Quotencheck

«My Name Is»

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Starke Quoten waren für die Castingshow nur im Anschluss an «Die Geissens» zu holen.

Starke Quoten waren für die Castingshow nur im Anschluss an «Die Geissens» zu holen.

Nach einem insgesamt erfreulichen ersten Durchlauf im Jahr 2011 entschieden sich die Verantwortlichen von RTL II schnell dazu eine zweite Staffel von «My Name Is» produzieren zu lassen. Um den Erfolg ein wenig zu strecken entschied man sich dazu, die Folgenanzahl von vier auf sechs hochzuschrauben. Des Weiteren gab man der Musikshow einen der besten Sendeplätze, den RTL II aktuell zu bieten hat: Montag um 21.15 Uhr nach den «Geissens». Ob es damit gelang die Quoten der ersten Staffel zu überflügeln? Quotenmeter.de liegen die genauen Zahlen vor.

Folge eins startete am 23. April mit 1,09 Millionen Zuschauern und dem daraus resultierenden Marktanteil von überdurchschnittlichen vier Prozent bei allen. Wie so oft sah es in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen ein gutes Stück besser aus, 0,81 junge Zuschauer erbrachten dem kleinen Sender 7,3 Prozent Marktanteil. In der Tat ein sehr zufriedenstellender Wert. Allerdings ist es gut vorstellbar, dass sich der ein oder andere Mitarbeiter der Führungsetage angesichts der Auftaktquote von Staffel eins, die sich auf 8,8 Prozent belief, mehr vorgestellt hatte. Was RTL II noch nicht wusste: Sieben Tage später sollte man sich deutlich steigern.

Denn die zweite Folge lief am Vorabend des 1. Mai und drang in gewaltige Höhen vor: Während 1,15 Millionen Zuschauer schon bei allen für starke 4,6 Prozent sorgten, stellte man beim jungen Publikum mit 8,9 Prozent einen Allzeit-Rekord auf. Die Erklärung für den Quotensprung ist schnell gefunden: Die Gesamtfrequentierung war wegen des bevorstehenden Feiertags und des schönen Wetters niedrig, zugleich blieb das Stammpublikum von «My Name Is» treu. Dieses trieb den Marktanteil in die Höhe. Ohne bevorstehenden Feiertag gab man eine Woche später allerdings kräftig ab.

So kam die dritte Ausstrahlung zwar auf minimal bessere 1,17 Millionen Zuschauer, die Marktanteile sanken jedoch zugleich auf 4,3 Prozent bei allen und um ganze 1,2 Prozentpunkte bei den jungen Fans auf 7,7 Prozent. Noch ein wenig schwächer schnitt darauf die vierte Folge ab; 1,04 Millionen Zuschauer reichten noch für 7,3 Prozent bei den Werberelevanten sowie nur noch auf Senderschnitt liegende 3,8 Prozent bei allen. ]
Folge fünf folgte ausnahmsweise zwei Tage später und ging bereits um 20.15 Uhr aus Sendung. Heißt also: Nun musste die Castingshow beweisen, wie viele Zuschauer sie ohne starkes Vorprogramm aus eigener Kraft zum Sender locken kann. Und hier zeigte sich, wie abhängig «My Name Is» von den «Geissens» ist: Mit nur noch 0,61 Millionen halbierte man fast das Ergebnis vom Montag, die Marktanteile beliefen sich nur noch auf 2,1 Prozent bei allen sowie 4,1 Prozent beim werberelevanten Publikum. Das sind Werte, die selbstverständlich unter Senderschnitt liegen und für RTL II in keiner Weise zufriedenstellend sein können.

Zum Finale hin konnte man sich wieder fangen, dank eines Zuschauerplus von 0,39 Millionen Interessenten gelang es ein solides Ergebnis einzufahren. 6,1 Prozent wurden bei den Werberelevanten gemessen, insgesamt standen 3,7 Prozent auf dem Papier. Somit endete die zweite Runde von «My Name Is» zwar nicht überragend, aber versöhnlich.

Im Mittel erreichten die sechs ausgestrahlten Folgen 1,01 Millionen Zuschauer sowie den damit verbundenen Marktanteil von soliden 3,8 Prozent bei allen. Wichtiger ist für RTL II aber natürlich der Zielgruppenwert, der mit 6,9 Prozent Marktanteil eindeutig oberhalb der Norm liegt. Trotzdem: Gegenüber der ersten Staffel verlor man exakt einen Prozentpunkt in der Zielgruppe. Und das, obwohl es Durchgang eins im Grunde genommen noch viel schwieriger hatte. Damals konnte keine Episode von einem starken Vorprogramm profitieren, die Folgen gingen nämlich allesamt um 20.15 Uhr auf Sendung. Gut vorstellbar, dass sich Senderchef Starke mit den «Geissens» im Vorprogramm insgeheim stärkere Quoten als in Staffel eins erwartet hatte. Festzuhalten bleibt, dass «My Name Is» genau das Bild von sich gibt, das alle anderen Castingformate in jüngster Vergangenheit zeigten: Der Markt ist von derartigen Shows maßlos übersättigt.

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