360 Grad

Straight to the Top

von
360 Grad feiert seine hundertste Ausgabe. Julian Miller blickt zurück auf 100 Ausgaben Medienwahnsinn und erklärt die Maxime der Kolumne.

Wir haben schon den ganzen Tag die Partyhütchen aufgesetzt. Denn heute bietet sich die Gelegenheit, nicht nur auf das Fernsehjahr 2011 zurückzuschauen, sondern auch auf die vergangenen 100 Ausgaben der Kolumne, die Sie gerade lesen.

Der Startschuss zu 360 Grad fiel am 6. November 2009. Thema damals: die ersten Atemzüge des frischgebackenen Digitalsenders ZDFneo, der mit der Erstausstrahlung von «30 Rock» unfassbar miese Quoten einfuhr. Und fast als hätte man's geplant, war eben dieser Kanal auch Thema der letzten Ausgabe, da Kurt Beck es sich zum Ziel gesetzt hat, dafür zu sorgen, dass er rund zwei Jahre nach Sendestart wieder dicht gemacht wird. So schließt sich der Kreis manchmal auch ganz unabsichtlich.

Das Thema, mit dem sich die zweite Ausgabe dieser Kolumne beschäftigte, nämlich Kerners damals neues Magazin bei Sat.1, ist dagegen mittlerweile längst wieder passé. Beim Johannes hat sich's vorerst ausgetalkt; außer, er hat bei Bellut schon einen gewissen Vertrag unterschrieben.

Doch viele der Streitthemen, die in 360 Grad Einzug hielten, sind auch heute noch relevant: Ob Skandale bei Dokus (oder was man bei RTL so dafür hält) wie «Mietprellern auf der Spur», die essentielle Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die wohl angesichts der Aktivitäten so mancher Politiker eher Definitionssache ist, oder Keith Olbermanns überraschender Abtritt bei MSNBC – 360 Grad redete mit, ordnete ein und recherchierte die Hintergründe.

Die Maxime dieser Kolumne ist dabei einfach: Streitbar sein und eine klare Meinung liefern – auch wenn sie nicht allen (oder letztlich vielleicht auch nur wenigen) gefallen mag. 360 Grad bezieht Position – von dem kargen Zustand, in dem sich weite Teile der deutschen Fiction-Produktionen befinden, über den jüngsten Late-Night-Krieg in den Vereinigten Staaten bis hin zu den medialen Hetzkampagnen gegen Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut im letzten Jahr.

Jetzt gehe ich jedenfalls den Anrufbeantworter abhören. Vielleicht hat der Bundespräsident für mich auch noch ein paar Glückwünsche. Und nächste Woche wird wieder der eine oder andere Rubikon überschritten. Ich würde mich freuen, wenn Sie dann wieder dabei sind. Danke für Ihre Treue!

Mit 360 Grad schließt sich auch nächsten Freitag wieder der Kreis.

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