Quotencheck

«Heiter bis tödlich – Morden im Norden»

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Die erste Staffel der Krimiserie hat am ARD-Vorabend für keine Quotenbesserung gesorgt – eher das Gegenteil ist eingetreten.

Der Vorabend bleibt für Das Erste eine riesige Baustelle. Die zahlreichen «Heiter bis tödlich»-Krimis haben bis heute für keine Besserung gesorgt. Die Einschaltquoten der jeweiligen Serien, die seit dem Ende von «Gottschalk Live» nun wieder gegen 18.50 Uhr laufen, sind mies. Das zog auch schon Konsequenzen nach sich: So gab die ARD Ende Juni bekannt, sowohl «Henker & Richter» (donnerstags) als auch «Nordisch herb» (dienstags) nicht fortsetzen zu wollen. Auch der neueste Streich der ARD, «Morden im Norden», konnte das (Quoten-)Niveau nicht anheben. Unterm Strich lief es sogar noch etwas schlechter als für das zuvor an diesem Tag gezeigte «Nordisch herb».

«Morden im Norden» startete allerdings zu einer anderen Uhrzeit als «Nordisch herb», nämlich dienstags gegen 18.30 Uhr. Schon die Premiere am 21. Februar 2012 ließ nichts Gutes erahnen. Gerade einmal 1,46 Millionen Zuschauer ab drei Jahren schalteten ein, das entsprach einem Marktanteil von 5,9 Prozent. Zum Vergleich: Der Senderschnitt des Ersten beläuft sich auf circa zwölf Prozent. Und auch die 14- bis 49-Jährigen, die gerade für den Vorabend eine wichtige Rolle spielen, mieden die Serie: Lediglich 0,28 Millionen Junge sorgten für 3,3 Prozent Marktanteil. Normalerweise kommt Das Erste in dieser Gruppe aber auf knapp sechs Prozent. Zumindest die Marktanteile sollten sich in der zweiten Woche etwas bessern: 6,0 beim Gesamtpublikum sowie 3,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen dürften jedoch kaum für Freudensprünge gesorgt haben.

Am 6. März lief dann die dritte Folge, die nochmals leicht zulegen konnte. Die Reichweite bei allen blieb mit 1,42 Millionen stabil, dafür fiel der Marktanteil mit 6,2 Prozent wieder ein wenig höher aus als in der Vorwoche. Auch bei den jüngeren Zuschauern zeigte der Trend nach oben. 0,31 Millionen entsprachen 4,1 Prozent Marktanteil. Doch sieben Tage darauf ging es erstmals nach unten. 1,37 Millionen sahen nur noch zu, daraus resultierten 6,3 bei allen und 3,5 Prozent Marktanteil bei den Jungen. Noch weiter bergab ging es schließlich am 20. März, wo nur noch 1,34 Millionen gemessen wurden. Im Vergleich zu den nachfolgenden Wochen war man damit aber schon recht gut bedient.

Denn ab dem 27. März wollte gar nichts mehr gelingen. Fortan kam man nicht einmal mehr ansatzweise an die 1,5-Millionen-Marke heran. Zahlen bis zu 1,29 Millionen standen an der Tagesordnung. Die Marktanteile beim Gesamtpublikum lagen bis zum Staffelende zwischen erschreckend schwachen 4,5 und 6,4 Prozent. Dass bei den Jüngeren dann auch nichts mehr zu holen war, dürfte sich von selbst erklären. Immerhin hatte man hier noch etwas Hoffnung. So waren für die Folgen am 27. März und 3. April Marktanteile von 3,9, dann gar von 4,9 Prozent drin – letzterer Wert war ein Rekord. Die nächsten fünf Folgen liefen ähnlich.

Erst danach kam auch bei den Jungen der große Absturz. Vom 22. Mai an lagen die Marktanteile zwischen 2,8 und 3,4 Prozent. Den absoluten Tiefpunkt – sowohl bei Jung als auch Alt – markierte die Folge vom 22. Mai: Nur 0,71 Millionen Zuschauer ab drei Jahren schalteten «Morden im Norden» ein, der Marktanteil belief sich auf 4,5 Prozent. Von den 14- bis 49-Jährigen schauten nur 0,15 Millionen Menschen zu, das hatte 2,8 Prozent Marktanteil zur Folge. Mit 1,20 Millionen Zuschauern verabschiedete sich die Serie dann schließlich am 19. Juni in die Pause. Ob sie daraus zurückkehren wird, kann angesichts der schlechten Quoten bezweifelt werden.

Im Schnitt kamen die 16 Folgen nur auf einen Marktanteil von 5,9 Prozent. Damit liefen sie noch schlechter als das bereits abgesetzte «Nordisch herb», das ebenfalls miese 6,3 Prozent erreicht hatte. Das gleiche Spiel gab es bei den Zuschauerzahlen zu beobachten: «Morden im Norden» war mit durchschnittlich 1,19 Millionen Zuschauern noch erfolgloser als «Nordisch herb», das auf 1,60 Millionen kam. 0,24 Millionen kamen aus der jungen Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen, der dazugehörige Marktanteil betrug 3,6 Prozent.

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