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Großes Interesse an Wulff-Rücktritt

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Am Vormittag haben die zahlreichen Sondersendungen viele Zuschauer erreicht. Am Abend sah es dagegen nicht ganz so gut aus - auch nicht für Günther Jauch.

Der Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag die Nachrichtenlage bestimmt. Auch die deutschen Fernsehsender änderten kurzfristig ihr Programm, zeigten Wulffs Rede am Vormittag live und nahmen Sondersendungen ins Programm. Die Quoten waren dabei vor allem am Vormittag richtig gut. Besonders die Nachrichtensender N24 und n-tv waren bei den Zuschauern beliebt. So erzielte die vierminütige Übertragung von Wulffs Abschiedsrede bei N24 insgesamt 140.000 Zuschauer, der Marktanteil lag bei 1,8 Prozent.

Beim Konkurrenten n-tv sah es mit 380.000 Zuschauern sogar noch weit besser aus, dies entsprach starken 5,2 Prozent Marktanteil. Normalerweise erzielen die beiden Sender im Schnitt nur etwa einen Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag n-tv ebenfalls deutlich in Front. 120.000 Zuschauer standen hier 80.000 bei N24 gegenüber. Die Marktanteile betrugen 4,2 bzw. 2,8 Prozent. Beide Werte lagen über dem jeweiligen Senderschnitt. Aber auch einige Free-TV-Sender klinkten sich ab 11 Uhr in die Live-Übertragung ein.

RTL erreichte mit einem «Punkt 12 Spezial» 680.000 Zuschauer ab drei Jahren, diese sorgten für 15,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Im Vergleich zum Vorprogramm konnte die kurzfristige Nachrichtensendung sogar noch Zuschauer hinzugewinnen. Das Erste sendete ab 10.30 Uhr eine «Tagesschau - Extra» und lockte damit im Schnitt 1,15 Millionen Menschen vor die TV-Geräte, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei starken 15,7 Prozent. Das ZDF holte mit einem «ZDF Spezial»  exakt 12,0 Prozent bei 880.000 Zusehern.

Im Laufe des Tages waren dann noch weitere Sondersendungen zum Wulff-Rücktritt zu sehen, diese waren aber nicht mehr ganz so beliebt. Eine einstündige Sondersendung der «Tagesschau»  informierte ab 16 Uhr 1,64 Millionen Menschen, der Marktanteil lag bei 11,6 Prozent. Beim jungen Publikum wurden nur 4,8 Prozent gemessen. Ein «heute spezial»  kam zur gleichen Zeit auf 1,40 Millionen Zuschauer sowie 10,5 Prozent. Die regulären «heute»-Nachrichten lagen ab 19 Uhr dagegen bei richtig guten 4,37 Millionen Zuschauern sowie 17,4 Prozent. Ein weiteres «ZDF Spezial» brachte im Anschluss noch gute 12,7 Prozent bei 3,63 Millionen Zuschauern.

Sehr beliebt waren auch die regulären Nachrichtensendungen von RTL und Das Erste. «RTL Aktuell»  wurde von 4,03 Millionen Menschen gesehen, der Marktanteil lag bei tollen 17,1 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe wurden 18,5 Prozent gemessen. Die «Tagesschau»  kam ab 20 Uhr auf 4,93 Millionen Zuschauer. Die Marktanteile lagen bei 16,1 bei allen und 11,0 Prozent bei den jungen Zuschauern.

Ein «Brennpunkt»  zum Wulff-Rücktritt landete im Anschluss allerdings bei nur noch 2,94 Millionen Zuschauern sowie 8,9 Prozent Marktanteil. Das Interesse an dem Thema ging zu dieser Uhrzeit spürbar zurück - wohl auch, weil es den ganzen Tag über Sondersendungen gegeben hatte. Die kurzfristig ins Programm genommene Talkshow «Günther Jauch»  konnte ab 21 Uhr einige Zuschauer hinzugewinnen, landete aber dennoch nur bei 10,1 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 3,33 Millionen Menschen zu. Bei den 14- bis 49-Jährigen verbuchte Jauch 6,7 Prozent, der «Brennpunkt» zuvor holte 6,6 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/55041
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