosport: Australian Open, French Open, US Open
  • Sky: Wimbledon
  • Sport1: ATP World Tour 1000 und 500
Stand 20. April 2013
Kurz vor dem Finale wollte die ARD zuschlagen: Da die Berlinerin Sabine Lisicki überraschenderweise das Tennis-Finale von Wimbledon erreicht hatte, klopften die Verantwortlichen zum Rechteerwerb bei Sky an. Doch die Verhandlungen scheiterten aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen. ARD und Sky schoben sich darauf öffentlich den schwarzen Peter zu, Sky nannte das Angebot „nicht ausreichend“, die ARD sprach von „überzogenen Preisvorstellungen“. Leidtragende waren im Endeffekt alle Tennis-Fans, die über kein Sky-Abo verfügen, sie schauten am Samstagnachmittag in die Röhre.

Anders die Sky-Abonnenten: Aus ihrer Fraktion konnten ab kurz vor 15 Uhr 0,59 Millionen Zuschauer ermittelt werden. Das kam einem Marktanteil von phänomenalen 6,3 Prozent gleich. Gegenüber dem Halbfinale, das am Donnerstag noch 0,23 Millionen Zuschauer bei 2,3 Prozent erreicht hatte, konnte man folglich sehr deutlich zulegen. Noch erfolgreicher lief es beim jungen Publikum, bei dem eine Sehbeteiligung von 0,30 Millionen ermittelt werden konnte. Der daraus resultierende Marktanteil belief sich hier auf beeindruckende 8,4 Prozent – da dürfte die ARD neidisch über den Tellerrand schauen.

Der öffentlich-rechtliche Kanal musste sich nämlich am Vorabend mit der Zweitverwertung begnügen: Im Rahmen der «Sportschau»  berichteten die Verantwortlichen ab 17.45 Uhr eine halbe Stunde über das vorangegangene Match. 1,15 Millionen Zuschauer sahen die Bilder vom Nachmittag, das kam einem Marktanteil von 12,1 Prozent gleich. Kaum zu glauben, was hier mit einer Live-Übertragung möglich gewesen wäre.

Aber zurück zu Sky: Nicht besonders gut hatten beim Bezahlsender ab 14 Uhr die Vorberichte zum großen Finale funktioniert: Nur 0,06 Millionen Zuschauer – ein Bruchteil des später ermittelten Wertes – erbrachten Sky am Mittag 0,7 Prozent bei allen. Genau die Hälfte der Zuschauer, 0,03 Millionen, war im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Der Marktanteil hier belief sich auf immerhin 0,9 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
 •  Kurz-URL: qmde.de/64781

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